Biberanlage am Schloß

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      Biberanlage am Schloß

      Zeitpunkt:

      Biberanlage am Schloß - sinnvoll, oder eher nicht? 75
      1.  
        Nein, der Lebensraum des Bibers sollte nicht eingeschränkt werden. (33) 44%
      2.  
        Nein, das bringt auch nicht mehr Geld. (26) 35%
      3.  
        Ja, das beflügelt den Tourismus und bringt Geld in die Kassen. (16) 21%
      4.  
        Keine Meinung (0) 0%
      Sicherlich habt ihr von der Planung der Biberanlage am Schloß gehört und gelesen. Wie ist eure Meinung dazu?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von THW Kiel ()

      Danke Nobbes.

      Das wird doch sicher die Tierschützer auf den Plan rufen. :D

      Es kann natürlich Geld in die Kassen kommen, wenn dieses Vorhaben durchgezogen wird, aber müssen muß es auch nicht.

      Viele Grüße,
      Nabila

      ***

      „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
      Konrad Adenauer
      Ich frage mich, warum der Bürger permanent für dumm verkauft werden soll...

      Natürlich ist die Biber-Nummer ein Witz. Leider ist es aber bis jetzt so, daß die Gegner aber eher lächerlich gemacht werden, als daß man ihre Argument, Sorgen und Bedenken ernst zu nehmen scheint.

      Der Ratsherr Martin Gödecke hat in den letzten Wochen intensive Aufklärungsarbeit betrieben. Er hat versucht, die Faktenlage für den Bürger verständlich darzustellen. Von der "Gegenseite" (Bürgermeister, ElbSchloss etc.) sah er sich dafür massiven Angriffen ausgesetzt.

      Leider sind die Leute, die uns Bürger hier nun aber offensichtlich für wieder einmal für dumm verkaufen wollen, bisher eine wirkliche Erklärung schuldig geblieben. Es gibt ein paar Gegen- oder Schutzargimente, die alles in allem aber wenig überzeugend sind. Unter anderem wird angeführt, daß diese Anlage ein Zuschauermagnet werden würde. Eine Zahl von ca. 40.000 Besuchern pro Jahr erachte ich als mehr als utopisch. Beim Schloß war man damals ähnlich optimistisch - heute wissen wir, daß bisher nur etwa 20.000 Besucher pro Jahr den Weg zum Schloß gefunden haben. Tendenz rückläufig...

      Ein weiteres Argument ist das, daß die zu erwartenden Besucherströme eine Kaufkraft von zusätzlich bis zu 600.000 EUR pro Jahr nach Bleckede spülen würde. Schade, daß die Verfasser es nicht selbst erkennen, daß das Quatsch ist. Wie sieht es denn heute aus? Der Löwenanteil der Besucherscharen, die das Schloß besuchen, besteht aus Rentner- und Schülergruppen, die in Bussen direkt zum Schloß anreisen und unmittelbar nach der Besichtigung wieder eingesammelt werden. Gastronomie und Handel in Bleckede haben davon garnichts - das wird auch zukünftig so sein.

      Das beste Argument finde ich aber, daß die Stadt Bleckede nur eine Summe von 137.500 EUR aus eigenen Mitteln aufbringen muß und daß es im Gegenzug etwa 90 % Förderung von anderen Stellen gibt, die man einfach nicht liegen lassen kann. Davon abgesehen, daß die Stadt Bleckede schon heute mehr oder weniger bankrott ist (man denke nur an die angeblich notwendige Gemeindefusion) ist dieses "Argument" eher als Gegenargument geeignet. Zum einen müssen die Gelder so oder so von irgendwo kommen - es dürfte hineichend bekannt sein, daß die öffentlichen Kassen insgesamt in massiven Schwierigkeiten stecken. Zum anderen würde keine Privatperson, die bankrott ist, noch irgendwo einen Kredit von "lumpigen" 50.000 EUR (oder 10 %) erhalten, wenn sie sich ein Haus zu 500.000 EUR kaufen wollte.

      Es muß gespart werden und das ganze macht nur dann Sinn, wenn wir bei uns anfangen und nicht die Notwendigkeit immer von uns weisen und behaupten, es würde genügen, wenn andere damit anfangen. Letztlich haben wir auch den nachfolgenden Generationen gegenüber eine Verantwortung.

