Strompreiserhöhung des KW Bleckede

  • Drastische Strompreiserhöhung des Kraftwerk [lexicon]Bleckede[/lexicon] ( KWB )



    Viele Bürger bekamen per Post das Schreiben des KWB mit der Erhöhung des Strompreises
    und der gleichzeitigen einseitigen Kündigung des Vertrages zum 01. Aug. [lexicon]2007[/lexicon]. Den meisten Bürgern ist es noch nicht bewusst, dass eine Erhöhung von 11 Prozent auf sie zukommen wird, wenn sie den Vertrag unterschreiben.
    Auch die neuen Geschäftsbedingungen des KWB ist ein reiner Knebelvertrag der automatisch dann anerkannt wird. Da das KWB in seinem Anschreiben betont, aufgrund der Mehrbelastungen aus dem erneuerbarer Energie Gesetz ( EEG ) und der Mehrbelastung aus dem Kraft-Wärme-Kopplungs Gesetzt ( KWKG ) mussten die Preise angehoben werden.


    Auf meine schriftliche Anfrage beim KWB , sie möchten mir doch mal mitteilen, wo ich diese Prozentzahlen nachvollziehen kann, da diese auf der Homepage vom KWB nicht zu finden sind, so bekam ich vom Geschäftsführer des KWB dann die schon etwas arrogante Antwort, er wüsste nicht von was ich spreche und schickte mir eine Stromkurve wo ich entnehmen konnte, wie die Strompreise sich entwickelt haben.
    Wenn der Geschäftsführer des KWB solch eine dumme Antwort gibt, dann frage ich mich, ist der Mann da etwa auf dem verkehrten Posten, denn er selbst hat dieses Schreiben an die Bürger versendet und begründet seine Stromerhöhung mit den gestiegen Mehrkosten aus dem EEG/KWK Gesetz und er verwendete dazu auch diese Abkürzungen.
    Auf eine zweite Anfrage hin, indem ich ihm seine eigenen Abkürzungen ausgeschrieben darstellte, bekam ich dann keine Antwort mehr.


    Nach 4 Tagen rief ich bei der Sachbearbeiterin an und diese konnte mir bis auf eine Erhöhung genau sagen, wo dies zu finden ist. Warum dies auf der Internetseite vom KWB nicht veröffentlich wurde, konnte sie nicht sagen. Hier sieht man mal wieder, das ein Geschäftsführer von solch einem kleinem Familienunternehmen doch einiges an Fachwissen fehlt und er dies mit nicht Beantwortung von Kundenschreiben versucht zu vertuschen..


    Es ist traurig, wie das KWB mit seinen Kunden umspringt, aber auch dies zeigt , das man kein Interesse an seinen Kunden hat und diese nur versucht abzuzocken.


    Es gibt genug Stromanbieter, die billigeren Strom liefern können als das KWB und man sollte auch darüber nachdenken ob sich jetzt nicht die Gelegenheit ergibt den Anbieter zu wechseln oder sogar auf Öko Strom umzusteigen, denn dieser liegt im Durchschnitt noch nicht mal 20 € über das Jahr gesehen höher als die Kosten vom KWB.
    ( Bei einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh sind dies beim KWB Typ Favorit total 729,50 € incl. aller Kosten/Steuern und bei einem Stromanbieter aus dem Raume Flensburg für 100%tigen Strom aus Wasserkraft 749,- € ebenfalls incl. Aller Kosten/Steuer auch der Wechsel von einem Anbieter zum anderen erfolgt Problemlos und wird durch den neuen Anbieter selbst erledigt.)
    Nur wenn viele Bürger den jetzigen Stromanbieter wechseln, ist den angeblichen Monopolisten zu denen des KWB ebenfalls sich zählt etwas entgegenzusetzen, denn die Gewinne der Stromanbieter steigen Steil in die Höhe und dem hat sich das KWB nun angeschlossen und zockt die Bürger ab. Von günstigen Preisen kann beim KWB wahrhaftig nicht mehr die rede sein, sie liegen nun schon im oberen drittel und auf der Internetseite des KWB unter ,, Unser Profil ,, steht:


