Schulthemen (Bleckede)

  • ;) Schön, dann lernen wir uns mal kennen!


    Stephie


    PS Wie findest du den Spruch von Keith Richadrs? Passt doch wie die Faust auf`s Auge!

    Ob es Glück oder Unglück bingt, wenn einem eine schwarze Katze über den Weg läuft, hängt davon ab, ob man ein Mensch ist oder eine Maus. Max O`Rell

  • Der Landeselternrat Niedersachsen ist aus dem Verband des Bundeselternrates ausgetreten. Begründung: der Vorsitzende des Bundesverband würde einseitig für die Durchsetzung der Einheitsschule Partei ergreifen.


    http://www.bundeselternrat.de/index.php?id=29


    http://www.stadtelternrat-hannover.de/landeselternrat.htm




    Ich finde dieses Vorgehen unangemessen.


    Ohnehin glaube ich, dass je weniger Schüler wir in Zukunft flächendeckend mit Bildung versorgen müssen, desto wahrscheinlicher wird die Einheitsschule. dann allerdings aus Kostengründen.


    Schon früher wurden verschiedene Klassenstufen gerade im ländlichen Bereich zusammen unterrichtet.


    Augenblicklich wird die dringend erforderliche Reform des 3 -gliedigen Schulsystems noch verhindert. Ich mutmaße aber, spätestens wenn es sich in der Fläche als wirtschaftlicher erweist und man Schulen wegen Schülermangels schließen will, wird sich diese idiologsche Haltung gegen die Einheitsschule verändern (müssen).


    Oder aber wir werden nicht mehr an Bildung sparen und kleine Schulen und kleine Klassen finanzeren.


    Oder wir werden weiter den Weg nach unten fortsetzen und zum Entwicklungsland in Sachen Bildung.


    Die Spatzen pfeifen es von den Dächern! In Neetze bei Edeka hängt an der Fleischeri ein Schild:


    Es lautet inhaltlich etwa so:


    Computerfachleute gibt es in Indien.
    Gutes Fleisch bekommt man hier.


    ( Ich werde es nachher noch einmal genau nachlesen und dann hier korrelter zitieren!)


    Weniger Kinder brauchen mehr Bildung - Wie Kommunen bei sinkenden Bevölkerungszahlen in Zukunft investieren können


    Hier könnt ihr weiterlesen:


    http://www.innovations-report.…schaft/bericht-56494.html

    Ob es Glück oder Unglück bingt, wenn einem eine schwarze Katze über den Weg läuft, hängt davon ab, ob man ein Mensch ist oder eine Maus. Max O`Rell

  • Jede Woche eröffnet in Deutschland eine neue [lexicon]Privatschule[/lexicon]. Die Gründer sind engagierte Eltern, Firmen und auch Stars wie Nena. Das Ziel: bessere Betreuung und mehr Förderung für die Kinder.


    Die Kinderkosmos Schule in Esslingen bei Stuttgart hat keinen Hausmeister, keine Sekretärin, nicht einmal eine Putzfrau. "Das machen wir alles selbst", erklärt Stephanie Göhr, Mutter von zwei Kindern. Zum Beispiel an diesem Samstag: Schlosser Christoph Tropschuh bearbeitet mit der kreischenden Flex das Treppengeländer. Computerfachmann Oliver Laabs flickt den Zaun, Zahnärztin Kathrin Steinbach kehrt den Gehweg, und Buchautorin Stephanie Göhr erklärt einem interessierten Elternpaar die Idee der Schule.


    Ob es darum geht, Materialien für den Unterricht zu beschaffen, Küche, Klo und Klassenzimmer zu putzen oder dem Lehrer zu assistieren - in Esslingen ist das alles Elternsache. Mindestens 20 unbezahlte Arbeitsstunden pro Monat leisten diese in der Regel. Doch niemand meckert. Auch nicht über die 250 Euro Schulgeld monatlich.