      Hinzu kommen die weiteren sachlich begründeten Argumente im Hinblick auf den Natur- und Tierschutz. Es ist nicht einzusehen, daß ein freiheitsliebendes Tier wie der Biber eingesperrt werden soll. Ganz abgtesehen davon, daß sich bei einem eher dämmerungsaktiven und winterfaulen Tier wie dem Biber auch die Frage stellen dürfte, ob er in der Analge dann wirklich immer zu sehen wäre. Ebenso wenig nachvollziehbar ist die für die Anlage notwendige Opferung von zwei mehr als 100 Jahre alten Linden im Bereich der Schloßinsel. Einem privaten Grundeingentümer würde man so ein Projekt aus Gründen des Naturschutzes um die Ohren hauen, bei einem öffentlichen Projekt scheint hingegen alles möglich.

      Das zu der Biberanlage für viel teures Geld erstellte Gutachten bzw. die Machbarkeitsstudie würde ich eher als Gefälligkeitsgutachten einstufen. Die darin genannten Erwartungen und die Ausführungen zur zu erwartenden Wirtschaftlichkeit eines solchen Projektes stufe ich persönlich als unrealistisch ein. Wer denkt neben den Erstellungskosten eigentlich an die später anfallenden Unterhaltungskosten? Schon jetzt stehen diese beim Schloß in einem deutlichen Mißverhältnis zu den durch Besucher eingebrachten Einnahmen.

      Letztlich bleibt festzuhalten, daß im Falle eines begründet zu erwartenden Mißerfolges der Bürger, die Allgemeinheit zur Rechenschaft gezogen wird. Ich warte eigentlich nur darauf, daß es die nächste Grundsteuererhöhung der Stadt Bleckede gibt - um dem Bürger frisches Geld zur Finanzierung dieses ganzen Blödsinns abzunehmen.

      Warum wird uns Bürgern dieser ganze Käse als touristische Attraktion, als Notwendigkeit verkauft? Warum schenkt uns nicht endlich mal einer unserer Volksvertreter (z. B. Herr Bürgermeister Böther) reinen Wein ein und benennt, daß diese Ausbauten in erster Linie notwendig sind für den weiteren Erhalt des Schlosses? Wahrscheinlich würde es aber auch mit dem Erhalt der Förderungsgelder und dem Bau der geplanten Anlagen (Biber und Aquarium) so sein, daß das Ende des Schlosses nur hinausgezögert werden kann. Ein wirtschaftlicher Betrieb erscheint mir leider in jedem Falle unmöglich - dieses sollten die Phantasten, die Bleckede diese Projekte nun offenbar gegen die Mehrheit der Bevölkerung aufzwingen wollen, bedenken.

      Rat und Verwaltung haben eine Verantwortung für das Gemeinwohl. Dieses sollte in verantwortungsvollem Handeln gemehrt, anstatt vermindert werden. Wann kommen die Entscheidungsträger dieser Verantwortung endlich nach und bekennen sich dazu, daß das ganze Projekt ein Irrweg ist? Hoffentlich nicht erst, wenn es zu spät ist und wir Bürger auf den Kosten und den Folgekosten sitzen!

      Gruß,
      THW KIel
      Moin,
      heute am Vormittag lief ein Mann mit einem Recorder und NDR-Mikrofon-Schutz durch die Stadt und hat Passanten zum Thema Biber-Zentrum befragt. Ich habe mich da ablehnend geäußert, weil ich keinen Sinn darin sehe Biber einzusperren und auszustellen und die Sache wirtschaftlich ähnlich schlecht beurteile wie THW.

      Es ist aber wirklich ein Problem unsere Region zu vermarkten. Was haben wir denn was andere nicht schon lange haben um Touristen anzulocken.

      Gruß
      Grubert
      Augen auf und durch!
      Hallo zusammen !

      Aus der Ferne betrachtet könnte man meinen, die Spinner und Phantasten aus unserem

      Kulturhauptstadtprojekt 2010 sind zu Euch ausgewandert.

      Lasst um Gottes Willen die Biber da, wo sie hingehören: In der Elbe und ihren Nebenarmen.

      Ich halte es für wirtschaftlich äußerts bedenklich, solch eine "Anlage" am Schloß zu installieren,

      und dafür auch noch den alten Baumbestand zu opfern.

      Wer kann denn ernsthaft glauben, daß eine Biberanlage in Bleckede Touristenströme anziehen

      könnte ? Touristen in der Region werden von der wunderbaren Natur in der Elbtalaue angezogen

      und nicht von Zooähnlichen Anlagen. Das braucht Ihr wirklich nicht !

      Bitte sagt mir, daß es sich nur um einen vorgezogenen Aprilscherz handelt !