    Den Strommarkt haben wir im Auge. Die Menschen unserer Region liegen uns am Herzen. Deshalb steht bei uns nicht die Farbe des Stroms im Mittelpunkt. Für uns zählen günstige Preise und guter Service. - Und das nicht erst seit ein paar Wochen, sondern seit Generationen.
    Mit unserem traditionell günstigen Strom und viel Service sind wir als Familienunternehmen schon immer etwas flexibler als viele unserer Wettbewerber. Und das soll auch so bleiben.
    Dafür stehen wir mit unserem guten Namen.


    Wenn man dieses liest, so ist es der blanke Hohn so etwas den Bürgern zu verkaufen.
    Es müsste da stehen, den Strommarkt haben wir im Auge und der Geldbeutel der Menschen ebenfalls, deshalb steht der Strom bei uns im Mittelpunkt. Mit unserem traditionell teuren Strom sind wir als Familienunternehmen schon immer flexibler gewesen als viele unserer Wettbewerber und so soll es bleiben und dafür stehen wir mit unsrem Namen.


    Zum Schluss nur noch, wechseln sie den Stromanbieter um diese Monopolstellung des KWB zu brechen, selbst Politiker rufen öffentlich auf den Stromanbieter zu wechseln, damit die Monopolisten etwas von ihrem hohen Ross herunter kommen und etwas mehr Bürgernähe zeigen, statt nur abzuzocken und an riesige Gewinne zu denken .



    Theodor

  • Uuuh. Durch Zufall kann ich auch etwas dazu sagen. Bei meinen Eltern ist vor kurzem auch so ein Brief ins Haus geflattert. Mit einer kleinen Karte fuer das Antwortschreiben.


    Wir haben fuer unser Haus einen angeblich guenstigen Stromtarif. Nennt sich glaube ich "Favorit".


    Ich konnte aus diesem Schreiben nur kurz erfassen, das die Preise angehoben werden, und das unser tarif angeblich relativ guenstig bleibt. Aber mal ganz ehrlich, > 18 Cent sind nicht wirklich als guenstig zu bezeichnen, sondern Wucher.


    Ich wuerde gerne wissen wie diese Stromkosten zusammenkommen. Anscheinend bahnt sich hier das Selbe an wie bei den Gas- Providern.



    Schon bei Yellow Strom gehts 2 Cent billiger, und der Grundpreis ist auch wesentlich niedriger. Wird wohl mal Zeit, das ich meine Eltern zu einem Wechsel ueberrede. (Vor allem ist der Webauftritt bei Yellow Strom wesentlich interessanter ;) ich sage nur "zieh dich bitte aus" HRHR)


    Hinzu kommt das ich mir hier in [lexicon]Bleckede[/lexicon] extra ein neues Netzteil fuer meinen Rechner kaufen musste was mit den hier sehr heftig auftretenden Spannungspitzen klarkommt. Das hat mich sage und schreibe 180 Euro gekostet. (Mein System muss 100%tig laufen, daher das neue Netzteil. Bei einfachen Netzteilen habe ich Instabilitaeten, sobald diese Spannungspitzen auftreten.) Die jenigen, die nahe am [lexicon]Umspannwerk[/lexicon] wohnen haben auch schon ein paar Geraete dadurch verloren. Gut daran zu sehen das die Lampen mal kurz dunkel werden :rolleyes:. Mit meinen relativ alten Lautsprechern kann ich es sogar hoeren, wenn mal wieder die Spannung schwankt. Es grisselt dann so richtig uebel und das garnicht mal so selten. Manchmal fast jede Minute. Also dafuer ist der hohe Preis sicherlich nicht gerechtfertigt.

