Die kleine Andacht

  • von Pastor Stefan Giesel, [lexicon]Barskamp[/lexicon]


    Selbstbewusstsein und Stärke


    Peter Scholl-Latour, Publizist und Islam-Kenner, sagte kürzlich in der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ sinngemäß: „In dem Maße, in dem der Islam in Deutschland im Glauben erstarkt und entsprechend an Selbstbewusstein gewinnt, in dem Maß erlahmt der christliche Glauben in unserem Land und mit ihm das Selbstbewusstsein der Christen.“
    Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass die von Thilo Sarrazin geschürten Ängste vor glaubensstarken und selbstbewussten Muslimen auf fruchtbaren Boden fallen und eine kontroverse Diskussion ausgelöst haben. Denn eine ursprünglich christlich geprägte Gesellschaft und Kultur, die sich selbst ihrer religiösen Wurzeln und ihres Glaubens nicht mehr sicher ist, kann nur Ängste angesichts eines starken und selbstbewussten muslimischen Gegenübers empfinden, wenn sie selbst von dem Thema des Glaubens keine Ahnung mehr hat und nicht mehr weiß, was es bedeutet, religiös verankert zu sein.
    Wie gehen wir nun in diesem Land mit diesem oftmals aus der Diskussion ausgeblendeten Thema des Glaubens um? Wie tun wir das vor dem Hintergrund, dass Bundespräsident Wulf gesagt hat, dass auch „der Islam zu Deutschland gehört“? Es kann nur einen Weg geben: Sich wieder einem starken, selbstbewussten und christlichen Glauben zuzuwenden und sich seiner zu vergewissern! Ein starker und selbstbewusster christlicher Glaube – nicht gemeint im Sinne der Kreuzzüge, die im Mittelalter Unheil und Tod über weite Teile der damals bekannten Welt gebracht haben. Sondern stark und selbstbewusst im Sinn einer Rückbesinnung auf das Evangelium Jesu Christi, das heißt friedlich und liebevoll sich dem Menschen zuzuwenden, ohne dabei nachgiebig und lasch zu sein!
    Es geht nicht darum, dem anderen seinen Glauben abzusprechen oder schlecht zu machen. Wohl aber geht es um das eigene starke und selbstbewusste Bekenntnis, das in unserer Gesellschaft und Kultur verankert ist, um anderen auf Augenhöhe zu begegnen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
    „Heile du mich, Herr, so werde ich heil!“ So lautet der Wochenspruch aus dem Buch des Propheten Jeremia für die kommende Woche. Dort, wo wir in unserer Gesellschaft und Kultur unseren Glauben verloren haben und orientierungslos dem Islam kein eigenes christliches Bekenntnis mehr entgegenzusetzen haben, auch dort ist Unheil geschehen. Dem gilt es selbstbewusst und stark entgegen zu treten.
    Stefan Giesel


    Quellenangabe: Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Lüneburg, Ausgabe Nr. 236 vom 09.10.[lexicon]2010[/lexicon], Seite 6.


    Gruß,
    THW Kiel

  • Stefan Giesel hat mit seinem Bericht genauso Recht wie Thilo Sarrazin mit seinen Äußerungen. Nur darf man das natürlich nicht laut aussprechen. Wir Deutsche bewegen uns doch auf immer dünner werdendem Eis.
    Unsere Vergangenheit ist nicht zu leugnen, keine Frage.
    Aber warum widersetzen sich z. B. türkische Fussballfans dem Verbot, im Berliner Olympia-Stadion während des "Auswärtsspiels" der Deutschen Nationalelf Bengalen-Feuer anzuzünden?
    Die Schweiz fragt sich laut einem Fernsehbericht, der vor längerer Zeit lief, warum Deutschland immer noch so still hält.


    Gruß
    ... Anthony ...

  • Wenn Sie wirklich etwas erleben möchten, bereiten Sie sich doch mal auf ein Abenteuer vor, wie Sie es sich niemals hätten vorstellen können.


    1. Gehen Sie illegal nach Pakistan, Afghanistan, in den Irak, Marokko oder in die Türkei.


    2. Sorgen Sie sich nicht um Visa, internationale Gesetze, Immigrationsregeln oder ähnliche überflüssige Vorschriften.


    3. Wenn Sie angekommen sind, fordern Sie umgehend von der lokalen Behörde eine kostenlose medizinische Versorgung für sich und Ihre ganze Familie.


