Ein Denkmal für die ermordeten Juden aus Bleckede

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      Ein Denkmal für die ermordeten Juden aus Bleckede

      Zeitpunkt:

      Vielleicht war der eine oder andere in den letzten Tagen mal im Bürgerpark und hat sich gefragt, was dort gerade passiert. In der Nähe des Gedenksteines für die Toten des II. Weltkrieges an der Ecke zwischen Wallgraben und ehemaligem Postamt wurde kürzliich eine Grube ausgehoben. Was hat es damit auf sich?

      Dort soll nun ein Denkmal für die ermordeten Juden Bleckedes in der Zeit zwischen 1940 und 1944 entstehen. Im vorletzten Jahr entstand im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur 800-Jahr-Feier die Idee, zu Ehren der ermordeten Juden aus Bleckede ein Denkmal zu errichten. Dieser Plan konnte im Jubiläumsjahr 2009 jedoch nicht mehr umgesetzt werden. Allerdings wurde J. Kimstedt aus Tosterglope im letzten Jahr vom Rat beauftragt, ein Denkmal zu schaffen. Hierbei wird es sich um einen bewußt künstlich wirkenden Quader aus blauem Beton handeln. Dieser mißt eine Länge von 175 cm, eine Höhe von 97 cm und eine Tiefe von 50 cm. In Kürze soll dieses Denkmal nun im Bürgerpark aufgestellt werden. Die Vorbereitungsarbeiten dafür haben gestern begonnen.

      Zum Vergleich. Im Jahr 2007 sah es an der Stelle so aus.


      Gestern (am 17.08.2010) konnte man nur die ausgehobene Grube sehen.


      Heute konnte man schon das frisch erschaffene Fundament sehen.


      Gruß,
      THW Kiel
      Ein ganz schwieriges Thema. Sicher ist festzuhalten, daß Deutschland zwei Weltkriege verloren hat. Hierdurch bedingt wird sicher häufig mit unterschiedlichem Maß gemessen. Bei einem deutschen Toten wird leider sehr oft unterstellt, daß er da schon irgendwie mitgemischt hat und daß sein Verlust folglich nicht ganz so schlimm ist wie der eines anderen Menschen. Auch aus meiner Familie sind im übrigen Menschen durch das NS-Regime ums Leben gekommen - und das ohne Kriegseinsatz und ohne Mitgliedschaft in der NSDAP! Wobei das, was den Juden widerfahren ist, ganz sicher ein nicht wiedergutzumachendes Unrecht darstellt. Ich räume aber gern ein, daß ich mir einen insgesamt gleichmäßigeren Umgang mit den Toten des NS-Regimes wünschen würde.

      Ein allgemein gehaltener Gedenkstein "Unseren Toten 1939 - 1945" befindet sich ja seit vielen Jahren gleich nebenan im Bürgerpark.


      Und auch an bzw. in der St.-Jacobi-Kirche wird den Toten der beiden Weltkriege gedacht.


      Gruß,
      THW Kiel
      Moin,
      ich mache es mir mit diesem Thema nicht ganz so schwer. Die grundsätzliche Unterscheidung mache ich an der Stelle der vorsätzlichen Vernichtung deutscher Staatsbürger in der Zeit der nationalsozialistischen Regierung in Deutschland. Hier ist etwas geschehen das sich von allen grausamen Kriegsereignissen dadurch unterscheidet, das es vorsätzlich und mit einer unglaublichen Planung durchgeführt wurde. Die systematische Tötung eines Teils der eigenen Bevölkerung mit gleichzeitig einhergehender ideologischer Rechtfertigung dieses Unrechts ist schon einzigartig zu nennen.
      Gleichzeitig wurde versucht sich auch von einem großen Teil (von politischer Opposition bis geistiger Behinderung) ebenso unbequemer und damit ungewollter Bürger zu entledigen.
      Hierin liegt der besondere Unterschied. Der gesamte Staatsapparat hat bei der "Endlösung der Judenfrage" wie ein Uhrwerk zusammengearbeitet. Wer nicht rechtzeitig fliehen konnte wurde geplant und gezielt vernichtet.