  • Ich finde die Strompreiserhöhung auch alles andere als gerechtfertigt und/oder in Ordnung.


    Das Kraftwerk [lexicon]Bleckede[/lexicon] ist nach meiner Meinung aber der falsche Adressat für die hier geübte berechtigte Kritik. Schon seit etlichen Jahren bezieht das Kraftwerk [lexicon]Bleckede[/lexicon] den Strom von der E.on Avacon (früher HASTRA bzw. Avacon). Da eigener Strom nicht mehr (in nennenswertem Umfang) produziert wird, ist man abhängig von der Firma E.on Avacon und somit leider vollends den Gesetzes des Marktes unterworfen.


    Der eigentliche Fehler liegt für mein Verständnis an zwei Stellen:


    1.) Die niedersächsischen Städte und Gemeinden haben zu Lasten der Bürger Tafelsilber verschleudert, als sie damals die HASTRA bzw. Avacon an diesen geldgierigen und profitorientierten Blutsaugerkonzern namens E.on verschleudert haben.


    2.) Die Politik hat gerade abermals kläglich versagt, in dem sie beschlossen hat, die staatliche Strompreiskontrolle zum 01.07.[lexicon]2007[/lexicon] aufzuheben. Es ist doch schon höchst auffällig, daß unmittelbar nach Bekanntwerden dieser Entscheidung die Preise katapultartig nach oben gehen - zumal Strom in kaum einem Land Europas so teuer ist, wie hier bei uns in Deutschland.


    Da beruhigt es mich geradezu, daß die Firma E.on doch jährlich einige Millarden EUR Gewinn abzockt - die Vorstände werden wissen, warum sie diese Gewinne auf Kosten der Bürger oder Konsumenten nun weiter in die Höhe treiben. Schließlich können sie ihre zumeist erfolgsorientierten Gehälter dadurch adäquat aufbessern.


    Ein ganz besonders interessantes Beispiel ist in diesem Zusammenhang übrigens der ehemalige Bundesminister für Wirtschaft, Werner Müller. Dieser kam aus der Energiewirtschaft und wurde durch unseren hochgeschätzten Spaßkanzler Gerhard Schröder zum Bundesminister für Wirtschaft gemacht. Heute sitzt als als Vorsitzender der Vorstandes bei der RAG (Ruhrkohle AG) und sorgt dafür, daß die meiste Kohle in seiner eigenen Tasche landet. Interessant an dieser Personalie ist, daß in seiner Amtszeit die wesentlichen Voraussetzungen für diesen beispiellosen Betrug am Bürger geschaffen wurden. Dank Gerhard Schröder und seiner SPD - diese Nieten haben mit Werner Müller nicht nur den Bock zum Gärtner gemacht, sondern auch tatenlos bei dem zugesehen, was seinerzeit im Bundesministerium für Wirtschaft verzapft wurde. Neudeutsch nennt man das dann Markliberalisierung oder so.


    Gruß,
    THW Kiel

  • Die Strompreiserhöhung ist komplett daneben. Ich stimme da meinen Vorrednern zu.



    Interessant ist die Begründung, warum die staatliche Kontrolle über die Strompreise wegfallen wird: "Bis zum Wegfall der Kontrolle ist der Markt soweit liberalisiert, daß die Verbraucher über ihre Marktmacht selber die Preise regulieren." (sinngemäß). Das geht aber nur dann, wenn genügend alternative Anbieter zur Verfügung stehen. Am Beginn der Freigabe der Strommärkte war dieses auch der Fall. Viele der kleinen Stromfirmen wurden aber durch die großen durch einen ruinösen Preiskampf schnell wieder kaputt gemacht oder aufgekauft.


    Dennoch sollte man wechseln, wenn man kann. Preisvergleiche kann man bspw. unter http://www.stromtarife.de finden.


