TaiChi-Gruppe in Barskamp

  • Diese TaiChi-Gruppe in [lexicon]Barskamp[/lexicon], weiß da einer was Näheres zu?


    Ich finde immer mal wieder diesen Hinweis zu [lexicon]Barskamp[/lexicon]. Wenn ich mir dann mal die Homepage ansehe komme ich auf eine tschechische Website. Und tschechisch ist nun nicht gerade ein Sprache die ich beherrsche.


    Viele Grüße,
    Nabila


    ***


    „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
    Konrad Adenauer

  • Danke Wolf.


    Dachte ich mir doch, so ein Esotherik-Bimbum.


    Die müßten ja schon ein paar Jährchen in [lexicon]Barskamp[/lexicon] tätig sein. Das sich das so lange hält wundert mich sehr.


    Viele Grüße,
    Nabila


    ***


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    Konrad Adenauer

  • Ich halte diese Sache für höchst bedenklich. Mit dem bereich Esotherik trifft man es wohl grob. Bedenklich finde ich daran in erster Linie, daß es um Beherrschung von Körper und Geist (und damit um etwas manipulatives) geht. Die Übergänge zu Hypnose sind bei sowas fließend - ob es wirklich so gut für den Menschen ist, wie die Macher behaupten, sei mal dahingestellt. Für mich wäre das jedenfalls nichts.


    Gruß,
    THW Kiel

  • Ich halte pesönlich nichts von der ganzen Esotheriklinie. Und wie gesagt, ich bin ab und an immer wieder über diese TaiChi Gruppe in [lexicon]Barskamp[/lexicon] im Internet gestossen. Vom Gefühl her, von Berufswegen her unabdingbar gewesen, sagt mir diese Einrichtung auch nichts gutes. Und das die sich schon längere Zeit in [lexicon]Barskamp[/lexicon] hochhalten finde ich auch merkwürdig.


    Viele Grüße,
    Nabila


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    „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
    Konrad Adenauer

  • In meiner Eigenschaft als gläubiger Christ kann ich diese Sachen nur ablehnen. Dazu ein paar erklärende Anmerkungen:


    --->Tai Chi weist eine eindeutige Nähe zur Kampfkunst auf und enthält spektakulärere Bewegungen und geht aus der geschichtlichen Entwicklung traditioneller chinesischer Kampfkünste hervor (Wushu).


    --->Gelehrt werden Qi Gong und Tai Chi in Deutschland an eigenen Schulen und Zentren, in manchen Kliniken (z.B. Reha-Kliniken), an Volkshochschulen und im Universitätssport. Die Qualität der Kurse schwankt allerdings erheblich. Ebenso gibt es eine Vielzahl von Stilen und Schulen, was eine einheitliche Bewertung schwierig macht.


    --->Durch ihre Entstehungsgeschichte sind die Übungen mit dem chinesischem Taoismus, Buddhismus und der Lehre von Yin und Yang verbunden. Das kommt daher, dass die Bewegungen, die von dem Mönch Bodhidharma erfunden wurden, in buddhistischen und taoistischen Klöstern gelehrt und verbreitet wurden. Dieser indische Mönch kam Ende des 5. Jahrhunderts nach China und einige Jahre später in ein taoistisches Kloster und stellte fest, dass die Mönche aufgrund der langen Meditationen in einem schlechten körperlichen Zustand waren. Er selbst war in damaligen Kampfkünsten erfahren und entwickelte ein Übungssystem zur körperlichen Ertüchtigung für die Mönche. In der Folgezeit verbanden sich im Süden Chinas eher buddhistische Anschauungen mit den Übungen, während in Mittelchina hauptsächlich daoistische Philosophie einfloss. Es haben sich dann viele verschiedene Schulen entwickelt die mehr oder weniger stark religiöse Elemente beinhalten.
    Wohl weniger bekannt als der Buddhismus ist der Daoismus. Er geht auf den Gelehrten, Astrologen und Weissager Laozi (Lao Tse) zurück. Laut daoistischer Philosophie wird das Universum in einem Gleichgewicht gehalten. Dieses entstehe durch harmonische Wechselwirkungen gegensätzlicher Kräfte (Yin/Yang). Jede Störung dieses Gleichgewichtes bringe Chaos. Um als Mensch Ausgewogenheit zu erreichen, soll er zum Einklang mit Natur und Universum gelangen. Im daoistisch geprägten Tai Chi sollen die Bewegungen dazu helfen diese Ruhe zu erlangen.

    Im heutigen China gibt es jedoch auch staatlicherseits geförderte Stile (v.a. im Tai Chi), die auf die therapeutische und gesundheitliche Wirkung ausgerichtet sind. Diese werden auch in Europa verbreitet, ja direkt exportiert.



    --->An einer gesundheitlich vorbeugenden Ausrichtung der Übungen ist wohl grundsätzlich kein Problem zu sehen. Allerdings erreicht man auch auf anderen Wegen eine bessere Körperhaltung, Ausdauer, Gelenkigkeit und Körpergefühl. Für Qi Gong und Tai Chi mag sprechen, dass stark auf die eigenen Fähigkeiten und körperlichen Möglichkeiten geachtet wird und es nicht um Leistung (um jeden Preis) geht. Auch die ästhetischen Bewegungen des Tai Chi sind für viele Praktizierende ein Anreiz. Weltanschauliche Inhalte werden in einigen Kursen gar nicht vermittelt und in anderen nur zur Erklärung einzelner Bewegungsabläufe herangezogen. Konservativere Schulen gehen jedoch davon aus, dass ohne eine spirituelle und philosophische Vertiefung keine Fortschritte zu erwarten sind.


    --->Mit christlichem Glauben ist die fehlende Vorstellung eines personalen Schöpfers/Gottes nicht vereinbar. Diese glauben Daoisten und Buddhisten nicht. Auch die daoistische Vorstellung der inneruniversalen Harmonie kann aus christlicher Sicht nicht (vollständig) aufrecht erhalten werden. Gott hat zwar einen Widersacher, der jedoch nicht gleich beschaffen, nicht gleich mächtig ist und Gottes Autorität unterliegt.



    Gruß,
    THW Kiel

  • Hallo THW


    Danke für die Erklärung.


    Wenn man dies von der religiösen Seite betrachtet, da gebe ich Dir vollkommen recht. Daher wohl auch mein unterschwelliges ungutes Gefühl. Denn das passt ebensowenig in meinen muslimischen Glauben, wie bei Dir in den Christlichen.


    Viele Grüße,
    Nabila


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    Konrad Adenauer