    Quelle und mehr Informationen

  • Ich denke, die Entwicklung der nächsten Jahre wird uns lehren, daß der Trend nur zu mehr Eigeninitiative gehen kann. Die öffentlichen Kassen sind schon jetzt chronisch leer - das wird sich auf absehbare wohl Zeit kaum bessern. Nicht übersehen darf man in diesem Zusammenhang, daß uns eine besondere Verantwortung für die nachfolgenden Generationen zuteil wird.


    Deshalb denke ich, daß Eigeninitiative generell ein sehr guter und richtiger Weg ist. Wir müssen von diesem Denken ala "Der Staat wird machen!" oder "Der Staat muß machen!" wegkommen. Wer ist denn der Staat? Das sind wir alle, die sogenannte Allgemeinheit, also jeder von uns zu einem kleinen Teil...


    Ob die hier geschilderte Form der Eigeninitiative nun konkret ein guter Weg ist, kann ich nicht beurteilen. Auf mich wirkt es aber gut, denn die dort praktizierte Eigenverantwortlichkeit dürfte nicht zuletzt für eine bessere Identifikation des einzelnen mit dieser Schule bedeuten. Das dürfte nicht zuletzt dazu führen, daß insgesamt verantwortungsbewußter mit allem umgegangen wird.


    Gruß,
    THW Kiel

  • Hauptgrund der privatisierten Schulen seien ja ja u.a. die sozialen Aspekte. Aber auch diese werden auf privaten Schulen nicht unbedingt wesentlich besser sein, als auf staatlichen Schulen.


    An privaten Schulen hat man vielleicht ne bessere Übersicht, da kleinere Anzahl an Schülern.


    ABER: Der Wissenstand der Schüler würde dann weiter auseinander gehen.


    Nicht die privaten Schulen, sondern die großen Klassen und die zu geringen Lehrkräfte bzw. Pädagogen sind aus meiner Sicht zu ändern.

  • Bundespräsident Horst Köhler sagte:


    Ich weiß um die schwierige Kassenlage der Länder, und ich kenne die Nöte der Haushaltspolitiker. Aber ohne ausreichende und effektive Bildungsausgaben wird der Weg zu gesunden Staatsfinanzen noch schwieriger. Deshalb müssen wir den Mut und die politische Kraft haben, anderes zugunsten der Bildung zurückzustellen. Bildung ist die wichtigste Investition, die unsere Gesellschaft und jeder Einzelne tätigen kann. Wer an der Bildung spart, spart an der falschen Stelle.


    "Es gibt nur eine Sache auf der Welt, die teurer ist als Bildung - keine Bildung." (John F. Kennedy)


    Der Mann ist klug! Er weiß, dass in anderen Ländern für Bildung viel mehr geld bereitgestellt wird. In Sakandinavien machen 60 -75% eines schülerjahrgangs Abitur. In anderen Ländern ist es ähnlichnur Deutschland aber ist zufrieden mit 20 - 30 %. Das problem dabei ist, dass wir zukünftig anspruchsvllen Aufgaben nicht mehr gerecht werden können. Ohne Bildung werden wir in den Wissengesellschaften von morgen die" Restarbeiten" durchführen. Billige Arbeitskäfte gibt es aber leider schon genug auf der Welt.


    Klassen mit 33 Schülern in viel zu kleinen Räumen, das ist schon Punkt 1 der drigend benötigten Veränderunegn! In sochen großen Gruppen ist keine moderne pädagogisches Arbeit möglich. Um das einzelne Kind kann sich kein Pädagoge kümmern. Kein Wunder, dass Eltern ihre Kinder an Privatschulen geben, sofern sie es sich leisten können. Allein die unrihige Arbeitsatmosphäre kostet jedem Kind Energie und Konzentration!

    Ob es Glück oder Unglück bingt, wenn einem eine schwarze Katze über den Weg läuft, hängt davon ab, ob man ein Mensch ist oder eine Maus. Max O`Rell

  • Moin Moin,


    wie schon einmal geschrieben bin ich kein Freund vom "Artikel irgendwo rauskopieren und hier posten" ...


