• Ich habe noch zwei wunderschöne alte Postkarten von Reesseln ausgegraben. Ja - man soll es kaum glauben, aus diesem kleinen heute zu [lexicon]Walmsburg[/lexicon] gehörenden Ort gibt es sogar Ansichtskarten...


    Die erste ist rückseitig beschrieben mit "Haus Best, Reesseln". Vorn zeigt sie den Blick auf den Leutnantsberg.
    reesseln 1.jpg
    Diese Jarte ist gelaufen im Jahre [lexicon]1928[/lexicon].


    Die zweite Karte ist eine Ortsansicht von Reeseln.
    reesseln 2.jpg
    Diese Karte ist gelaufen im Jahre [lexicon]1954[/lexicon].


    Gruß und viel Spaß mit den Karten!
    THW Kiel

  • In Reeßeln hat sich eigentlich äußerlich nicht viel verändert, nur dass auf dem 2. Bild die Straße kein Sandweg mehr ist, aber das Panorama bleibt gleich.
    Ein Kultdorf schlechthin!! Kaum einsehbar von der Elbuferstraße hat es einen unglaublichen Reiz durch die alten Häuser und durch die gewundene Durchfahrt. In Reeßeln scheint zumindest äußerlich die Zeit still zu stehen! Es ist immer friedlich und ruhig. Ein paar Hühner oder Enten auf der Straße runden das Bild ab und ich denke es gibt mittlerweile mehr Pferde als Einwohner!


    Gruß ... Anthony

  • Ja, ein wirklich nettes und schönes kleines Dorf. Mir fällt dazu immer die Geschichte aus dem 30-jährigen Krieg ein. Mein Opa (gebürtiger Neu-Darchauer) hat mir immer von einer überlieferten Anekdote erzählt. Damals war die ganze Gegend bis zur Elbe bewaldet und auch in unserer Gegend waren raubende Truppen unterwegs. Trotz intensivster Suche soll es den hier durchziehenden Truppen in mehr als zwei Wochen Zeit aber nicht gelungen sein, Reesseln schließlich zu finden. Man zog unverrichteter Dinge weiter und Reesseln blieb verschont. Die versteckte Lage mitten im Wald hatte also auch Vorteile.


    Gruß,
    THW Kiel

  • Das kann ich glauben, denn Reeßeln liegt heute noch irgendwie im Dornröschen-Schlaf und wird so schnell nicht gefunden.


    Eine Radtour ist der kleine Ort aber immer wert, von da aus kann man weiter schön in den Schiering fahren. Oder einfach nur den alten Schulsteig entlang wandern, der in [lexicon]Walmsburg[/lexicon] endet. Mittlerweile ist dieser Weg leider teilweise ziemlich zugewachsen, aber man kann trotzdem sehr gut dort entlang gehen.


    Man mag im ersten Moment gar nicht glauben, dass von da aus die Ballon-Fahrten angeboten werden oder der erfolgreiche Reiterhof Ludwig sich dort befindet.


    Gruß ... Anthony

  • Ja, eine Ballonfahrt vom Kastanien-Hof Reesseln aus habe ich auch schon hinter mir. Es war damals meine erste Ballonfahrt und allein deshalb schon ein Erlebnis von bleibendem Eindruck. Auch war es schön, die Gegend damals von oben sehen zu können. In besonderer Erinnerung ist diese Ballonfahrt auch deshalb, weil es eine sehr unsanfte Landung in der Nähe vn Oetzendorf gab. Es war die unsanfteste Landung, die ich bisher erlebt habe.


    Und der Reiterhof Ludwig ist natürlich auch ein Begriff. Ich glaube, daß die Abgeschiedenheit Reesselns bis heute den besonderen Reiz ausmacht. Immerhin führt die Straße nur dahin, aber nicht durch den Ort.


    Gruß,
    THW Kiel

  • Also mich kriegt ja keiner höher als 1,67!! Deswegen würde ich so einen Korb meiden wie der Teufel das Weihwasser!


    Die Straße führt nicht nur in den Ort, sondern auch da durch. Nur ist sie ab Ortsende nicht mehr befestigt und nur noch ein Sandweg, der nach dem Ort linksrum zur Straße Katemin - Tosterglope führt und rechtsrum zur "Appelchaussee" geht, von da aus kann man wiederum links nach Tosterglope bzw. Köhlingen fahren oder rechtsrum zur Straße [lexicon]Walmsburg[/lexicon] - [lexicon]Barskamp[/lexicon].


