Management von Veranstaltungen

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      Management von Veranstaltungen

      Zeitpunkt:

      @ tc21354: Es wäre sehr zu wünschen, daß das Schloß auch zu einem Anziehungspunkt für die Menschen aus Bleckede werden würde. Gerade auch deshalb, weil es "unser" Schloß ist, sollte man sich nach meiner Ansicht auch mehr an den hier lebenden Menschen orientieren, was die Nutzung des Schlosses angeht. Hinsichtlich einer Verwendung als Veranstaltungszentrum dürfte es eventuell denkmalschutzrechtliche Probleme geben. Das aber nur am Rande.

      Ich sehe es dem Grunde nach auch so, daß ein auf breite Zustimmung der heimischen Bevölkerung stoßender Treffpunkt automatisch auch für Touristen interessant(er) werden würde. Leider sprechen die bisherigen Zahlen und Tatsachen hier eher gegen das Schloß. Wenn man es beispielsweise in ca. 5 Jahren geschafft hat, die "stolze" Zahl von ca. 100.000 Besuchern ins Schloß zu locken und hierbei vorenthält, daß die meisten dieser Besucher nicht eben viel einbringende Schulklassen waren, dann zeigt es nur, wie schlecht die Lage ist. Die Stadt Bleckede ist mit dem Schloß ein großes Risiko eingegangen, das es insbesondere auch im Sinne der hier lebenden Menschen bestmöglich zu verringern gilt. Vor diesem Hintergrund sollte es vorrangig gelingen, die Kosten zu senken - auch dadurch, daß es gelingt, durch attraktive Veranstaltungen neue Einnahmequellen zu generieren.

      Den Weihnachtsmarkt sehe ich nicht als "kleines" Wagnis. Ich sehe diese Überlegung alls kontraproduktiv an. Was nützt es, wenn die Auslastung im Schloß verbessert wird und gleichzeitig die Innenstadt weiter ausblutet? Dieses stünde bei der Überlegung ernsthaft zu befürchten - und das würde keinem in Bleckede nützen. Bei einer unattraktiven Innenstadt würde auch eine Wirkung des Schlosses als Besuchermagnet verpuffen. Grundsätzlich stimme ich aber zu, daß es inzwischen eine zu große Flut an Weihnachtsmärkten gibt und daß man sich positiv von anderen abheben muß, um Besucher anzuziehen.

      Ich sehe diesbezüglich einige schwerwiegende Versäumnisse bei den Veranstaltern und Organisatoren. Der letztjährige Weihnachtsmarkt war der traurige Höhepunkt der Geschichte der Bleckeder Weihnachtsmärkte. Das Konzept hat sich nach meiner Einschätzung als ziemlicher Reinfall erwiesen.

      Leider ist hierzu anzumerken, daß es eine viel zu selbstherrliche Veranstaltungsmanagerin in Bleckede gibt, die in den letzten Jahren desöfteren eindrucksvoll bewiesen hat, daß sie Dinge eher an Wand fahren kann, als daß sie in der Lage ist, eine Lösung zu suchen und zu finden, die den Interessen der Bleckeder gerecht wird. Solange aber keine wirkliche Gegenwehr aus dem Rathaus und von den "Opfern" dieser nach Gutherrenart getroffenen Entscheidungen kommt, werden wir es uns auch weiterhin ansehen dürfen, wie eine Veranstaltung nach der anderen vor die Wand gefahren wird. Das ist schade, es ist im INteresse der Stadt Bleckede und ihrer Attraktivität in hohem Maße bedenklich, aber leider nicht durch den einzelnen zu ändern.

      Den Sinn des letzten Satzes kann ich nur unterstützen. Es sollte uns allen sehr viel daran liegen, unser schönes Bleckede auch langfristig so zu gestalten, daß es attraktiv ist und auch bleibt - als Wohnort, als Urlaubsort, als Veranstaltungsort und als Einkaufsquelle. Diese hohen Ansprüche lassen sich aber nur dann erfüllen, wenn alle an einem Strang ziehen.

      Gruß,
      THW Kiel



      Edit by TWW: Thema vom Ursprungsthema getrennt.