      Ich denke, dass wir in dem Gedenken an die Toten durch Kriegseinsätze nicht umhinkommen nachzufragen, Wer, Wann, Was und Wo. Und genau an dieser Stelle wird deutlich, dass Juden aus Bleckede nicht durch Bomben, Panzer, Granaten oder sonst welche "feindliche" Angriffe umgekommen sind, sondern durch geplante staatliche Aktionen um ihr Hab und gut gebracht, verschleppt und ermordet wurden. So einfach war das und so schwierig ist das Gedenken daran.

      Grubert
      Augen auf und durch!
      Ich glaube jedem Menschen, der durch einem anderen Menschen stirbt sollte gedacht werden.

      Leider gibt es selbst heute noch Völkermord, ich denke gerade an den Irak, wo Schiiten und Suniten sich bekämpfen, Afrika, wo Stämme um die Herrschaft in den Länder kämpfen. Israel und die Palistinänser, die auch keinen Frieden finden können. Serbien, Kroatien und den ganzen Balkan. Selbst in Spanien und Nordirland herscht kein Friede, weil Minderheiten oder Mehrheiten mit Gewalt versuchen an die Herrschaft zu kommen.

      Alle Gedenksteine sollten ein Mahnmal gegen Gewalt sein! Gewalt ist keine Lösung.
      Auf jeden Fall ist so ein Denkmal sinnvoll. Diese Menschen wurden gewaltsam aus ihrem angestammten Umfeld beseitigt. Das darf nicht wieder vorkommen und schon von daher ist es gut die Erinnerung an diese finsteren Stunden aufrecht zu halten.

      w. eberhard
      Dummheit ist keine Schande. Hauptsache man kann dabei den Mund halten!
      Ich finde die Internetseiten zu den Juden in Bleckede etwas einseitig in der Darstellung. Zudem sind sie leider auch unvollständig.

      Im letzten Satz der Einleitung heißt es dort:
      "Jüdisches Leben, auch in Bleckede, endete jedoch, vorläufig, abrupt mit der mörderischen Verfolgung und Vernichtung der Juden 1933-45 durch den deutschen NS-Staat und seine aktiven und passiven Helfer."

      Wenn man sich die Geschichte davor durchliest, dann wirkt dieser Schlußsatz einseitig und unvollständig. Es wird darin der Endruck erweckt, als würden viele jüdische Mitbürger in Bleckede dem NS-Regime zum Opfer gefallen sein. Tatsächlich sieht es so aus, daß die jüdische Gemeinde in Bleckede schon lange vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten praktisch bedeutungslos war. So ist bekannt, daß 1933 nur noch die Geschwister Hertz sowie das Ehepaar Rosen mit zwei Kindern als jüdische Mitbürger in Bleckede gelebt haben. Hermann Hertz ist 1935 verstorben und als bisher letzter jüdischer Mitbürger auf dem jüdischen Friedhof begraben worden. Die Synagogengemeinde Bleckede wurde im Januar 1938 auf Antrag vom Landrabbiner Freund aufgelöst und mit der in Lüneburg vereinigt. Letztlich ist nur von drei Juden aus Bleckede bekannt, daß diese deportiert und in Konzentrationslagern ermordet wurden.

      Im Juli 1942 wurden die Eheleute Joseph und Ottilie Rosen verhaftet. Anschließend wurden sie über Hamburg in das Ghetto von Theresienstadt deportiert. Dieses haben beide nicht überlebt. Am 23.061943 wurde Frau Regine Hertz einem von Hamburg abgehenden Transport nach Theresienstadt zugeteilt. Sie verstarb am 31.10.1943.

      Von Frau Ilse Rosen ist bekannt, daß diese mit einem Nichtjuden verheiratet war und mit diesem drei Kinder hatte. Sie überlebte die Jahre der NS-Zeit in Bleckede und verstarb 1946.

      Mehrere weitere in Bleckede geborene Juden kamen in Konzentrationslagern ums Leben. Allerdings wurden diese nicht aus Bleckede deportiert, da sie zum Zeitpunkt ihrer Deportation schon lange nicht mehr in Bleckede lebten.

