Kunst in Bleckede und überhaupt

  • Ich eröffne mal hier eine mögliche Fortsetzung des Themas "Was ist Kunst und was macht sie aus".

    Ich muß THW Kiel in Teilen recht geben: Bei meiner Aussage war ich allerdings von meiner persönlichen Sichtweise ausgegangen. Als ich dann aufgrund seiner Antwort ein wenig recherchierte, stieß ich auf Texte zum Bauhaus. Gerade Bauhaus-Gründer Gropius war Vorreiter einer Kunst, die auch zweckmäßig war. In Wikipedia habe ich dazu folgende Textstelle gefunden:
    Das Kunstgewerbe umfasst die handwerkliche, maschinelle oder industrielle Herstellung von Gebrauchsgegenständen mit künstlerischem Anspruch.
    Der Begriff Angewandte Kunst umfasst dabei alle Bereiche kunstgewerblichen Schaffens: Weitere Begriffe für Gegenstände, die auch als Kunstgegenstände verstanden werden, sind Gebrauchskunst oder dekorative Kunst. ([lexicon]Quelle[/lexicon]: http://de.wikipedia.org/wiki/Kunstgewerbe)
    Also stelle ich fest, der Begriff Kunst ist mittlerweile so erweitert worden, dass er auch Gebrauchsgegenstände einbeziehen kann.


    Ich erinnere allerdings während der Vorbereitung der Woche der Kunst in [lexicon]Bleckede[/lexicon] die Aussage eines Bleckeder Künstlers, der sagte, an dieser Ausstellung von "Hobbykünstlern" wolle er sich nicht beteiligen.
    Also auch unter Künstlern gibt es anscheinend unterschiedliche Interpretationen des Begriffes Kunst.
    [Blockierte Grafik: http://wolf-momm.de/bleckede/wcf/images/smilies/ok.gif] bleckMan

  • Es kommt tatsächlich ganz entscheidend auf denjeweiligen Blickwinkel an. Und gerade bei einigen Künstlern dürfte sich auch eine gewisse Überflieger- oder Ignoranzmentalität eingeschlichen haben. Damit möchte ich ausdrücken, daß ihr Horizont sich auf das Spektrum ihres eigenen Schaffens beschränkt und sie abseits vom Weg leider wenig sehen. Damit dürfte auch zu erklären sein, daß sich einige Künstler nicht an Ausstellungen des Volkes beteiligen mögen.


    Was die einzelnen Interpretationsformen von Kunst angeht bin ich mir ziemlich sicher, daß selbst hier im Forum jeder etwas anderes für sich sehen wird. Von daher konnte es in meinem vorherigen Beitrag auch nur so sein, daß ich meinen persönlichen Standpunkt darlege. Auch wenn ich vieles was heute als Kunst läuft, nicht als solche sehe, sehe ich durchaus auch Gebrauchsgegenstände oder andere Gegenstände des täglichen Lebens, die eine künstlerische Gestaltung erfahren können.


    Dabei kann man sicher über den Einzelfall streiten. Für mich selbst beginnt diese Form der Veränderung / Gestaltung bei so simplen Dingen wie beispielsweise einer besonderen Bierflasche und endet bei Bauwerken wie dem Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen, dem ebenfalls von ihm gestalteten Heizkraftwerk in Wien oder auch dem von Walter Gropius gestalteten Bauhaus in Dessau.


    Wichtiger als die Kunst selbst finde ich die Freiheit in der Betrachtung. Gleichermaßen sollte akzeptiert ob jemand eine Sache als Kunst betrachtet oder nicht. Geschmäcker sind ebenso verschieden wie Betrachtungen - und das ist gut so.


    Gruß,
    THW Kiel