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      Zeitpunkt:

      @THW Kiel - Veränderungsprozesse brauchen Mut, Fantasie, eine ordentliche Potion Organisationstalent und ein gutes Teamwork.
      Ich habe zusammen mit der "selbstherrlichen Veranstaltungsmanagerin" das Konzept für die Messe "Bleckede hat`s" und die
      Fachausstellungen erdacht und umgesetzt. Dieses Projket ist sehr erfolgreich und über die Kreisgrenzen hinweg be- und anerkannt.
      Auch das Burgfest das in den Händen der gleichen Veranstaltungsmanagerin ist, ist doch zu einer festen und guten
      Veranstaltung im laufe eines jeden Jahres geworden. Ich kenne in Bleckede keine andere Person die ein solches Konzept mit soviel Beteilligten und Organisationsauffwand auf die Beine bekommen würde (und ich habe in wirklich vielen Pojekten mitgewirkt).

      Natürlich ist diese Veranstaltungsmanagerin eine gestandene Persönlichkeit mit einem gewissen "Standing" die selbst keine Probleme damit hat sich in einer von vielen Männern geprägten und eingefahrenen Umgebung zu behaupten. Und genau solche Leute braucht es für diese Jobs. Unser Problem hier vor Ort ist es Menschen zu finden die über den Stammtisch hinaus gewisse Dinge in die Hand nehmen und verändern. In vielen Bereichen gibt es ja auch schon tolle Erfolge. Oftmals auch auf Basis ehrenamtlicher Arbeit.

      Jedoch geht dies nicht immer und ein Organisator von immer wiederkehrenden mit viel Arbeit und Organisation verbundenen Projekten muss damit auch Geld verdienen können. Dafür haben nicht wirklich ALLE Verständniss.

      Ein gutes Beispiel für Bleckeder Stammtischmeinungen war z.B. der Versuch den Bleckeder Wochenmarkt mit einem größeren Angebot und
      auf einer größeren Fläche zu präsentieren. Wo Bleckede doch einen so schönen Marktplatz hat .... Ein Vorhaben das das Ziel hatte die Bleckeder Innenstadt an 2 Tagen in der Woche zu beleben.

      Absolut "Zerdiskutiert" von Leuten die nie und nimmer mit Engagement zu sehen sind. Alte eingessene Marktbeschicker die der Meinung waren pleite zu machen wenn der Stand 5m weiter links oder rechts steht.

      Ich fand die Idee und das Konzept wirklich gut und am Anfang tat sich auch wirklich was. Aber eine Region muss auch bereit sein sich auf Veränderungen einzustellen und ich glaube daran fehlt es In Bleckede und somit ist wieder alles so wie es war.

      Wir können uns auf den Kopf stellen aber ohne einen vernünftigen Mittelpunkt in unserem Ort der klassischer Weise immer durch einen Marktplatz dargestellt wird geht in der "Innenstadt" nichts!

      Ich denke abschließend passt eines meiner Lieblingszitate von George Bernard Shaw
      Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.

      In diesem Sinne und in der Hoffnung dass ängstlich in die Zukunft blickende Bleckeder aussterben.

      tc21354

      P.S. Vielleicht liegt der Anfang in unserer Diskussion ....
      @ tc21354: Auch wenn ich denke, daß das Thema Organisation von Veranstaltungen nicht in diesen Thread (in dem es ja eigentlich um die neue Hinweistafel am Schloß ging...) paßt, möchte ich auf den Beitrag antworten.

      Die Leistungen im Hinblick auf die Organisation der genannten Veranstaltungen als bahnbrechend darzustellen, erachte ich als absoluten Unsinn. Sicher ist es immer eine Frage des Blickwinkels, aus dem man eine Sache betrachtet. Zu der angeblich so gut laufenden Messe "Bleckede hat`s" drängt sich mir die Frage auf, warum diese in diesem Jahr ausgefallen ist, wenn sie doch angeblich so gut läuft. Die Rahmenbedingungen standen lange fest, zudem sollte es angeblich schon bei der Messe 2007 eine Auslastung von ca. 95 % für 2008 gegeben haben. Wo aber sind diese geblieben??? Im übrigen dürfte die relativ kurzfristige und auf kuriosem Wege zustande gekommene Absage (mit einer mehr als fadenscheinigen Begründung, nach der der Wirt des Bleckeder Hauses als der Sündenbock dargestellt wurde)für den Standort Bleckede ein Bärendienst gewesen sein. Eigentlich wurde dazu aber in der Presse schon alles gesagt und diskutiert.