      Der Vollständigkeit halber sollte es unbedingt erwähnt werden, welche Bedeutung die jüdische Gemeinde in Bleckede nach 1900 hatte. Es wird so ein falscher Eindruck erweckt. Um es klar zu sagen, auch drei deportierte und ermordete jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Bleckede sind drei zuviel. Dennoch sollten die Tatsachen auch so benannt werden und eben nicht einseitig selektiert werden, sodaß am Ende ein falsches Bild ensteht.

      Denn nicht alle, die in der NS-Zeit gelebt haben, waren Mörder oder Helfer dieser Mörder. Es gibt neben den jüdischen Mitbürgern genügend andere Menschen, die unter dem Unrechtsregime des NS-Staates massiv zu leiden hatten. Auch diese Menschen dürfen nicht vergessen werden!

      Gruß,
      THW Kiel
      Moin,
      ich fühle mich einfach durch das Posting von THW angesprochen, so dass ich an dieser Stelle dazu antworten möchte.

      THW beginnt mit der Einlassung:


      "Jüdisches Leben, auch in Bleckede, endete jedoch, vorläufig, abrupt mit der mörderischen Verfolgung und Vernichtung der Juden 1933-45 durch den deutschen NS-Staat und seine aktiven und passiven Helfer."

      Wenn man sich die Geschichte davor durchliest, dann wirkt dieser Schlußsatz einseitig und unvollständig.


      Dazu möchte ich sagen, ja er ist einseitig nämlich aus der Sicht der jüdischen Opfer geschrieben. Ja. er ist auch unvollständig, weil es ist bisher nicht bekannt wer in Bleckede offen jüdischen Bürgern geholfen hat.

      So, damit sind dann die Sichtweisen abgesteckt??

      Nein, die Sache war und ist viel komplizierter. Damals konnte die offene Unterstützung bzw. die offene Opposition zum "1000 jährigen Reich" umgehend dazu führen selbst ins Gefängnis oder in ein Arbeits-Erziehungs-Lager zu kommen, ohne das darüber vor einem Gericht oder auf irgendeiner Dienststelle verhandelt werden musste.

      Ich möchte in diesem Zusammenhang die Internet-Seite von Herrn Thomas Biegel erwähnen, der in einem dort abgedruckten Vortrag zum Thema:
      "Hitlers willige Vollstrecker - Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust (Buchtitel Goldhagen)" Stellung nimmt. Klick hier

      Fazit von Biegel (für den der nicht gerne am PC liest) sind aber sehr interessante Thesen die sich ebenfalls schon in einem Zitat von Rubinstein wieder finden.

      "Die Deutschen waren keine einträchtigen rabiaten Judenhasser. Hitler kam nicht an die Macht, weil er versprach, Deutschland judenrein zu machen, am wenigsten durch Gaskammern und Krematorien. Hitler und seine Helfer, besessen von Rassenhaß und einer mörderischen Mission, haben trotzdem die benötigte Unterstützung gefunden, um diktatorische Kontrolle über Deutschland und der Bevölkerung zu erlangen. Annäherungen an Auschwitz folgten. Sie folgten, weil die meisten Deutschen normale Menschen waren. Unglücklicherweise sind die meisten Menschen nicht sehr heldenhaft. Mangels dessen sorgen sie sich zunächst um sich selbst und um andere zuletzt, insbesondere wenn die anderen als feindlich betrachtet werden."
      (Rubenstein, Richard L./Roth, John K.: Approaches to Auschwitz. The Holocaust and its Legacy, Atlanta (Georgia), 1987, S. 200.)

      Nun, ich habe nicht den umfassenden geschichtlichen Durchblick um zu beschreiben, warum die Zahlen der jüdischen Bürger seit 1850 rückläufig war. Fakt ist aber, das hier Bleckede Bürger deportiert wurden die dann den Tot in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten fanden. Für mich ist die absolute Zahl derer die dabei umkamen nicht so wichtig. Die Dunkelziffer, derer, die nicht beweisbar deportiert und getötet wurden, macht die endgültige Zahl immer nur noch größer.

      Ich habe auch persönlich keine Schuld an der Verschleppung oder Ermordung von irgendwem. Für mich geht es um das Wissen und Verstehen der Zeit und der Menschen die in dieser Zeit lebten. Ich nehme das geplante Denkmal als Anlass (im ursprünglichsten Wortsinn) einmal daran zu denken, wohin einzelne Menschen ein ganzes Land bringen können, wenn man es zulässt. So sehe ich auch den Text auf der Internet-Seite.

