Gute Entwicklung des Breetzer Ziegelwerks

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      Gute Entwicklung des Breetzer Ziegelwerks

      Zeitpunkt:

      In der Sonderausgabe der Bleckeder Zeitung "750 Jahre Stadt Bleckede" vom 28. August 1959 stand folgendes:

      "Ziegeln werden in Breetze schon lange gebrannt, wie uns Otto Bausch bei einer Besichtigung seines Ziegelwerks erzählte und obwohl Breetze eine selbständige Gemeinde bildet, ist der Ort und speziell das Werk doch eng mit Bleckede verbunden. Um es vorweg zu sagen, 20-25 Mann werden laufend beschäftigt, die den täglichen Bedarf für sich und ihre Familien größtenteils in unserer Stadt decken. Das Ziegelwerk selbst läßt alle Reparaturen und Ausbauten durch Bleckeder Handwerker ausführen, sodaß der Stadt Bleckede hierdurch wieder Gewerbesteuer zufließt.

      So wurde gerade in den letzten Monaten der Werksbetrieb von Handarbeit auf Vollautomatik umgestellt. Damit verbunden ist eine Produktionssteigerung um das 3-fache der bisherigen Mengen. Die Fabrikation umfaßt Vor- und Hintermauersteine und Drainagerohre.

      Etwas über die weiteren Planungen verriet und Otto Bausch auch. Es ist im Zuge der durchzuführenden Rationalisierungsmaßnahmen vorgesehen: Die Erweiterung der vollautomatisch arbeitenden Anlage durch Ausbau einer neuen Halle, in der die Aufbereitungs-Maschinen ebenerdig gruppiert werden sollen. Nach diesem Bau können 8 Millionen Steine produziert werden.

      Bemerkenswert bei dem Ausbau des Werkes ist die Umstellung von Saisonbetrieb auf Ganzjahresbetrieb.

      Schon 1898 wurde der Grundstein dieses Werkes durch Heinrich Sepmann gelegt. Damals hatte noch Lehrer Meinke aus Bleckede gegenüber der heutigen Ziegelei Bausch eine eigene Ziegelei. 1912 übernahm die Familien-GmbH Bausch die Ziegelei von Heinrich Sepmann, Bleckede. Der GmbH gehörten Otto und Heinrich Bausch, Breetze, Ernst Bausch, Köstorf und August Bausch, Neetzendorf, an. 1937 wurde der heutige Besitzer Otto Bausch in das Handelsregister als alleiniger Besitzer eingetragen.

      Das Werk ist durch die unmittelbare Nähe der Zonengrenze stark benachteiligt. Früher war das Hauptabsatzgebiet die heutige Ostzone, jetzt geht die Produktion hauptsächlich nach Bleckede und in das übrige Kreisgebiet sowie in die Kreise Uelzen,. Gifhorn und Lüchow-Dannenberg."

      Soweit zum Rückblick auf ein interessantes Stück heimischer Industriegeschichte in der Bleckeder Zeitung. Anbei sind noch ein Photo der Ziegelei sowie eine Annonce aus der Bleckeder Zeitung.

      Gruß,
      THW Kiel
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      Ziegelleien in Breetze

      Zeitpunkt:

      Guten Abend,

      finden den ausgegrabenen Zeitungsbericht sehr interessant. Nach den eingestellten Fotos gab es wohl mindestens 2 Ziegeleien (Menke, gesprengt 1938 und Bausch). Wann wurde die Zeigellei Bausch geschlossen? Wurde sie abgerissen oder gibt es noch Gebäude zu besichtigen? Wo waren die Standorte der Ziegeleien?

      Vielleicht hat ja jemand entsprechende Infos?

      Gruß

      Manni

      Zeitpunkt:

      @ Manni: Zu den von Dir aufgeworfenen Fragen läßt sich zum jetzigen Zeitpunkt leider wenig sagen. Die Ziegelei Bausch wurde nach meiner Kenntnis bis Mitte/Ende der 1960er Jahre betrieben. Ob noch einzelne (Neben-) Gebäude erhalten sind, ist mir nicht bekannt. Ein Standort war am Ziegeleiweg, zwischen dem Ziegeleiweg und dem Dorf Breetze. Mehr habe ich bisher leider auch nicht herausbekommen können.

      Gruß,
      THW Kiel

      Ziegeleien in Breetze

      Zeitpunkt:

      Hallo,

      ich bin immer wieder erstaunt über die vielen alten Fotos und Postkarten, die hier im Forum zu den verschiedensten Themen auftauchen. Finde ich super, dass die User hier immer noch fündige werden.....Ich interessiere mich sehr für die Geschichte und erfreue mich quasi an den vielen zum größten Teil fachkundigen Beiträgen zum weiten Thema "Geschichtliches um und in Bleckede" immer wieder. Nur weiter so....
      Ich will an dieser Stelle Usern wie THW Kiel, Grubert und auch anderen ein großes Lob aus sprechen......

      Weiterhin frohe sonnige Pfingesten
      PS: komme gerade vom Anbaden aus dem schönen Waldbad Alt Garge.......
      Gruß
      Manni

      Zeitpunkt:

      @ Manni: Das Lob nehme ich gern entgegen... Danke dafür! Ich muß dazu aber sagen, daß es uns sehr viel Spaß bringt, hier Geschichte und Geschichten aus und über Bleckede zum Besten zu geben. Ein wenig muß man dazu sicher auch vom sprichwörtlichen "Wahnsinn" umzingelt sein. Ganz nebenbei arbeiten Grubert und ich ja auch noch regelmäßig im Lüneburger Kreisarchiv - um dort hin und wieder auch das eine oder andere auszugraben.

      Wenn wir dann auch noch andere damit erfreuen können, dann freut mich das besonders. Warum auch soll der ganze Kram in Aktenordnern, Archiven und verstaubten Ecken vor sich hingammeln? So besteht die Möglichkeit, es anderen auch zugänglich zu machen. An dieser Stelle gebührt unserem Forenmaster Wolf aber auch ein ganz besonderer Dank und ein besonderes Lob. Ohne ihn und seine unermüdliche technische Unterstützung würde es unsere Arbeit auch nicht geben! Und ganz nebenbei ist Wolf auch derjenige, der überhaupt dafür gesorgt hat, daß es unser Forum gibt.

      Gruß und ebenfalls einen schönen Pfingstmontag,
      THW Kiel

      Die Geschichte der Ziegeleien in Breetze

      Zeitpunkt:

      In der letzten Woche konnte ich im Kreisarchiv in Lüneburg etwas zur Geschichte der beiden Ziegeleien in Breetze ausgraben. Nach dieser Abhandlung hat es zwei Ziegeleien in Breetze gegeben - wobei es, wenn man die Abhandlung genau verfolgt, eigentlich drei Ziegeleien gewesen sind. Aber dadurch, daß sich die Entstehungsgeschichten teilweise überlappen ist es sicher nicht falch, wenn man im Ergebnis von zwei Ziegeleien spricht.

      Ich habe den Bericht dazu angehängt. Er entstammt wohl sowas ähnlichem wie einer Breetzer Ortschronik, die in den 1950er Jahren entstanden sein dürfte. Leider konnten wir den Verfasser dieses umfangreichen, informativen und insgesamt mehrere 100 Seiten starken Werkes nicht ausfindig machen. Nach bisher unbestätigten Informationen soll es bei dem Verfasser aber möglicherweise um ein Mitglied der als eingesessenen Breetzer Familie Müller / Hagemann gehandelt haben.

      Gruß,
      THW Kiel
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