      Der altbekannte, bestens frequentierte Wochenmarkt wurde von eben dieser klugen Veranstaltungsmanagerin regelrecht plattgewalzt. Gerade weil Demokratie vom Volke ausgeht und eben dieses in Deinen Augen offensichtlich etwas zurückgebliebene Volk in Bleckede auf demokratischem Wege seinen Willen hinreichend kundgetan hat (unter anderem durch eine Unterschriftenaktion und durch diverse klare Meinungsäußerungen) hätte man damals auf diese Sorgen und Nöte eingehen sollen, anstatt sie nach Gutsherrenart zur Seite zu schieben. Der Wochenmarkt hat sich danach nur ganz mühsam von diesem Blödsinn erholt. Hinzu kommt, daß bei der ganzen Sache ein mehr als 20 Jahre bei jedem Wetter nach Bleckede kommender Marktbeschicker auf der Strecke geblieben ist. Das ganze ging eindeutig an den Wünschen der Bleckeder vorbei! Natürlich ist es einfach, das Rad ohne jede Rücksicht auf Verluste neu erfinden zu wollen und die Bleckeder dann als dumm und uneinsichtig hinzustellen. Von Sachkenntnis und Taktgefühl zeugen derartige Äußerungen und Aktionen aber eben nicht! Und Freunde macht man sich mit solchen Aktionen erst recht keine.

      Man kann hier in Bleckede - wie übrigens in anderen Orten unseres Landes auch- nur dann etwas auf die Beine stellen, wenn man neue Ideen und Vorschläge mit und nicht gegen den Willen der Leute umzusetzen versucht. Keine Frage, neue Vorschläge und Ideen können durchaus gut sein und bereichernd und alle nach vorn bringen. Nur gewaltsam überstülpen lassen wir Bleckeder uns nichts. Denn, nur weil jemand dahergelaufen kommt und meint, daß alles Neue das Beste sei, gibt es noch lange keine Gewähr dafür, daß es am Ende auch wirklich gut ist! Leider habt Ihr das offenbar nicht verstanden - die Bleckeder reagieren traditionell etwas komisch, wenn ihnen einfach ungefragt etwas aufgedrückt werden soll. Dieses sollte man stets im Hinterkopf haben und beachten. Dazu aber sollte man erstmal verstanden haben, wie die Uhren in Bleckede ticken. Als alteingesessener (und hinterwäldlerischer) Stammtisch-Bleckeder weiß man sowas einfach.

      Abschließend habe ich nur noch mitzuteilen, daß ich mich hier in diesem hinterwäldlerischen Kaff sehr wohl fühle und daß ich mich schwer hüten werde, alles gut zu finden, nur weil jemand dahergelaufen kommt und meint, daß seine Vorstellungen die einzig richtigen für unser schönes Bleckede sind.

      Gruß,
      THW Kiel
      @THW Kiel , zur Klarstellung - ich hatte nicht im geringsten die Absicht hier Jemanden auf die Füsse zu treten
      aber der Schuh den du dir selbst angezogen hast scheint Dir zu passen.

      Fakt ist dass die Messe Bleckede hat`s (Infos hier: bleckede-hats.de) alle 2 Jahre stattfindet und für 2009 (regulärer nächster Termin) schon jetzt ausgebucht ist. Die Ausstellerzahl hat sich mittlerweile verdoppelt. In diesem Jahr sollte eine Fachmesse stattfinden für die sich aber nicht geügend Aussteller angemeldet haben. Kennst Du eine andere Messe mit freiem Eintritt, über 100 Preisen für ein paar Cent in der Tombola,kostenloser fachgerechter Kinderbetreuung bei einem Standgeld für die Aussteller dass im gesammten Umkreis konkrenzlos ist ?

      Fakt ist auch das Bleckede ein tragfähiges Konzept für die Zukunft braucht um hier im Ostkreis überlebensfähig zu sein.
      Diese Verantwortung lastet auf den Schultern der Bürger von HEUTE!
      Gefühlsbetonte Befindlichkeiten nützen nichts...