    Im Tarif Classic ergibt sich bei uns eine Erhöhung um ca. 9 %. Schlimmer ist es in den Wärmepumpensondertarifen (wir heizen und beziehen unser warmes Wasser aus einer el. Wärmepumpe): Hier wurden der Nachttarif um ca. 25 % (!!!) und der Tagtarif um ca. 15 % angehoben. Das macht bei einer Verteilung von 1 : 2 eine Gesamterhöhung der Arbeitspreise um ca. 18 %. Damit nicht rechtlich gegen diese Erhöhungen vorgehen kann (Überprüfung des billigen Ermessens, ggf. Wucher), wurde der Sondervertrag gekündigt und ein neuer Vertrag angeboten. Die Sondertarife erhält man aber nur vom örtlichen Versorger und sie sind gekoppelt mit dem Vertrag für den normalen Haushaltsstrom X(, also keine Chance zu wechseln.



    Übrigens ist m. E. der Unterschied zwischen der CDU und der SPD marginal, insbesondere, wenn es um derartige Dinge geht.

  • Zitat


    Dennoch sollte man wechseln, wenn man kann. Preisvergleiche kann man bspw. unter http://www.stromtarife.de finden.


    Dazu kann ich auch nur raten. Dazu Jenes beherzigen, was jetzt im Rahmen der "Klimakatastrophe" auch durch die Presse gegeistert ist: Strom sparen.


    Ich möchte mich mal als Beispiel anführen, da ich es für [lexicon]2005[/lexicon]/[lexicon]2006[/lexicon] an Zahlen relativ gut belegen kann:
    - Ich lebe in einer 50m² Wohnung.
    - Sämtliche Beleuchtung sind Engergiesparlampen, LED oder Niedrigstromverbraucher.
    - Sämtliche Netzteile für PC Router etc hängen an Dip-Schaltern, sprich kein Stromverbrauch wenn ich nicht zu Hause bin und siesomit nicht brauche.
    - Dinge wie Fernseher(reveiver/DVD) und eine zentrale Lampe hängen an einer Funksteckdose
    - Damit laufen bei mir 24/7 nur der Kühlschrank, das Telefon & die beiden Funksteckdosen, welche ich habe.


    = Damit habe ich zu meinem Vormieter eine Einsparung von 60% an Strom erreicht. Für [lexicon]2006[/lexicon], in welchem ich das konsequent so durchgeführt habe dann nochmal eine Senkung von 15%.


    Ich bin mir bewusst, dass man z.B. als Hausbesitzer Dauerkosten hat, die man nicht so leicht senken kann, oder andere Voraussetzungen, aber was den Strom angeht ist an vielen Stellen noch Einsparung möglich ohne zu sehr auf komfort verzichten zu müssen, denn NEIN ich sitze nicht am Abend bei einer funzeligen Lampe und einer Kerze weil ich Strom sparen will :P


    Hölle ich möchte auch nicht aus dem Bett aufstehen müssen, um den Fernsehen aus machen zu müssen <g>

  • Die Sache mit dem Aufruf, unbedingt zu einem günstigen Anbieter zu wechseln, sehe ich dann doch etwas kritisch. Das, was wir beim Kraftwerk [lexicon]Bleckede[/lexicon] nicht übersehen sollten, ist der gute und qualifizierte Service. Wir haben immer einen Ansprechpartner vor Ort, können uns immer auf das Kraftwerk [lexicon]Bleckede[/lexicon] und die Mitarbeiter verlassen (so jedenfalls meine uneingeschränkte Erfahrung). Natürlich hat auch dieser Service seinen Preis. Den Teil des Preises bin ich aber gern bereit zu zahlen - denn, dadurch werden auch Arbeitsplätze vor Ort, Arbeitsplätze in [lexicon]Bleckede[/lexicon] gesichert.