    Gruß ... Anthony

  • So ein Korb ist um einiges besser und entspannter als ein Flugzeug oder ein Hubschrauber. Ich würde da jederzeit und immer wieder einstegen. Allein schon wegen der überwältigenden Aussicht lohnt es sich. Ich kann das nur empfehlen. Geringfügig höher als 1,67 Meter kommt aber schon. Meine größte Höhe im Ballon war bis jetzt etwas mehr als 500 Meter.


    Als Rad- und Wanderweg kenne ich den beschriebenen Weg auch. Allerdings wäre ich nie auf die Idee gekommen, diesen als "Durchgangsstraße" durch Reesseln zu nutzen. Wäre das denn überhaupt möglich oder endet die Fahrt früher oder später vor einem Schlagbaum?


    Gruß,
    THW Kiel

  • Nach Reeßeln mit dem Auto ist kein Problem und auch bis zum Ortsende. Es gibt zwar kein Schild, das erkennt man nur daran, dass die Asphaltstraße aufhört aber viel weiter kommt man nicht, nur bis zur Abzweigung links oder geradeaus, links schafft man es tatsächlich bis zur Straße Katemin - Tosterglope, aber wenn man geradeaus weiter will, sollte das Auto besser stehen bleiben, dann kommt ein ganz fieser Sandweg ... Es sei denn, man ist mit dem Trecker unterwegs.
    Aber Reeßeln sollte sowieso besser mit dem Rad oder zu Fuß erkundet werden.
    Und wie eben schon gesagt gibt es den alten Schulsteig mitten durch den Wald, den die Schüler aus Reeßeln damals genutzt haben, um in der Dorfschule in [lexicon]Walmsburg[/lexicon] am Unterricht teilnehmen zu können und der ist wirklich schön zu gehen.


    Gruß ... Anthony

  • Wieviele Gebäude stehen denn da heute noch? Sind welche dazu gekommen oder auch welche abhanden?


    Viele Grüße,
    Nabila


    ***


    „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
    Konrad Adenauer

  • @ Wuestensonne
    Wieviele Gebäude stehen und ob welche hinzu gekommen oder abhanden gekommen sind, kann ich leider nicht genau beantworten. Auf jeden Fall hat es in Reesseln in den letzten Jahren Bautätigkeiten wie andernorts gegeben. Sicher sind dabei auch Gebäude hinzu gekommen bzw. erweitert oder restauriert worden. Wobei sich die Grundstruktur des Ortes in den letzten 50 Jahren praktisch nicht verändert hat. Die Anzahl der in Reesseln (noch) vorhandenen Hofstellen müßte 7 sein.
    Am besten, Du verschaffst Dir selbst einen Überblick. Dazu habe ich Dir ein Luftbild angehängt. Quellenangabe hierfür ist die Seite http://www.stadtplandienst.de Vielleicht hilft Dir das ja etwas weiter.


    Gruß,
    THW Kiel

  • Ich finde Reeßeln ja auch sehr schön und würde gerne öfter dort spazieren gehen oder mit dem Rad durchfahren, doch habe ich leider den Eindruck, dass die Einheimischen das nicht so gerne sehen und ihre abgeschiedene Lage mit allen Mitteln verteidigen. Warum sonst haben sie ihre Hofhunde dort so scharf gezüchtet, dass diese nicht nur ihren Hof verteidigen, sondern einem durchs halbe Dorf noch hinterherrennen und -bellen? Das kann ich nun mal echt nicht ab.

  • @ Chiara: Ich kann gut verstehen, wenn es Dich stört. Dennoch würde ich es so nicht sehen. Eher würde ich es auf die Unbedarftheit der dort lebenden Menschen zurückführen. In einem Dorf wie Reeßeln können Hunde noch frei herum laufen und man muß keine Angst vor durchfahrenden Autos haben. Sicher gehört zu einem guten Hofhund auch eine gewisse Revierverteidigung. Aber für gewöhnlich beißen bellende Hunde nicht. Angst ist nur immer schlecht, denn die spürt ein Hund auch.
    Dieses soll ein Erklärungsversuch sein. Ich kann dennoch sehr gut nachempfinden, daß es Dich stört.


    Gruß,
    THW Kiel