Ein Denkmal für die ermordeten Juden aus Bleckede

      Mir stellt sich auch die Frage nach den Gesamtkosten für einen Klotz den eigentlich nicht wirklich jemand braucht.
      Der Materialwert dürfte für 4 Sack Zement und eine Schubkarre Sand ja nicht so hoch sein, aber da der Klotz ja von einem Künstler geschaffen wurde...?

      Natürlich ist das Unrecht und Leid das damals den Juden und anderen religiösen oder politischen Gruppen zugefügt wurde eine große Schweinerei und nicht wieder gut zu machen, aber müssen für Leute die aus unserer Generation niemand kannte Denkmäler gesetzt werden?

      Ich denke wir werden auch so oft genug an die schlimme Zeit erinnert, in der Schule hat jeder das Thema ausführlich durchgenommen, im Fernsehen laufen fast jeden Tag auf irgendwelchen Sendern Dokumentationen und Reportagen, in Zeitungen und Zeitschriften wird der Holocaust ständig wieder aufgegriffen.

      Jeden Tag sterben auf der Welt kleine Kinder qualvoll durch Armut und Unterernährung genau so wie damals die Menschen in den Deportationslagern, währe das Geld was der (meiner Meinung nach) Sinnlose Klotz gekostet hat nicht Sinnvoller in einem Hilfsprojekt aufgehoben?
      Geben ist seliger denn nehmen.
      (Max Schmeling)
      Aber muss der korrekte deutsche Gutmensch nicht immer Jedem und Allen zeigen das er der Welt gegenüber demütig alles bereut??
      Muss nicht jeder Politiker der in Amt und Würden ist, und jede Gemeinde die etwas auf sich hält für ein entsprechendes Mahnmal sorgen??
      Dürfen Kosten da eine Rolle spielen??
      Und wenn das Ganze nicht anrührig genug ist, holt man sich einfach ein paar Namen dazu um den Gedenkstein auch groß genug und voll zu kriegen!!


      Ich kann heins Eingangssatz nur unterstützen: " Den Klotz braucht niemand!!"
      NIVEAU ist keine Handcreme!!!
      Wir haben uns den Stein angeschaut und können bestätigen:
      - Schrift schlecht lesbar
      - Stein sieht jetzt schon "schietig" aus

      @Henning
      Interessante Website, habe sie der Alt Garger Linksammlung unter "Bildung und Kultur" hinzugefügt
      Viele Grüße von
      Beate
      Zu meinem Beitrag Nr. 19 zu diesem Thread erhielt ich vor einigen Tagen eine leider nur anonyme Reaktion. Da ich meine, daß diese Meinung hier der Vollständigkeit halber auch hingehört, stelle ich sie nachfolgend ein:

      Auch wenn ab 1933 nur noch wenige jüdische Bürger in Bleckede lebten, gab es auch durch die wenigen (wie viele müssen es denn sein ?) natürlich ein jüdisches Leben in Bleckede. Die Synagogengemeinde ist erst 1938 an die in Lüneburg angeschlossen worden. 1935 ist Hermann Hertz verstorben und auf dem jüdischen Friedhof beigesetzt worden. Otfried Rosen ist, als er 1940 im KZ Flossenbürg umkam, mit der Heimatadresse Bleckede, Lüneburger Str. 45, geführt worden. Natürlich ist jemand, der in Bleckede geboren und hier eine Zeit seines Lebens verbrachte, ebenso Bleckeder wie jemand, der hier zugezogen ist. Kücken, Immendorff, Schwantes, Fietz und wie sie alle heissen, werden ja sehr gern als Bleckeder gesehen. Insofern hat niemand auf der Veranstaltung irgendetwas falsches gesagt!

      Darauf habe ich noch einmal geantwortet aber leider keine weitere Antwort mehr erhalten. Meine Antwort war die folgende:

      Es geht nicht um die Frage, ob es sich um Bleckeder Opfer handelte. Diese Frage hätte man ansonsten beispielsweise auch im Hinblick auf die Eheleute Rosen stellen können, die ihre Wurzeln ja bekanntermaßen in Mönchengladbach bzw. Dortmund haben. Es geht um die Frage, wieviele jüdische Mitbürger AUS Bleckede deportiert wurden. Hier kann nach der allseits bekannten Quellenlage nur die Zahl 3 richtig sein. Die anderen 8 wurden aus anderen Orten deportiert.

      Gruß,
      THW Kiel
      Ist in den letzten Tagen zufällig mal jemand im Bürgerpark gewesen und hat sich das Denkmal angesehen? Es wirkt schon jetzt schmuddelig und verkommen - an diesem Standort unter Bäumen war das bei einem weißen Stein zu erwarten. Schade nur daß das Thema bis zur Einweihung in aller Munde war und sich jetzt keiner mehr zu kümmern scheint. Mich hat der Anblick enttäuscht.

      Gruß,
      THW Kiel
      @ Wolf
      Noch ein neuer teurer Klotz?
      In Somalia sind in den vergangenen 90 Tagen fast 30000 Kinder unter 5 Jahren verhungert!
      Ich denke das Geld wäre woanders ehr angebracht als es für Reinigungskosten oder unnütze Betonklötze zu verpulvern!
      Geben ist seliger denn nehmen.
      (Max Schmeling)
      Gut gesprochen Hein. Sorry liebe Verantwortlichen. Ich möchte nicht sagen, dass ich alles richtig mache. Das wahrhaftig nicht. Aber manchmal habe ich das Gefühl, es wird so einiges im schnellschussverfahren durchgewunken, ohne detailiert zu denken.

      Echt schade. Dass es auch gut geht, sieht man am Fährhaus und Grillimbiss am Hafen.

      Jeder, der einen Grabstein "besitzt",

      Zeitpunkt:

      weiß von dem Problem. Um den Stein muß es eine steinerne Umrandung geben mit Gefälle weg vom Stein, Dann kann der zur Zeit ach so "seltene" Regen platschen, ohne dass verschmutzte Spritzer den Stein verunzieren. Eigentlich weiß der Bauhof so etwas auch - aber er hatte wohl keinen Auftrag.
      Es grüßt bleckMan