    Spaßeshalber habe ich mal einen Vergleich über das Internet angestoßen um zu sehen, ob es für mich etwas bringen würde. Und siehe da, es würde etwas bringen. Das Kraftwerk [lexicon]Bleckede[/lexicon] ist im Mittelfeld der für mich und meinen Miniverbrauch (ca. 2.500 KW/h ikm Jahr) geltenden Tabelle der Stromanbieter. Der günstigste Anbieter (eine mir nicht weiter bekannte Firma mit dem schönen Namen BonusStrom) wäre nach dieser Berechnung etwa 120 EUR im Jahr günstiger als das Kraftwerk [lexicon]Bleckede[/lexicon]. Also habe ich bei der Firma BonusStrom schriftliche Unterlagen angefordert.


    Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf von einer nicht sehr kompetent wirkenden Mitarbeiterin eines Call-Centers, die mitteilte, daß sie für die Firma BonusStrom arbeiten würde. Schriftliche Unterlagen würde man mir nicht zusenden können, da der Andrang zu groß sei. Ich hätte aber die Möglichkeit, den Vertrag am Telephon abzuschließen und die Firma BonusStrom würde dann alles weitere für mich in die Wege leiten...


    Da ich die genauen Konditionen und möglichen Fallen dieses Angebotes weder kenne noch abschätzen kann, habe ich an dieser Stelle dankend abgewunken. Oder, sieht so eine seriöse Geschäftspolitik aus, nennt man ein derartiges Geschäftsgebahren transparentes handeln? Ich habe da so meine Zweifel. Vor anderen Anbietern warnen die Verbraucherzentralen, weil diese den Konsumenten Strompakete gegen Vorkasse verkaufen. Das nützt nur, wenn ich meinen Verkrauch recht genau vorhersagen kann. Aber, aknn ich das wirklich? Wenn ich weniger verbrauche, muß ich trotzdem das vorausbezahlte Paket abnehmen - das Geld ist ja eh schon weg. Wenn ich mehr verbrauche, wird es hingegen richtig teuer, weil die das Paket übersteigenden KW/h unverhältnismäßig teuer sind.


    Der Bundesregierung Gerhard Schröder und einem gewissen ehemaligen Bundesminister für Wirtschaft namens Werner Müller sei Dank! Die haben diese wudnerschöne Marktliberalisierung für den Konsumenten erwirkt und ermöglicht, daß dieser ganze Schwindel nun leider bittere Realität ist und daß wir Konsumenten uns derat an der Nase herumführen lassen müssen, wo wir doch nur Strom zu angemessenen Konditionen haben möchten. Das scheint im Juli [lexicon]2007[/lexicon] aber schwerer zu sein, als wir es in unseren künsten träumen je befürchtet hätten.


    Ich habe schon vorher wenig Lust auf diesen ganzen Käse gehabt und meine Lust, mich von geldgierigen Konzernen und inkompetenten Mitarbeitern irgendwelcher Call-Center noch weiter veräppeln zu lassen, ist durch diese Erfahrungen noch weiter gesunken.


    Daher steht mein Entschluß nun fest. Ich werde auch zukünftig auf den guten, zuverlässigen und qualifizierten Service der Firma Stamer setzen. Werde so meinen aktiven Beitrag zum Erhalt von Arbeitsplätzen in [lexicon]Bleckede[/lexicon] leisten und die höheren Preise akzeptieren. Zwar zähneknirschend, aber ich werde es hinnehmen.


    Gruß,
    THW Kiel

  • Zitat

    Original von THW Kiel
    Den Teil des Preises bin ich aber gern bereit zu zahlen - denn, dadurch werden auch Arbeitsplätze vor Ort, Arbeitsplätze in [lexicon]Bleckede[/lexicon] gesichert.


    ->Der neue Anbieter bezahlt für die Nutzung der Stromnetze eine Netznutzungsgebühr.
    ->Vorhandene Stromzähler und Stromleitungen werden weiterhin genutzt. Sie sind und bleiben Eigentum des Netzbetreibers.
    ->Bei allen technischen Fragen, die meinen unmittelbaren Hausanschluss betreffen, bleibt das örtliche Stromversorgungsunternehmen als Netzbetreiber zuständig.
    ->Der Zähler wird im Rahmen eines üblichen Verfahrens (rechnerische Abgrenzung und Ablesung) vom örtlichen Netzbetreiber einmal im Jahr ermittelt.


