Hjalmar Schacht

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  • Hjalmar Schacht
    Geboren am 22. Januar 1877 in Tingleff/Nordschleswig (heute Tinglev, Dänemark), verstorben am 03. Juni 1970 in München

    beerdigt auf dem Münchener Ostfriedhof am Martinsplatz

    Hjalmar Schacht war ein deutscher Politiker, Bankier, Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsident.
    1886- 1895 Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg
    Studium der Germanistik und Nationalökonomie in Berlin, München, Leipzig, Paris und Kiel.
    1900-1903 Volkswirtschaftlicher Syndikus, danach im Bankfach tätig.
    1923 Reichsernährungskommissar
    1924-1930 und 1933-1938 Reichsbankpräsident
    1934-1937 auch Reichswirtschaftsminister

    Hjalmar Schacht stabilisierte 1923 die deutsche Währung, finanzierte 1933 die Arbeitsbeschaffung für 6.500.000 Arbeitslose, stellte 1934 durch seinen handelspolitischen "Neuen Plan" den Außenhandel Deutschlands wieder her. Er unternahm nach Erkennen von Hitlers Kriegsabsichten 1938 den ersten Staatsstreichversuch gegen Hitler und war danach an allen Umsturzversuchen gegen das Hitlerregime beteiligt.

    Schacht wurde nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 ins Konzentrationslager geworfen, am 05. Mai 1945 von den Amerikanern übernommen und als Kriegsverbrecher angeklagt, vom internationalen Militär-Tribunal in Nürnberg freigesprochen. Er wurde im Anschluß von der Württemberg-Badischen Regierung unter dem Entnazifizierungsgesetz in Haft gehalten, aber am 01. September 1948 von der Berufungskammer freigesprochen.

    Anschließend lebte er von seinem Besitz in der Sowjetzone vertrieben bis 1951 im Bleckeder Schloß, wo der in Berlin ausgebombte und ebenfalls im Bleckeder Schloß untergekommene Otto Meissners Verlag ihm Unterschlupf gewährte und ihn für sich arbeiten ließ. In dieser Zeit entstand in Bleckede das Buch "Mehr Geld - Mehr Kapital - Mehr Arbeit" von Hjalmar Schacht.

    1953 gründet Hjalmar Schacht in Düsseldorf die Deutsche Außenhandelsbank Schacht & Co., die er bsi 1963 vertreten hat.

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