      Und dann zu den "genauen" Zahlen: Wer wird gezählt? In Bleckede geboren und getötet? In Bleckede gewohnt und getötet? oder: Von Bleckede aus deportiert und getötet?

      Nähere Informationen bekommt man auch auf der Internetseite, dort kann man auf der Seite der Namen jeden einzelnen Bürger anklicken und seine Geschichte lesen.

      Gruß
      Grubert
      Augen auf und durch!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Grubert ()

      Hallo Grubert,

      Zeitpunkt:

      Grubert schrieb:

      Nähere Informationen bekommt man auch auf der Internetseite,
      dem Link fehlt das .de. Man wird auf irgendwelche Navigationsseiten geleitet. Nur der nachfolgende Link ist komplett.


      bleckMan


      Moin,
      Danke für den Hinweis, ist repariert.
      Gruß
      Grubert
      Es grüßt bleckMan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Grubert ()

      Leider kann ich Dir nicht beipflichten,

      Zeitpunkt:

      Grubert schrieb:

      Die systematische Tötung eines Teils der eigenen Bevölkerung mit gleichzeitig einhergehender ideologischer Rechtfertigung dieses Unrechts ist schon einzigartig zu nennen.
      denn wir Menschen neigten eigentlich zu allen Zeiten dazu, uns gegenseitig umzubringen - aus den unterschiedlichsten Beweggründen. Und diese "Beweggründe" waren immer zur Hand oder man schaffte sie sich.
      Dabei sind sogenannte "religiöse Gründe" mit am häufigsten zu finden. Und auch jetzt erleben wir, mit welch brutaler Härte religiöse Fanatiker Andersgläubige vernichten.
      Wohlgemerkt - ich brandmarke dieses Verhalten, ich entschuldige es nicht! Aber mir fehlt auch eine geistige Durchdringung dieses Phänomens, mit deren Hilfe es vielleicht gelänge, religiös und/oder politisch motivierte Gewalt gegen den Mitmenschen zu vermeiden. Ich denke es wird höchste Zeit, damit anzufangen, denn es wird nicht mehr allzu lange dauern und wir werden in Verteilungskämpfe gestürzt werden - nein, ich meine jetzt nicht "arm gegen reich" - sondern Wasser und andere lebenswichtige Ressourcen.
      Wir brauchen uns doch nur mal vorzustellen, was passierte, wenn die Mittelmeerländer nicht mehr genügend Trinkwasser hätten - wir dagegen ja.
      Und betrachten wir nur mal die Darlegungen des Herrn Sarrazin: Hier wird wieder der Grundstein zu neuen Anti-Haltungen gelegt, hier wird ein Feuer geschürt, dass irgendwann zu Gewalt gegen Menschen, die dem Islam angehören, führen kann.
      Zwar lehrt uns die Bibel "unseren Nächsten zu lieben", aber wir neigen immer noch dazu, uns selbst der Nächste zu sein. Darin unterscheiden wir uns nicht von unseren Vorfahren und auch nicht von unseren Mitgeschöpfen aus der Tier- und Pflanzenwelt. Unsere "geistige Überlegenheit" schwindet ganz schnell, wenn's ans "Eingemachte" geht.


      bleckMan

      Ich muß noch etwas ergänzen: Dieses Thema, "Gewalt gegen Menschen, Gewalt gegen Völker" ist einerseits so komplex, dass ich schier verzweifle im Gedanken daran, wie man damit umgehen soll und wie es gelänge, so etwas dauerhaft zu verändern.
      Andrerseits ist die von mir schon oben benutzte Lebensanweisung "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" so einfach, so schlicht, von jedem verstehbar, dass es unverständlich ist, wie es trotzdem zu Massenmorden kommen kann. Und das Schlimmste daran ist - in meinen Augen - dass nicht die, die das wollen, auch das Töten übernehmen, nein dafür finden sie immer wieder welche. Und seit der Erfindung des Schwarzpulvers steht man seinem Opfer nicht mehr unbedingt vis à vis gegenüber, sondern erledigt dass maschinell. Aber auch der, der den Knopf bedient, muss doch davon überzeugt sein, dass er richtig handelt. Wie kann er das unter dem Gebot der Nächstenliebe?!?