      Glaubst Du wirklich dass wir zu jeder wirtschaftlichen Entscheidung z.B. ob ein neues Geschäft in Bleckede öffnet eine demokratische
      Entscheidung von unten brauchen ? Ich nicht !

      Ich habe 5 Jahre im Bleckeder Wirtschaftsforum mitgearbeitet und immer und immer wieder erlebt wie neue Idde und Gedanken zu
      den verschiedensten Themen in Endlosdiskussionen versickert sind.

      Ein Beispiel: Übernachtungen in Bleckede ca. 3.400 /Jahr
      Übernachtungen in Dahlenburg ca. 10.000 /Jahr

      Handlungsbedarf oder ? Was tut sich ?

      Ich bleibe dabei - wir brauchen Macher mit Mut und Herz die nicht verzweifeln wenn ein Projekt mal nicht so läuft.
      Wer 15% Misserfolg hat hat aber auch 85% Erfolg.

      Wir scheinen hier unterschiedlicher Meinung zu sein wie die Gestaltung solcher Dinge aussehen könnte. Dass ist ja auch
      nicht verboten. Vielleicht hast Du ja mal ein paar Vorschläge die wir tatsächlich in einem anderen Themenblock diskutieren
      könnten.

      Wie sieht Bleckede Deiner Meinung nach in 10 oder 15 Jahren aus ?

      Viele Grüsse
      tc21354
      @ tc21354: Es ist interessant, daß in diesem Jahr eine Fachmesse stattfinden sollte. Dieser Umstand erklärt immer noch nicht, aus welchem Grund die Öffentlichkeit dann derart getäuscht wurde. Wie zuvor bereits erwähnt, wurde bekanntermaßen der neue Wirt des Bleckeder Hauses als der Sündenbock dargestellt, der plötzlich unrealitisch hohe Pachtforderungen gestellt hat - die er wohlgemerkt auch deshalb stellen mußte, weil die Veranstalterin in ihrer Funktion als Mitglied des Stadtrates selbst an einer Verschlechterung der Konditionen für den neuen Wirt mitgewirkt hat. Dieses ganze Desaster auf dem Rücken des Wirtes auszutragen, spricht nicht eben für die Solidität der Sache selbst.

      Hinsichtlich der Anmerkung, ob wir für jedes neu zu eröffnende Geschäft in Bleckede eine Entscheidung von unten brauchen, hast Du leider das Thema verfehlt. Wenn dieses eine Anspielung auf den Wochenmarkt sein soll, dann steht festzuhalten, daß es vorher einen funktionierenden Wochenmarkt gegeben hat. Dieser wurde ohne Not kaputt organisiert und reglementiert. Die Bleckeder haben sich hier -zum Wohle und zum Erhalt ihres bewährten Wochenmarktes- nur auf die Seite der Marktbeschicker gestellt - das haben die, die diese Eintracht von außen mutwillig kaputt gemacht haben, aber scheinbar bis heute nicht verstanden. Im übrigen können vorab eingeholte Resonanzwerte auch hilfreich sein - dahingehend, daß sie ein Geschäftsrisiko besser kalkulierbar machen oder einem potenziellen Investor schon im Vorwege aufzeigen, daß seine Idee hier nicht ankommt. Alles diese Gedanken setzen aber voraus, daß man nicht wie ein Hölzfäller im Wald um sich haut und die Meinungen schlichtweg ignoriert.

      Richtig ist, daß Bleckede ein tragfähiges Konzept für die Zuklunft braucht. Allerdings findet sich dieses nicht von allein und erst recht nicht dadurch, daß Leute von außen selbstherrlich auftreten, um den Bleckedern die angeblich einzige Wahrheit aufzudrücken. Vielmehr haben Rat und Verwaltung es über Jahre hinweg versäumt, die Weichen für die Bleckeder Innenstadt richtig zu stellen und den sich hier abspielenden Prozeß zu unterstützen. Das Ausbluten der Bleckeder Innenstadt hätte bei rechtzeitigem Einwirken verhindert werden können. Als Beispiel sei hier die Einkaufsmeile zwischen der Kreuzung Lüneburger Straße/Nindorfer Moorweg und der Industriestraße genannt. Diese wirkt sich nachhaltig schädlich für die Bleckeder Innenstadt aus. Warum waren Rat und Verwaltung in Bleckede damals unisono der Meinung, daß wir das an diesem Standort brauchen? Natürlich geht es nicht ganz ohne Einkaufsmärkte. Ein in dieser Hinsicht sehr gelungenes Konzept kann man übrigens in Dannenberg bestaunen. Dort wurde der Einkaufsmarkt mit dem Einkaufszentrum direkt in die Stadt geholt. Letztlich profitieren davon alle. Sowas hätte ich mir für Bleckede auch gewünscht - leider ist dieser Zug jetzt abgefahren.