    4. Bestehen Sie darauf, dass alle Mitarbeiter bei der Krankenkasse Deutsch sprechen und dass die Kliniken Ihr Essen nur so zubereiten, wie Sie es aus Deutschland gewohnt sind.


    5. Bestehen Sie darauf, dass alle Formulare, Anträge und Dokumente in Ihre Sprache übersetzt werden.


    6. Weisen Sie Kritik an Ihrem Verhalten zurück in dem Sie ausdrücklich betonen "Das hat mit meiner Kultur und Religion zutun, davon versteht Ihr hier nichts!".


    7. Behalten Sie unbedingt Ihre ursprüngliche Identität. Hängen Sie eine deutsche Fahne ans Fenster (am Auto geht es auch, vergessen Sie das nicht).


    8. Sprechen Sie sowhl zuhause als auch anderswo nur Deutsch und sorgen Sie auch dafür, dass Ihre Kinder sich ähnlich verhalten.


    9. Fordern Sie unbedingt, dass an Musikschulen deutsche Volksmusik und Schuhplattln unterrichtet wird.


    10, Verlangen Sie sofort und bedingungslos einen Führerschein, dazu eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung und was Ihnen sonst noch so einfallen könnte.


    11. Betrachten Sie den Besitz dieser Dokumente als eine Rechtfertigung Ihrer illegalen Präsenz in Pakistan, Afghanistan, dem Irak, Marokko oder der Türkei.


    12. Lassen Sie sich nicht diskriminieren, bestehen Sie auf Ihr gutes Recht, verlangen Sie Kindergeld.


    13. Fahren Sie ohne Autoversicherung denn die ist nur für die Einheimischen erforderlich.


    14. Bestehen Sie darauf, dass Beamte, Polizisten, Gerichte Sie höflich behandeln und respektieren. Sonst organisieren Sie Protestzüge gegen Ihr Gastland und dessen Einwohner.


    15. Unterstützen Sie ausnahmslos Gewalt gegen Nicht-Weiße, Nicht-Christen und gegen eine Regierung, die Sie ins Land gelassen hat.


    16. Verlangen Sie, dass Ihre Frau (auch wenn Sie sich inzwischen vier davon angeschafft haben) sich nicht vermummen muss, keine Burka zu tragen hat.


    Wir wünschen Ihnen dabei viel Glück!


    (In Deutschland ist das alles möglich...)


    Der Udel

  • In Deutschland ist das alles möglich..

    Ja, genau und deswegen unterscheiden wir uns auch deutlich von den aufgezählten Ländern, deswegen kann man solche Meinungen öffentlich vertreten, ohne dafür mit oder ohne Prozeß ins Gefängnis zu kommen und auf diese Errungenschaft sollten wir stolz sein.
    Ob die Liste der aufgeführten Taten und UNtaten wirklich repräsentativ ist, vermag ich nicht beurteilen, bezweifle es aber. Was ich aber nicht bezweifle, ist, dass durch solche Texte Vorurteile gestärkt werden! Ich kenne sehr viele Menschen aus anderen Ländern, die in Deutschland wohnen, arbeiten, leben; die Deutsch manchmal besser sprechen als so mancher Deutsche. Und es gibt natürlich auch die anderen, die Schmarotzer - aber sind das wirklich alles nur Ausländer oder sind da nicht auch jede Menge Deutsche dabei. So ist das nun mal: Jede Gesellschaft hat solche und sohne Bürger und die Stärke einer Gesellschaft ist ihre Fähigkeit zur Solidarität. Die scheint uns aber langsam zu verlassen und ich kann nur hoffen, dass sie wieder zu alter Stärke findet und wir uns Gedanken darum machen, wie wie wir selber, jeder von uns dazu beitragen kann. Solidarität mit dem Nachbarn, mit dem Schwächeren, mit dem Andersartigen.
    Das versucht zu leben und wünscht sich pixel-line

  • Das Geheimnis der von pixel-line angesprochenen Solidarität dürfte in einem engen Zusammenhang zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit stehen. Solange es uns überdurchschnittlich gut gegangen ist, hat das alles kaum eine Rolle gespielt. In den letzten Jahren und in der heutigen Zeit, in der es mehr und mehr bergab geht, scheint es eine Rolle zu spielen. Die Leiter raufzurutschen ist bekanntlich immer einfacher, als sie herunterzurutschen.