    Wenn das so sein soll, dann aber bitte komplett ... sonst wird der Inhalt ggf. verfälscht ...


    Link zum Artikel auf stern.de>>>


    Kommentar


    Weg damit!
    Von Doris Schneyink


    Jetzt ist es offiziell: Die UN fordert, Gymnasien, Haupt- und Realschulen in Deutschland abzuschaffen und stattdessen eine Gesamtschule für alle einzurichten. Der Grund: Kinder aus sozial schwachen Familien würden durch das dreigliedrige System benachteiligt. Stimmt!


    UN-Sonderberichterstatter Vernor Muñoz Villalobos trifft mit seiner Forderung, das dreigliedrige deutsche Schulsystem abzuschaffen, einen empfindlichen Nerv der deutschen Gesellschaft. Allein das Wort [lexicon]Gymnasium[/lexicon] löst bei denen, die es besucht haben - und das ist immerhin fast die gesamte politische und ökonomische Elite - nostalgische Erinnerungen aus. Die Deutschen hängen an dieser Schulform wie ein Kind an seinem Lieblings-Stofftier. Und das soll ihnen nun weggenommen werden?


    Dabei hat Villalobos Recht: Mit den Studien, die seine These nachweisen, kann man ganze Bibliotheken füllen. Sie alle zeigen: Bildung ist in Deutschland nach wie vor ein Privileg der Privilegierten. 72 Prozent der Kinder aus sozial gehobenen Familien studieren, aber nur zwölf Prozent der Arbeiterkinder. Grundschullehrer geben Kindern aus Akademikerfamilien viel schneller eine Empfehlung für das [lexicon]Gymnasium[/lexicon] als Kindern aus sozial schwachen Familien. Fast nirgendwo sonst auf der Welt werden Kinder so früh, also schon mit zehn Jahren, in gut, mittel und schlecht eingeteilt.


    Frühe Selektion verringert den Einfluss der Begabung
    Diese frühe Selektion erhöht den Einfluss der Familien auf den Bildungserfolg - und verringert den Einfluss der tatsächlich vorhandenen Begabungen. Bildung wird in Deutschland vererbt. Das ist nicht nur ungerecht, sondern ökonomischer Wahnsinn. Die Wirtschaft braucht in Zukunft viel mehr Akademiker als bisher. Jobs für gering Qualifizierte werden dagegen rar. Viele einfache Industriearbeitsplätze sind längst wegrationalisiert oder ins Ausland verlagert worden, und dieser Trend hält an. Hauptschüler spüren genau, dass sie zu den Verlierern gehören: Jeder Zweite sagt, er wünschte sich, das Abitur zu haben.


    In Australien, Schweden oder Finnland liegt die Studienanfänger-Quote bei 70 Prozent, in Deutschland bei gerade mal 37 Prozent. Es kann nicht sein, dass die kleinen Schweden, Finnen und Australier alle klüger auf die Welt kommen als deutsche Kinder. Sie werden einfach besser gefördert.


    Bildungsministerin Annette Schavan sagt, das deutsche System sei eine "Erfolgsgeschichte". Es war vielleicht mal eine Erfolgsgeschichte. Heute tritt es die Chancengleichheit mit Füßen. Es gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.



    In diesem Sinne ... denn genau so ist der Artikel veröffentlicht worden ...

  • Ich bin eben auf die folgende Frage gekommen und bin schon gespannt auf die Antworten.


    Wer von Euch beherrscht denn die Plattdeutsche Sprache?


    Ich selber verstehe es zwar und kann es auch lesen, aber schreiben oder gar sprechen sind bei mir gleich null. Obwohl mein Urgroßvater und desen Töchter es regelmäßig früher zu Hause gesprochen haben.


