Fundament Feuerwachturm -Telegraphenberg Bleckederätsel Nr.176

      Fundament Feuerwachturm -Telegraphenberg Bleckederätsel Nr.176

      Zeitpunkt:

      Nach langer Pause versuche ich die Rätselecke wieder in Schwung zu bringen.
      Die Lösung dürfte entschieden einfacher sein als beim letzten Rätsel. Absolute Alleswisser (hein, ...) bitte ich, wenn sie die Lösung sofort haben, den anderen den Spaß nicht zu verderben, indem sie mir ihre Lösung per mail senden.
      Es gibt wieder die üblichen Fragen:
      Was ist es ?
      Wo befindet es sich ?
      Viel Spaß wünscht
      Dateien
      • Rohr.jpg

        (35,05 kB, 17 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von bibe ()

      Zunächst mal meinen Dank an bibe, dass er hier wieder etwas eingestellt hat.
      Da Pflanzen im Allgemeinen zum Licht hinwachsen, habe ich das Objekt mal um 90° nach links gedreht. Aber außer das ich den Standort in einem "Waldbereich" vermute, bin ich noch nicht viel schlauer
      gesteht pixel-line ein
      "wie schön zu leben und leben zu lassen"
      Endlich wieder ein Rätsel, danke!
      Das Metallrohr müsste einen erheblich größeren Durchmesser haben als z. B. eine gewöhnliche Dachrinne.
      Eher 20-25 cm, würde ich sagen. Die Pflanzengröße lässt das vermuten. Die 90°-Drehung kann ich nur unterstützen.
      Das Bild ist sehr hell, guter Lichteinfall, da kommt eher Garten (verwildert) oder Waldrand infrage, als Wald.
      Ist es ein Rohr, das irgendwo "vergessen" wurde, oder dient bzw. diente es zu Dekozwecken?!?
      Da es hier als Rätselbild dient, muss dieser Ort ja auch frei zugänglich sein...
      Soweit erstmal von mir.
      Liebe Grüße, TiDo

      Bleckederätsel 176: Feuerwachturm auf dem Telegraphenberg

      Zeitpunkt:

      Das ist sehr schnell gegangen! Ihr ward letztendlich alle auf dem richtigen Wege. Nobbes hat den "Nagel auf den Kopf getroffen". Es handelt sich um eines der vier Rohrenden auf dem Telegraphenberg, die das Fundament des (hier liegt nobbes leicht daneben) Feuerwachturmes bildeten.
      Bis in die 60-iger Jahre existierte dort ein ca. 15 m hoher Holzturm, der bei längeren Trockenperioden besetzt war, um im Verbund mit anderen Feuerwachtürmen (einer existiert noch auf dem Hohen Mechtin im Süden der Göhrde, Höhe der zugänglichen Aussichtsplattform 142m über NN - die Aussicht ist phantastisch !) möglichst frühzeitig und genau Feuer in der Göhrde zu erkennen. Der Bleckeder Turm war für die Öffentlichkeit nicht zugänglich; ich hatte als kleiner Butscher die Gelegenheit den Turm zu besteigen. Bei guter Sicht konnte man bis Hamburg schauen !!!
      Der Turm überragte die damals ca 10-jährige Kiefernschonung. Heute sieht es ganz anders aus!
      Es gab übrigens ein "Nachspiel" zu dieser Geschichte. In den 80-iger Jahren gab es für Kommunen Fördermittel für "Aussichtstürme" , und wie so üblich hat man in Bleckede laut hier gerufen, ohne eine genaue Kosten-/Nutzenanlyse anzufertigen.
      Angedacht war, diesen Turm eben auf den Platz des alten Turmes zu stellen.
      Es gab den Zuschlag für Bleckede, aber leider hatte man die Rechnung ohne den Wirt (die Forst=Dr.Dorff) gemacht.
      Dieser verweigerte die Zustimmung zum Bau; der genehmigte Turm wurde zwischen Göddingen und Barskamp aufgebaut, fristete dort sein über 20-jähriges Dornröschendasein, wurde hin und wieder gestrichen, der Platz wurde gemäht,... und Besucher, die sich vereinzelt die Mühe machten die Stufen zu bewältigen, wunderten sich, welche landschaftlichen Besonderheiten sie denn von dort oben bestaunen sollten. Wenn man die Kosten pro Nutzer errechnet, dann kommt man in Dimensionen, die die Kosten pro Besucher im Schloss als peanuts erscheinen lässt.
      Dateien
      Ich gebe zu - ein schönes Rätsel, wenn auch etwas abgelegen. Aber es kommt ja nur auf die Perspektive an - bei allen Pilzsammlern und sonstigen Waldgängern bestimmt bekannt.
      Bibe, ich will ja nicht kleinlich sein, aber bei dem Rätselbild und dem Auflösungsbild scheint es sich doch um zwei verschiedene Aufnahmen zu handeln - oder?
      Und denkst Du bitte daran die Überschrift in Deinem ersten Rätselbeitrag zu ändern, damit alle sehen - dieses Rätsel ist gelöst.
      Vielleicht hast Du ja noch ein schönes Rätsel parat - aber nicht in den Wald jagen
      bittet pixel-line
      "wie schön zu leben und leben zu lassen"
      Hallo pixel-line,
      dieser Rätselbeitrag scheint Dir etwas abgelegen; da muss ich Dir Recht geben,
      für heutige Bleckeder ist dieser Ort anscheinend unendlich fern! -
      Das war aber nicht immer so ! Generationen von Grundschülern haben mindestens einmal in ihrer Schulzeit im Rahmen eines Wandertages den Telegraphenberg erklommen, sei es mit Fräulein Vogelsang, Herrn Laffers oder anderen Bleckeder pädagogischen Urgesteinen.
      Heutzutage sind touristische Inselaufenthalte, für die die Eltern zwischen 100 und 200€ zahlen müssen, pädagogisch wertvoll und "naheliegend". Ich bevorzuge meinen "etwas abgelegenen Rätselbeitrag".
      Der Telegraphenberg hatte für Scharen von Bleckeder Kindern eine weitere wichtige Funktion. An seinen Hängen gab es die lohnendsten Bickbeervorkommen. In den Wochen vor dem Bleckeder Schützenfest, dem wichtigsten Ereignis im Jahr, begaben sich viele Bleckeder Kinder, zu Fuß oder wer besser situiert war per Fahrrad, in den Wald zum Pflücken der kleinen Früchte. Wenn man fleißig war, schaffte man pro Stunde 1 Pfund, das man dann bei Aufkäufern direkt im Wald oder in Bleckede, z.Bsp. bei Lohmann in der Friedrich-Kückenstr. für 30-50 Pfennig verkaufen konnte. Eine Karusselfahrt kostete 50 Pfennig - 3 Minuten Spaß für 1Stunde Arbeit!
      Vandalismus gab es in den Jahren nicht!