      Die Werbegemeinschaft hat in den letzten Jahren einiges versucht. Leider muß man hier aber auch sagen, daß die Mittel und die Möglichkeiten begrenzt sind. Vor allem dann, wenn man "von oben" weitestgehend allein gelassen wird und auf sich gestellt ist. Grundsätzlich aber ist eine Bündelung der Interessen ein Schritt in die richtige Richtung. Hier bin ich dann unweigerlich wieder bei meiner Kritik - es ist und bleibt kein guter Weg, etwas mit aler Gewalt an den hier lebenden Menschen vorbei umsetzen zu wollen.

      Wir alle haben in den vorangegangenen Jahren ein Ausbluten der Bleckeder Innenstadt erleben müssen, das zudem noch an Dynamik gewonnen hat. Wenn man heute einmal durch den Flecken geht und sich nüchtern fragt, was hier eigentlich noch passiert, dann wird man schnell feststellen, daß es leider immer weniger geworden ist. Zum Glück gibt es bis heute einige wenige Zugpferde, die dafür sorgen, daß die Bleckeder Innenstadt nicht ganz verödet. Für mich gehört zu einem Erhalt der Bleckeder Innenstadt auch der Spruch "Fahr nicht fort, kauf im Ort!". Davon, daß Vereine Preise für Weihnachtsfeiern oder andere Veranstaltungen gesponsert haben möchten, kann auf Dauer keiner (über-) leben.

      Wie ich Bleckede in 10 oder 15 Jahren sehe, kann ich nicht genau sagen. Es gibt da zwei Möglichkeiten. Die eine wäre die, daß es gelingt, hier etwas zu bewegen, wohlgemerkt mit Unterstützung der hier lebenden Leute. Abgesehen davon, daß die Ausführungen im Hinblick auf das gezeigte Demokratieverständnis zu wünschen übrig lassen, hast Du offenbar auch den sehr wesentlichen Faktor "Akzeptanz" übersehen. Was nützen neue Ideen, Vorschläge und Umsetzungen, wenn schon vorher klar ist, daß sie nicht auf Akzeptanz stoßen werden? Hier wären wir wieder beim mutwillig vor die Wand gefahrenen Wochenmarkt (anders kann man es nach allem, was im Vorwege klar erkennbar war, leider nicht bezeichnen). Zurück zur Akzeptanz, einem tragfähigen Konzept und der sich hieran anschließenden zweiten Möglichkeit. Wenn es gelingt, ein solches Konzept zu finden und zu entwickeln (was ich im Interesse der Stadt Bleckede sehr stark hoffe), dann können wir Bleckede in 10 oder 15 Jahren wohl als Zentrum des Ostkreises Lüneburg sehen. Wenn dieses nicht gelingt, dann wird Bleckede irgendwann ähnlich verschlafen (oder gänzlich tot) sein wie heute beispielsweise Schnackenburg.

      Sicher ist einer der Wege auch der, daß man auch zukünftig Touristen nach Bleckede lockt. Dieses darf aber nicht um jeden Preis geschehen - wir sollten hier zum einen den uns auferlegten Umwelt- und Naturschutz ernst nehmen und uns zum anderen an der wirtschaftlichen Situation orientieren. Die Stadt Bleckede ist mit dem Schloß ein (möglicherweise zu) großes Wagnis eingegangen. Da muß es vor dem Hintergrund chronisch leerer Kassen jetzt nicht auch noch eine Biberanlage mit kaum kalkulierbaren Folgekosten sein.