    Viele Grüße,
    Nabila


    ***


    „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
    Konrad Adenauer

  • Was heißt denn "beherrschen"?
    Ich kann es sowohl verstehen als auch selbst sprechen - wobei es gerade bei der niederdeutschen Sprache sehr in Relation zu sehen ist. Sie wird oft schon von einem Dorf zum nächsten ganz unterschiedlich gesprochen.
    Gruß,
    THW KIel

  • Meine verstorbenen Eltern sprachen oft miteinander Plattdeutsch. Die Kinder sollten kein Plattdeutsch sprechen, um nicht in der Schule Schwierigkeiten im Fach Deutsch zu bekommen.
    Ich finde Plattdeutsch eine schöne Sprache, besonders wenn jemand in dieser Mundart schimpft.
    Leider kann ich diese Sprache nicht selber sprechen oder schreiben, aber ich verstehe vieles.


    Eigentlich müßte die Sprache gepflegt werden, dass heißt auch gesprochen werden. Junge Leute können mit ihr selten noch etwas anfangen, sprich sie sprechen denn geschweige verstehen. Eigentlich ist diese Entwicklung schade. Aber was kann man tun?????????????????????


    Gruß
    Manni

  • Unsere deutsche Sprache -in Wort und Schrift- stellt ein Kulturgut dar, dem wir uns nur bewußt sein müssen. Neben der niederdeutschen Sprache konnte ich bei meiner Oma auch die Sütterlin-Schrift erlernen. Beides kommt mir heute oft zugute, nicht zuletzt bei meinen regelmäßigen Besuchen im Archiv des Landkreises.


    Ich hoffe daß es gelingt, diese Kulturgüter auch zukünftig zu erhalten. An einigen Schulen wird in den letzten Jahren wieder vermehrt auf die niederdeutsche Sprache gesetzt - ohne Frage ein Schritt in die richtige Richtung. Ebenso würde ich mir wünschen, daß auch die Sütterlin-Schrift nicht ganz ausstirbt. Dann nämlich wird in ca. 30 bis 50 Jahren kein Mensch mehr alte Akten und Urkunden entziffern können. Mit der Sprache selbst verhält es sich ähnlich - oft hilft es ungemein, zu wissen wie sich früher im Niederdeutschen ausgedrückt wurde, wenn man den Sinn eines alten Schriftstückes erfassen will.


    @ Manni: Wir dürfen nicht locker lassen und jeder von uns sollte, sofern er in der Lage dazu ist, seinen Teil dazu beitragen, daß diese Kulturgüter nicht völlig in Vergessenheit geraten und/oder ganz aussterben.


    Gruß,
    THW Kiel

  • Plattdeutsch höre ich sehr gern. Für mich ist es schon eine klangvolle Mundart. Während meiner Schulzeit wurde es nicht angeboten, aber es gab so eine Art Förderkreise und auch Wettbewerbe.


    Zitat

    Die Kinder sollten kein Plattdeutsch sprechen, um nicht in der Schule Schwierigkeiten im Fach Deutsch zu bekommen.


    Das ist damals wie heute wohl immer noch ein Vorurteil. Unsere Kinder wachsen 3-sprachig auf. Arabisch-Deutsch-Englisch. Dabei sollte man natürlich nicht erst beginnen, wenn die Kinder bereits älter sind.


    Viele Grüße,
    Nabila


    ***


    „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
    Konrad Adenauer

  • @ The White Wolf: Ich hatte an anderer Stelle schonmal irgendwann ein paar "Sssüh-Geschichten" aus der [lexicon]Bleckeder Zeitung[/lexicon] eingestellt. Diese sind in niederdeutscher Sprache. Ich habe davon noch enige weitere - das hätte zugleich den Vorteil, daß man nicht nur das neiderdeutsche Sprachgut pflegt, sondern gleichzeitig auch noch heimatgeschichtliches Wissen vermitteln könnte.


    Ich will mal sehen, ob ich es demnächst schaffen, nochmal etwas zu dem Thema einzustellen.


    Gruß,
    THW Kiel