    =>Ich sehe hier nicht, dass ein eventueller Wechsel die Arbeitsplätze beim KWB beeinflussen würde.

  • Für mich steht beides schon in einer Art Wechselwirkung zueinander. Sicher zahlt der neue Anbieter an den örtlichen Anbieter eine Nutzungsgebühr. Letztlich werden wir, die Konsumenten, diese aber in Form der Grundgebühr zu zahlen haben. Die alles entscheidende Frage dürfte letztlich die sein, ob diese Grundgebühr für den Service noch ausreicht. Ein denkbares Szenario wäre vor diesem Hintergrund eine Erhöhung der Grundgebühr.


    Unbestritten dürfte sein, daß das Kraftwerk [lexicon]Bleckede[/lexicon] auch am verkauften Strom etwas über hat. Neben einem Teil, der den wirtschaftlichen Gewinn darstellt, wird dieser Überschuß aber sicher auch für Netzpflege, Service etc. verwendet werden. Ein weiteres Argument wäre, daß es dem Kraftwerk [lexicon]Bleckede[/lexicon] nicht zu verübeln wäre, wenn Kunden alternativer Anbieter anders (schlechter) behandelt werden würden als eigene Kunden. Das wäre wirtschaftlich absolut nachvollziehbar - denn, was -außer im Zweifel Arbeit- hat das Kraftwerk [lexicon]Bleckede[/lexicon] von Fremdkunden?


    Hinzu kommt, daß wir Konsumenten uns langfristig auch deshalb ins eigene Fleisch schneiden, weil wir durch Schwächung lokaler Anbieter die vier großen und starken, am Markt befindlichen Anbeiter (E.on, Vattenfall, En BW und RWE) noch weiter stärken. Ich fürchte, daß dieser Schuß irgendwann ganz nach hinten losgehen wird und daß wir als Konsumenten der Willkür der Preisgestaltung dann noch extremer ausgeliefert sein werden als es heute schon der Fall ist. Auf Hilfe aus der Politik müssen wir in dieser Frage ja ohnehin nicht hoffen.


    Gruß,
    THW Kiel

  • Tarifwechsel ja oder nein !!!


    Für mich kommt es z. Zeit noch nicht in Frage. Habe den in einem Beitrag dieses Themas gennanten Link http://www.stromtarife.de mit KWB verglichen.


    6000 Kw/h (etwa mein Jahresverbrauch)
    liegen bei Hellenstein Strom (weiß der Kukuck wo die wohnen) bei etwa
    1122 EUR.
    Beim KWB zahlt man gerade mal 60 EUR pro Jahr mehr.


    Für diese Summe handele ich mir keinen Ärger mit viel zu weit entfernten Vertragspartnern ein.


    Ich kann diese Preiserhöhung nicht gut heissen und finde die Antwort von Herrn Schröder (siehe Start-Beitrag von "Theodor") ehrlich gesagt recht peinlich.


    Fazit - ich werde z. Zeit in den sauren Apfel beissen und bei KWB Kunde bleiben...


    PS: als kleinen Boykott habe ich die blöde Antwort-Karte nicht zurück geschickt. Bringt ja eh nix, wehren kann man sich ja nicht. Aber schriftlich bestätigen war mir denn doch zu blöd... :gott: ( wer hier Gott ist, ist klar, oder?

  • Mir geht es in erster Linie nicht um den Strompreis sondern darum, wo der Strom herkommt.
    Ich möchte umweltfreundlichen Strom erhalten.
    Dieses Ziel habe ich erreicht, da ich nun Strom vollständig aus regenerativen Energiequellen wie Wasser, Biomasse, Sonnenenergie oder Windkraft bekomme.
    Gerade die letzten Meldungen aus Krümmel und Brunsbüttel haben mich zum Umdenken bewegt.