    Im übrigen haben unsere Politiker wohl auch versagt. In Zeiten der Arbeitskräfteknappheit wurden massenweise Gastarbeiter nach Deutschland gelockt. Damals haben sich nur wenige über die Folgeerscheinungen Gedanken gemacht. Als sich erste Proteste manifestierten, haben unsere Politiker bis heute einfach weggesehen. Losgelöst von der Stichhaltigkeit und der Berechtigung der Proteste haben sie damit deutlich gemacht, wie ernst sie das Volk nehmen. Ich glaube, daß nicht zuletzt hier die Ursache dafür zu suchen ist, daß viele Deutsche sich inzwischen ungerecht behandelt fühlen.


    Ein ganz aktuelles Beispiel konnten wir in den letzten Tagen alle miterleben. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat versucht, die Sachen etwas in Worte zu fassen. Er hat etwas gefordert, was in deutlich wohlhabenderen Ländern wie der Schweiz Normalität ist. Eine Zuwanderungsbegrenzung. Auch in diesem Fall gestaltet sich die Diskussion leider in der Form, daß Herr Seehofer abgetan wird und eine Welle der Entrüstung aus allen demokratischen Lagern über ihn hereinbricht. Solange das so ist, werden wir die ohne Frage bestehenden Probleme nicht lösen können. Gleichzeitig erhalten Beiträge wie der von Udel solange zusätzlichen Nährboden.


    Ich würde mir wünschen, daß die politischen Entscheidungsträger endlich aufwachen und beginnen, des Volkes Meinung sowie die vorgetragenen Sorgen und Nöte ernst zu nehmen.


    Gruß,
    THW Kiel

  • Es ist immer sehr interessant wie sich im Ausland lebende Deutsche benehmen. Ich spreche nicht von Touristen. All die Dinge die Udel beschrieben hat, werden schonungslos eingefordert und dabei noch fleissig beim Deutschen Vater Staat kassiert ... weiterer Bezug von Arbeitlosengeld oder Sozialhilfe, wie auch gern Kindergeld. Und man prahlt gern damit, sich auf solchen Wege die Kasse zu füllen.


    Viele Grüße,
    Nabila


    ***


    „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
    Konrad Adenauer

  • Zitat

    Denn eine ursprünglich christlich geprägte Gesellschaft und Kultur, die sich selbst ihrer religiösen Wurzeln und ihres Glaubens nicht mehr sicher ist, kann nur Ängste angesichts eines starken und selbstbewussten muslimischen Gegenübers empfinden, wenn sie selbst von dem Thema des Glaubens keine Ahnung mehr hat und nicht mehr weiß, was es bedeutet, religiös verankert zu sein.
    Es geht nicht darum, dem anderen seinen Glauben abzusprechen oder schlecht zu machen. Wohl aber geht es um das eigene starke und selbstbewusste Bekenntnis, das in unserer Gesellschaft und Kultur verankert ist, um anderen auf Augenhöhe zu begegnen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
    „Heile du mich, Herr, so werde ich heil!“ So lautet der Wochenspruch aus dem Buch des Propheten Jeremia für die kommende Woche. Dort, wo wir in unserer Gesellschaft und Kultur unseren Glauben verloren haben und orientierungslos dem Islam kein eigenes christliches Bekenntnis mehr entgegenzusetzen haben, auch dort ist Unheil geschehen. Dem gilt es selbstbewusst und stark entgegen zu treten.
    Stefan Giesel


    Es tut mir ja wirklich leid, aber einen noch groeßeren Bloedsinn kann man nicht von sich geben. Zum Einen ist es absolut egal, wer an den Weihnachtsmann glaubt oder nicht. (Oder an den Osterhasen) Ich halte vom "Glauben" peroehnlich nicht allzu viel, wie man merkt. Fuer micht der groeßte Unsinn, den es gibt. Und das Schlimmste an Religionen allgemein finde ich, das so etwas den Kindern eingetrichtert wird. Zurueck zum Thema: Das eigentliche Problem mit dem Muslim liegt nicht darin begruendet, das immer mehr Menschen ihn in Deutschland ausleben und die "Christen" verdraengt werden. Das Problem sind diese verblendeten Spinner die ihren eigenen Glauben dadurch gefaehrdet sehen. Diese Leute sollten vielleicht mal drueber nachdenken, wovor sie eigentlich Angst haben. Und vielleicht auch mal ueberlegen, warum sie so einem Schwachfug ueberhaupt hinterherrennen und ihr Leben danach ausrichten. Dann waere es ihnen naemlich auch egal, ob ihr Gegenueber nun an den Nikolaus oder an Vampire glaubt.

