Stille Örtchen für Bürger und Besucher

  • Stille Örtchen für Bürger und Besucher
    Bleckeder Ratsfrau wünscht sich Aktion "nette Toilette" auch in der Elbstadt


    [lexicon]Bleckede[/lexicon]. Wer ein dringendes Bedürfnis verspürt, der möchte sich meist möglichst rasch erleichtern. Damit Touristen und Einheimische auch unterwegs dann in aller Eile ein stilles Örtchen finden, haben Gastronomen und Händler die Aktion „Nette Toilette“ ins Leben gerufen. Die in den Betrieben vorhandenen WCs werden öffentlich zugänglich gemacht, im Gegenzug gibt es von der Stadt eine Aufwandsentschädigung.


    Eine Idee, die Ratsfrau Dagmar Laubsch von der Unabhängigen Wählergruppe [lexicon]Bleckede[/lexicon] (UWB) auch gerne für die Elbestadt hätte und im Rat diskutieren möchte. „Öffentliche Toiletten sind ein leidiges Problem in [lexicon]Bleckede[/lexicon]“, sagt Laubsch, „wenn auch nur die Hälfte der Gastronomen mitmacht, dann hätten wir ein flächendeckendes Toiletten- Netzwerk.“ Dann eine Aufwandsentschädigung zu zahlen, sei zudem günstiger, als eigene öffentliche Toiletten anzuschaffen und zu betreiben.


    Als „schwierig“ beschreibt auch Ernst Tipke die Situation mit den öffentlichen Toiletten und geht mit der Bücherstube mit gutem Beispiel voran. Während der Öffnungszeiten der Bücherstube steht auch jedem Bürger und Besucher die WC-Anlage zur Verfügung. „Eine Aufwandsentschädigung verlangen wir dafür nicht. Es wäre doch schön, wenn andere auch einfach so von sich aus mitmachen würden“, sagt Tipke. Bleckedes Bürgermeister Jens Böther setzt darauf, dass Tipke als gutes Vorbild Nachahmer findet. „Auch Nicht-Kunden auf die Toiletten zu lassen, ist für mich ein Zeichen von Gastfreundschaft.


    Ich störe mich daran, dass die Stadt das regeln und gleich eine Entschädigung zahlen soll.“ Zudem sieht er [lexicon]Bleckede[/lexicon] gut mit öffentlichen WCs versorgt. Außer im Rathaus könnten Bürger und Besucher im ElbSchloss, am Busbahnhof und nach dem Umbau auch wieder [lexicon]am Hafen[/lexicon] öffentliche Toiletten nutzen.


    Der Aktion „nette Toilette“ haben sich bundesweit bereits mehr als 90 Städte angeschlossen. Seit Anfang August lässt die Stadt Lübeck Bürger und Besucher mit ihren dringenden Bedürfnissen nicht mehr allein. Zunächst zwölf Restaurants stellen ihre Toiletten kostenlos zur Verfügung und erhalten dafür von der Stadt eine Entschädigung von 100 bis 150 Euro im Monat.


    Quellenangabe: Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Lüneburg, Ausgabe Nr. 192 vom 19.08.[lexicon]2010[/lexicon], Seite 8

  • Ich jedenfalls käme nicht auf die Idee in einer fremden Stadt, als Tourist ins Rathaus zu marschieren wenn ich mal muss.

  • Doch, durchaus. Das habe ich schon getan, wenn ich irgendwo unkundig war. In Rathäusern muß es auch WC`s geben. Grundsätzlich sind diese auch für alle da, denn sie gehören ja der Allgemeinheit.


    Gruß,
    THW Kiel