  • Strom aus Windenergie ist für mich keine echte Alternative. Diese Anlagen bestehen zumeist nur deshalb, weil der Lobbyismus funktioniert. So wird dem geneigten Verbraucher beispielsweise vorenthalten, daß es sich bei diesen Anlagen zumeist im Massengräber für (See-) Vögel handelt. Einen wirklichen, ökologischen Vorteil sehe ich in dieser Form der Energiegewinnung nicht.


    Bisher war ich bei den Pfalzwerken (1-2-3 Energie) und habe meinen Strom aus österreichischer Wasserkraft zu einem annehmbaren Preis bezogen. Das Problem an meinem Tarif war die vergleichsweise hohe Grundgebühr, die nach Aussage der Pfalzwerke darin begründet ist, daß der örtliche Energieversorger (also die [lexicon]Energieversorgung Dahlenburg-Bleckede[/lexicon] AG) ein überhöhtes Netzentgelt verlangt. Vor einigen Tagen kam von den Pfalzwerken die Information über die nächste, ab März [lexicon]2013[/lexicon] gültige Preisrunde. Dieses hat mich abermals zu einem Anbieterwechsel veranlaßt. Nunmehr bin ich mit Wirkung ab März [lexicon]2013[/lexicon] zu den Stadtwerken Flensburg gewechselt und beziehe meinen Strom aus norwegischer Wasserkraft. Der Arbeitspreis beträgt 21,98 ct für die kw/h und der Grundpreis beträgt 6,21 EUR pro Monat. Dieses Angebot ist deutlich besser als das bisherige von den Pfalzwerken. Die Vertragsdauer beträgt verbraucherfreundliche sechs Monate und es gibt zudem eine Preisgarantie bis zum 31.01.[lexicon]2014[/lexicon].


    Zur [lexicon]Energieversorgung Dahlenburg-Bleckede[/lexicon] AG werde ich nach Möglichkeit nicht mehr zurückgehen, da ich die laut Mitteilung der Pfalzwerke überhöhten Netzentgelte als gezielte Wettbewerbsbehinderung erachte. Sowas unterstütze ich nicht, zumal der freie (bzw. liberalisierte) Strommarkt vom Gesetzgeber ausdrücklich gewollte ist.


    Gruß,
    THW Kiel

  • @THW
    War auf der HP der Stadtwerke Flensburg und konnte den von dir genannten Wasserkraft Tarif nicht finden.
    Angaben zum Strommix von der HP: 45% Kohle, 14%Kernkraft
    Außerdem bekomme über den Rechner einen Arbeitspreis von 25,23 angeboten.


    Hast du einen Link?

  • Hallo in die Runde und Entschuldigung, daß ich erst heute reagiere. Der von mir genannte Arbeitspreis von 21,98 ct pro kw/h war bei Vertragsabschluß am 17.10.[lexicon]2012[/lexicon] Stand der Dinge und es liegt mir auch die entsprechende Vertragsbestätigung der Stadtwerke Flensburg vor. Leider sieht es so aus, daß der Preis inzwischen deutlich nach oben "angepaßt" wurde.
    Schade, denn ein ähnliches Spiel hatten wir vor einiger Zeit auch schon bei den Pfalzwerken. Es wirkt wie eine Art "Frühbucherrabatt", denn ich hier wie damals auch bei den Pfalzwerken habe ergattern können. Mittlerweile dürfte das Angebot der Stadtwerke Flensburg leider eher unattraktiv sein.
    Der Umstand, daß es mal wieder ist wie es ist, zeigt mir einmal mehr, wie sehr die angebliche Marktliberalisierung noch immer auf tönernen Füßen steht.


    Gruß,
    THW KIel