      Es grüßt bleckMan

      Gedenkstein-Aufstellung verschiebt sich

      Zeitpunkt:

      Quellenangabe: Bleckeder Zeitung, Ausgabe Nr. 108 vom 13.09.2010, Seite 2

      Gedenkstein- Aufstellung verschiebt sich

      Bleckede. Wegen technischer Schwierigkeiten bei der Produktion muß die für Donnerstag vorgesehene Aufstellung des Denkmals für in Bleckede vor 65 Jahren ermordete Juden im Stadtpark verschoben werden. Der neue Termin der Einweihung wird rechtzeitig bekannt gegeben, so Bürgermeister Böther am gestrigen Sonntag bei seinem Anruf bei der BZ. Eigentlich war der Termin für Sonntag, 19. September, 11.30 Uhr vorgesehen.


      Gruß,
      THW Kiel
      In der Gerüchteküche heißt es, daß die Färbung des Steins ein großes Problem darstellt. Demnach soll es konkret Schwierigkeiten geben, den Stein in dem gewünschten recht dunkel gehaltenen Ton durchzufärben. Ob das nun aber der Grund für die Verzögerung ist, habe ich bisher nicht herausbekommen können.

      Gruß,
      THW Kiel

      Zeitpunkt:

      Moin,
      heute um 11.30 Uhr erfolgte die offizielle Einweihung des Gedenksteines.

      Ich habe so mit Gedenksteinen und den dazugehörigen Feierlichkeiten meine Probleme. Viele der Anwesenden meinten aber, es war eine "gelungene Veranstaltung".
      Nun, da mag jeder denken was er will. Für Gesprächsstoff sorgte dann noch der Gedenkstein selbst. Nicht wie angekündigt hellblau, sonndern grauweiß steht er jetzt im Schloßpark. Die Probleme mit der Farbgestaltung waren letztendlich so groß, dass sich für diese Ausführung des Gedenksteines entschieden wurde. Viele Bürger monierten, dass die Inschrift auf dem Gedenkstein nur schlecht zu lesen ist. Dem ist auch nichts weiter hinzuzufügen.



      Wer trotzdem noch weitere Infos benötigt findet diese unter: Juden in Bleckede - Juden in Bleckede

      Gruß
      Grubert
      Augen auf und durch!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Grubert ()

      Zeitpunkt:

      Ich für meinen Teil habe die Veranstaltung als etwas unglücklich empfunden. Nahezu alle Redner sprachen davon, daß das jüdische Leben in Bleckede mit dem Hitlerreich ein jähes Ende fand. Bei dieser Betrachtung wurde den Zuhörern vorenthalten, daß das jüdische Leben in Bleckede schon etwa 50 Jahre vorher am Ende war und daß in der Zeit ab 1933 nur noch sehr wenige jüdische Mitbürger in Bleckede gelebt haben. Ebenso unglücklich ist die Darstellung, nach der 11 jüdische Mitbürger aus Bleckede deportiert wurden. Richtig und bekannt ist, daß 3 jüdische Mitbürger aus Bleckede deportiert wurden und ihren Tod in Vernichtungslagern fanden. Diese waren die Eheleute Joseph und Ottilie Rosen sowie Frau Regine Hertz. Die anderen 8 waren keine Mitbürger im eigentlichen Sinne in Bleckede. Diese hatten lediglich Wurzeln in Bleckede, lebten zur Zeit der Vernichtung aber an anderen Orten.

      Gewiß ist jedes einzelne Opfer eines zuviel und gewiß ist das Denkmal ein Ort der Erinnerung und Ermahnung - der Erinnerung und Ermahnung daran, daß sich ein solches Kapitel in unserer Geschichte niemals wiederholen möge.

      Gruß,
      THW KIel
      Hm, ein sehr heller Gedenkstein unter Bäumen? Wer zahlt denn die ständigen Reinigungen? Der bleibt ganz sicher nicht so, wie er aufgestellt worden ist. Grünspan lässt grüßen. Da hätte man eher eine dunklere Farbe mit heller Schrift nehmen sollen.

      Schade, hier wird dann wohl wieder Geld benötigt, was man sicher andersweitig verwenden könnte.