      Die Stadt Dannenberg ist auch sonst ein leuchtendes Beispiel für mich. Man hat es dort mit Unterstützung einer niedersächsischen Mittelstandsinitiative geschafft, Leerstände weitestgehend zu beseitigen. Dieses wurde zum einen durch Anschubfinanzierungen erreicht, zum anderen wurde Existenzgründern für eine Anlaufzeit eine vergünstigte Miete abverlangt. So konnte der Dannenberger Innenstadt sehr viel neues Leben eingehaucht werden. Das wäre ein Weg, den ich mir auch für Bleckede gut vorstellen könnte - wenngleich die hiesigen Rahmenbedingungen durch die Verlagerung des Einkaufszentrums nach Wendisch-Bleckede ungleich ungünstiger sind. Ungeachtet dessen muß aber jedem klar sein, daß Leerstände nicht eben einladend wirken. Leider haben wir davon derzeit aber zu viele in der Bleckeder Innenstadt.

      Gruß,
      THW Kiel
      Ich will mich nicht wirklich hier in das Thema einmischen, dafür bin ich schon zu lange der Heimat fern.

      Die Kritk von THW ist schon mehr als heftig. Aber da wird schon irgendwo Wahrheit drin stecken.

      @tc21354 Egal wo auf der Welt, kann man nicht Entscheidungen treffen, wo die Betroffenen nicht mit einbezogen werden. Ihnen etwas Fertiges vorzusetzen, das trifft nie auf große applaudierende Resonance. Selbst dann, wenn das Ergebnis positiv am Ende ist.

      Vergleiche mit anderen Orten zu ziehen kommt nur dann gut, wenn man nicht jammert, sondern Anreize und Ideen entwickelt, damit evtl. eine Umsetzung sich ergeben kann.

      Viele Grüße,
      Nabila

      ***

      „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
      Konrad Adenauer
      Hallo tc21354

      Ich habe ja geschrieben, daß ich mich in dieses Thema nicht wirklich einmischen kann. So kann ich Dir leider auch Deine Frage nicht beantworten, da ich nicht das jetzige Konzept des Wochenmarkt kenne.

      Viele Grüße,
      Nabila

      ***

      „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
      Konrad Adenauer
      Es wirkt auf mich alles so, als sollte jetzt noch etwas gerettet werden, was lange nicht mehr zu retten ist. Das Kind ist lange in den Brunnen gefallen - auch dieses wollen die Organisatoren (oder soll ich hier besser von "Besserwissern" sprechen?) offenbar nach wie vor nicht wahrhaben. Mit diesen Organisationsstrukturen und vor allem mit diesen Organisatoren wird sich in Bleckede nichts mehr ändern lassen, weil von vornherein davon auszugehen ist, daß die Bevölkerung ohnehin nur wieder geleimt werden soll. Übrigens läßt dieser Effekt sich auch gut an der 800-Jahr-Feier reflektieren! Denn genau das ist einer der Gründe, warum auch die 800-Jahr-Feier bei den alten Bleckedern auf soviel Ablehnung und Skepsis stößt.

      Ich denke, der Kernpunkt ist der der Einflußnahme von außen. Wer oder was gibt einem das Recht, sich besserwisserisch von außen zu präsentieren und plötzlich alles, was sich (wie im Falle des Wochenmarktes) über 20 oder mehr Jahre bewährt hat, umzukrempeln?
      Dieses geht klar zu Lasten der Akzeptanz der Sache selbst - und damit sowohl zu Lasten der betroffenen Bürger als auch -wie im Falle des Wochenmarktes- zu Lasten der durch diesen Quatsch ausgebooteten Marktbeschicker. Keiner in Bleckede hat diesen Unsinn damals wirklich gewollt, wenn man einmal von einigen wenigen Schlaumeiern, die erst kurz zuvor nach Bleckede gekommen sind und keine Ahnung hatten, absieht.
      Ein Argument der Gegner war damals auich, daß es sich auf dem Kopfsteinpflaster-Untergrund des Parkplatzes bei der Apotheke erheblich schlechter gehen, stehen und aufbauen läßt als auf dem bewährten Untergrund am Königsplatz der Fall ist. Auch das hat niemanden interessiert.

      Statt arrogant, ignorant und weltverbessernd zu agieren, tut man besser daran, einen Konsenz im SInne der von einer solchen Maßnahme betroffenen Menschen zu suchen. Aber eben das scheint der Knackpunkt zu sein - denn das absolut uzzureichende Demokratierverständnis der "Organisatoren" wird den Bleckedern ja dann gleich als "Stammtisch-Gelaber" oder ähnliches auisgelegt.