  • Ich bin der Meinung, dass - es mal wieder - auch an der Erziehung liegt. Wenn ich meinen Kindern von klein an eintrichter, dass die Welt schlecht ist und diese und jede Gruppen nicht auf den Planeten gehören, dann lernen sie das so.


    Siehe drittes Reich oder die ganzen Glaubenskriege.


    Nicht alle Menschen glauben aber an das was man ihnen erzählt und das ist gut so. Jeder soll glauben an was er mag. Aber spätetestens bei Gewalt hört mich der Glaube auf. Ich akzeptiere jede Religion, sofern sie gewaltfrei bleibt. Glaubensrechte, die gegen Menschen gehen, sind aus meiner Sicht keine Glaubensrichtungen.
    Und, wenn man in einem anderen Land ist, darf man gerne seine Religion ausüben, aber den Regeln und Gesetzen des jeweiligen Landes entsprechend. Man sollte seinen Glauben anderen nicht aufdrängen.

  • Das Hauptproblem dürfte nicht im Glauben selbst liegen. Vielmehr sehe ich in der jeweiigen menschlichen Fehlinterpretation das Hauptproblem. Falsch verstandener Glaube führt häufig zu Gewalt und Unterdrückung. Es kann bestimmt nicht im Sinne eines Glaubens sein, wenn Andersgläubige ermordet oder anders beseitigt werden oder man versucht, sie durch gezielte Einschüchterungsmaßnahmen zu unterdrücken. Leider kommt derartiges häufig "im Namen eines Glaubens" vor.


    Gerade dann, wenn im Zusammenhang mit der Achtung vor andersgläubigen Menschen gesprochen wird scheinen häufig diejenigen, die es für sich einfordern die zu sein, die sich anderen gegenüber alles andere als achtungsvoll und tolerant verhalten. Es ist ein sehr heikles Thema, grenzwertig wird das alles spätestens an der Stelle, wo den Menschen ein Glaube aufdiktiert und eine freie Entscheidung genommen werden soll.


    Gruß,
    THW Kiel

  • Dem Beitrag von Udel kann ich fast nichts hinzufügen, außer, dass ich auf so ein Abenteuer gern verzichte!! Die Gedanken finde ich schon ziemlich gut durchdacht und gut durchgesponnen. Hätte auch was im Reisebüro-Schaufenster, frei nach dem Motto "Wollen auch Sie denn Alltag hinter "Ihnen" lassen ..."


    Unser Land ist nun mal ein Zuwandererland und wenn man bedenkt, dass vielen Asylanten und Zuwanderern im eigenen Land harte Strafen wie Folter oder gar Todesstrafe für geringfügige Vergehen drohen, ist es doch kein Wunder, dass diese Leute erstmal in "zivilisierteren" Ländern wie Deutschland Zuflucht und Hilfe suchen. Auch weil Deutschland sich immer noch nicht von seiner Vergangenheit lösen kann, ob aufdiktiert oder nicht. Big brother is watching you.


    Nur, es scheint so, als würden wir tatsächlich überschwemmt werden. Und wenn ich dann in den Nachrichten höre, dass hier Fachkräftemangel herrscht und dieser gern über ausländische Facharbeiter abgedeckt wird, geht eine Rechnung schon wieder nicht auf: Haben wir keine eigenen Fachkräfte? Sitzen die als HartzIV-er tagein tagaus auf dem Sofa? Dann sollten die mal flugs wieder reanimiert werden, damit gleichzeitig die Arbeitslosenquote sinkt. Und wenn dann noch ein wenig härter mit Integrationsverweigerern durchgegriffen wird, könnten wir auch schnell den Begriff "Deutschenfeindlichkeit", wie Frau Familienministerin Köhler ihn jüngst verwendet hat, schnell wieder vergessen.


    Gruß
    ... Anthony ...