Fährhaus

      Eure Beobachtungen passen ins Bild. Leider konnte man zu den Wirtsleuten des neuen Fährhauses bisher nicht viel Lob hören. Es sind wohl schon einige Gäste mehr oder weniger enttäuscht nach Hause gegangen. Auch der Verschleiß an Personal soll recht hoch sein. Schade denn aus der Lage am Hafen kann man durchaus einiges machen wenn man die nötige Motivation mitbringt.

      Der Udel

      Und die geht es weiter mit dem Fährhaus?

      Zeitpunkt:

      Und so berichtete die Landeszeitung heute darüber:

      emi Bleckede. Die Stühle sind hochgestellt, die Theke glänzt metallisch, die Küche ist verwaist. Auf der Internetseite der Bleckeder Gaststätte in unmittelbarer Nähe zum Anleger der Elbfähre "Amt Neuhaus" ein Hinweis: "Das Fährhaus ist bis auf Weiteres geschlossen." Das Hochwasser im Frühjahr habe ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht, sagt der bisherige Pächter Florian Casper: "Insgesamt wäre ich sieben Wochen in der Hauptsaison von der Außenwelt abgeschlossen gewesen." Ausbleibende Gäste, ausbleibende Einnahmen. Der Pächter zog die Reißleine, betreibt das Lokal nicht weiter.

      Christian Breese steht auf der leeren Terrasse des Fährhauses und blickt nachdenklich über die Elbe. Der staatlich geprüfte Bautechniker und Bleckeder Ratsherr hat das Gebäude 2010 in marodem Zustand gekauft: Vom Schandfleck zum Schmuckstück wollte er die Gaststätte machen, die zuvor mehr als drei Jahre leer gestanden hatte. Er ließ Teile abreißen, auf den Betonwänden des alten Gebäudes ein Café in drei Meter Höhe bauen.

      Hoch waren auch seine Erwartungen. "Die Lage des Fährhauses ist perfekt, Besucher dürften kaum zum Problem werden", äußerte er damals gegenüber der LZ. Nun steht, zwei Jahre nach der Neueröffnung, der Betrieb im Fährhaus wieder still. "Schade", murmelt der 49-Jährige.

      Warum der Betrieb schließen musste, kann sich Breese nur schwer erklären: "Hier war oft die Hölle los", erzählt er, während er sich in dem 110 Quadratmeter großen Gastraum mit den gelben Wänden umsieht. Ein Erklärungsversuch: "Zuerst war das Hochwasser da und dann ging auch noch durch die Medien, dass es hier eine Mückenplage gibt. Das hat allen an der Elbe geschadet."

      Dabei habe man beim diesjährigen Hochwasser doch "noch einmal Glück gehabt, das Wasser stand zwei Stufen unter der Treppe, beschädigt wurde nichts". 11,93 Meter hoch habe das Wasser am Bleckeder Fähranleger gestanden, "ab 12,30 Meter läuft's durch, ab 12,10 Meter ist das Gebäude elementarversichert".

      Doch Breese will nach vorn schauen: "Für Bleckede wäre es gut, wenn das Fährhaus schnell wieder vermietet wird", glaubt er. Deshalb sucht der 49-Jährige ab sofort einen neuen Mieter für das Restaurant und Café mit rund 140 Gästeplätzen, einer Dachterrasse und einer voll ausgestatteten Küche. "Das Teuerste ist schon alles vorhanden", wirbt der Eigentümer um Interessenten. "Hier soll es wieder Gastronomie geben, aber in der Gestaltung lasse ich dem Mieter freie Hand", sagt Breese und hinter den Glasscheiben des Panoramafensters macht sich im Sonnenschein die "Amt Neuhaus" auf zu neuen Ufern.


      Die url: Fährhaus vor Neuanfang? -


      VG

      T4

      Hoch gehüpft und

      Zeitpunkt:

      doch zu kurz gesprungen - so ließe sich vielleicht ein Fazit ziehen.

      Das Engagement von Herrn Breese in allen Ehren, aber allein schon der Hinweis auf "nur noch fehlende 37 cm" zeigt an, dass die Problematik Elbehochwasser nicht weit genug bedacht worden ist. Es würde schon ein 17 cm höherer Pegel reichen, um die Gefahr einer Durchnässung herbeizuführen, denn was ist mit vom Wind aufgewühltem Wasser, was eventuell mit Wellen von Schiffen - und sei es nur ein Boot vom WSV auf Kontrollfahrt.


      Und dann eben die Argumentation der fehlenden Umsätze bei Hochwasser. Wie also hätte es sein können – mal alle Kosten- und sonstige Vorbehalte außer acht lassend:

      Ein Ponton . ähnlich denen an den Landungsbrücken in HH, darauf das Fährhaus und daran eine Anlegemöglichkeit für die Fähre.

      Die Saison für das Fährhaus wäre deutlich länger, die Attraktivität bei Hochwasser zusätzlich gesteigert und sogar die Fähre könnte bei Hochwasser ein zusätzliches Geschäft machen mit dem Transportieren von Ausflüglern zum Fährhaus.

      Technisch nicht machbar? Nun an den Landungsbrücken legen noch ganz andere „Kaliber“ an und da passiert auch nichts. Und die Vorteile lägen doch wohl klar auf der Hand, fast jederzeit ungehinderter Zugang (auch für Gehbehinderte), fast durchgehendes Interesse, sich die Elbe in all ihren Zuständen anzusehen und dabei genüsslich einen Kaffee zu schlürfen oder Stint oder anderes zu verzehren.

      Und es macht meiner Meinung nach Sinn, dort auch einen Kiosk zu installieren, um denen, die ein Eis am Stiel, die neuesten Zeitungen, Zeitschriften für MoBoEigner, Biker etc. haben wollen.

      Nein, nein, ich bin kein Träumer. Und ich weiß auch, dass erst mal Fakten geschaffen wurden. Aber ich wollte meinen Eingangssatz ein wenig unterfüttern.

      Ach ja, falls sich jemand diese Ideen zu eigen machen will – über eine Spende für geistiges Eigentum freut sich dann

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      "wie schön zu leben und leben zu lassen"