      Ich kann mich nur wiederholen, denn mit derartigen Bevormundungen und Schlaumeiereien macht man sich in Bleckede eben keine Freunde!

      Gruß,
      THW Kiel
      @ tc21354: Deine Argumentation ist im übrigen auch aus einem anderen Grund völlig widersinnig. Als beispielsweise vor einigen Jahren in Breetze Planungen zum Bau von neuen Windkraftanlagen bekannt wurden, haben Bürger des Dorfes dieses zu verhindern versucht. Warum haben sie das wohl nur getan, wenn sie nach Deiner Ansicht garnicht erst das Recht dazu haben?

      tc21354 schrieb:

      Glaubst Du wirklich dass wir zu jeder wirtschaftlichen Entscheidung z.B. ob ein neues Geschäft in Bleckede öffnet eine demokratische Entscheidung von unten brauchen ? Ich nicht !


      Dazu fällt mir nur ein, daß wir zum Glück in einer Demokratie mit freiheitlich-demokratischer Grundordnung leben. Anders als damals im 1000-jährigen Reich oder der Ostzone haben die Menschen in unserer heutigen Demokratie sehr wohl die Möglichkeit, sich gegen für sie nicht nachvollziehbare oder ihre Lebensqualität unmittelbar beeinträchtigende Maßnahmen zur Wehr zu setzen. Du versuchst scheinbar, dieses Bürgerrecht mit aller Kraft als dummes Geschwätz zu diffamieren und zu torpedieren...

      Gruß,
      THW Kiel

      "Gemüsestand und Menschenrechte"

      Zeitpunkt:

      THW Kiel schrieb:

      @ tc21354: Deine Argumentation ist im übrigen auch aus einem anderen Grund völlig widersinnig. Als beispielsweise vor einigen Jahren in Breetze Planungen zum Bau von neuen Windkraftanlagen bekannt wurden, haben Bürger des Dorfes dieses zu verhindern versucht. Warum haben sie das wohl nur getan, wenn sie nach Deiner Ansicht garnicht erst das Recht dazu haben?


      tc21354 schrieb:

      Glaubst Du wirklich dass wir zu jeder wirtschaftlichen Entscheidung z.B. ob ein neues Geschäft in Bleckede öffnet eine demokratische Entscheidung von unten brauchen ? Ich nicht !


      Dazu fällt mir nur ein, daß wir zum Glück in einer Demokratie mit freiheitlich-demokratischer Grundordnung leben. Anders als damals im 1000-jährigen Reich oder der Ostzone haben die Menschen in unserer heutigen Demokratie sehr wohl die Möglichkeit, sich gegen für sie nicht nachvollziehbare oder ihre Lebensqualität unmittelbar beeinträchtigende Maßnahmen zur Wehr zu setzen. Du versuchst scheinbar, dieses Bürgerrecht mit aller Kraft als dummes Geschwätz zu diffamieren und zu torpedieren...

      Gruß,
      THW Kiel


      @THW Kiel - Zu diesem Schwachsinn fällt mir nur dieses Zitat ein:

      Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

      Gruss
      tc21354


      @ tc21354: Danke, daß Du mir die Feststellung im Hinblick auf die Unendlichkeit der menschlichen Dummheit abgenommen hast...

      Leider hast Du meinen letzten Beitrag nicht verstanden. Ich habe darin nicht auf Menschenrechte, sondern auf Grundprinzipien einer Demokratie, in der wir hier glücklicherweise leben, hingewiesen. Da Du offenkundig einige Defizite im Wissen über Demokratien und Menschenrechte (die in Demokratien "nur" eingehalten werden müssen) hast, empfehle ich Dir als ersten Einstieg die Seite von Wikipedia
      de.wikipedia.org/wiki/Demokratie

      Gruß,
      THW Kiel

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      Es geht insofern auch um Demokratie, als daß am ausgehenden Beispiel seinerzeit von Bürgern versucht wurde, mit den Mitteln der Demokratie eine bessere als die aufdiktierte Lösung herbeizuführen. Dieses kann oder will tc21354 offenbar nicht nachvollziehen. Daher mein Hinweis auf die Grundprinzipien einer Demokratie.

      Gruß,
      THW Kiel