      Gruß aus Essen

      Frank
      THW hat mir schon total aus dem Herzen gesprochen, wobei ich in dieser Sache eigentlich nur den Tierschutz sehe.
      Ich habe mich dazu mal auf der Wiki-Seite schlau gemacht.
      1. Eine Biberfamilie mit 2 Generationen benötigt schon 1-2 Flusskilometer. Wie will die Stadt das bewerkstelligen? Mit einem großen Gehege????
      2. Biber machen zwar keinen Winterschlaf, dafür eine Winterrruhe. Wie THW schon schrieb, werden sie in dieser Zeit nicht zu sehen sein.
      3. Hat sich die Stadt bzw. diejenigen die für die geplante Anlage sind, überhaupt schon eine Stunde mit dem Biber befasst? Sind sie in der Lage, lateinische Namen zu behalten, wissen, wie er gefüttert werden müsste etc. ?
      4. Der Biber ist ein Wildtier und da sollte er auch bleiben.
      5. Wenn ich eine mir fremde Stadt besuche und ich sehe wildlebende Tiere, so erfreue ich mich an diesen kurzen Moment mehr, als wenn ich sie als Publikumsmagnet eingesperrt sehen muß. Nur um des lieben Bekanntheitsgrad, daß es in eben dieser Stadt diese und diese Tiere gibt?
      6. Wenn der Tierschutzverein bei dem geplanten Vorhaben da keinen Strich durchzieht, dann glaube ich langsam an gar nichts mehr.....

      Bitte lest euch im Internet den Bericht in Wiki über den Biber durch. Er ist sehr interessant und sagt zumindest für Laien aus, daß so eine Anlage definitiv NICHT möglich wäre.
      Heikles Thema diese geplante Biberanlage...

      Mir ist es auch persönlich viel lieber wenn die Biber Kilometerweit ihre Bahnen paddeln können, so wie es die Natur für die Tiere vorgesehen hat.

      Auch dem Eisbär Knut wäre es lieber, wenn er auf seiner Eisscholle durch die Antarktis treiben könnte. Wo will man da Anfangen und wo Aufhören? Beim Wellensittich der einmal am Tag seinen Freiflug im heimischen Wohnzimmer genießen darf?

      Ich kann mir schon vorstellen, dass sich ein wenig mehr Touristen in Bleckede sehen lassen würden, doch die Zahl die an Besucher genannt wurde ist nun wirklich Wunschdenken. Durch solche Aussagen fühlt man sich als Bürger doch leicht veräppelt.

      Die Kosten für die Biberanlage sind wirklich erschreckend hoch, doch wenn ich dagegen sehe dass unser Meerwasseraquarium mal eben 15.000 Euronen kostet. Hmmm, dann hört sich das schon nicht mehr so gewaltig an.

      Wir haben hier Zuhause über das Thema diskutiert und ich fühle mich hin und her gerissen zwischen einem Ja und einem Nein.

      Wir werden uns am 17.02.09 im Bleckeder Haus die Infoveranstaltung anhören, mal sehen was da rüber kommt.

      Eins ist klar – Bleckede muss was tun!

      Euch ein nettes Wochenende!

      Mit internetten Gruß

      stiftl
      Hallo zusammen,
      ich kann THW und blacktownlion nur zustimmen.

      Ein Biber gehört an die Elbe und nicht in ein Gehege. Man kann sie in Bleckede
      und in Alt Garge in ihrer natürlichen Umgebung beobachten, warum werden nicht
      lieber Naturführungen angeboten?

      Wenn man liest, das im ersten Jahr mit über 40000 Besuchern gerechnet wird
      und in Folgejahren mit 37000, das sind gut 100 Besucher täglich, ich finde das
      reichlich hoch gegriffen.

      Was mir zusätzlich Sorge bereitet sind die Finanzen. Ursprünglich waren glaube ich
      ca 1,6 Mio veranschlagt, das wurde jetzt auf 1,4 Mio schöngerechnet, am Ende werden
      es sicherlich 1,7 oder 1,8 Mio, wer zahlt den Rest? Bleckede, also wir?

      Borussia
      Ja wir schwören Stein und Bein auf die Elf vom Niederrhein
      Ganz sicher ist es wünschens- und erstrebenswert, attraktivere touristische Angebote in und für Bleckede und die Region zu schaffen. Fakt ist aber auch, daß wir hier in einem strukturschwachen Raum leben. Dieses sollten wir bei allem, was wir tun und fordern, im Hinterkopf behalten.

      Leider ist traditionell kein Geld da. Man denke hier nur an die Feierlichkeiten zum 800. Geburtstag unserer schönen Heimatstadt. Da die Stadt Bleckede hierfür kein Geld hat, ist man auf Betteltouren und Sponsoren angewiesen. So weit so gut. Die nun zur Umsetzung der Erweiterung des Schlosses scheinbar vorhandenen 137.500 EUR stehen in einem krassen Missverhältnis zu dieser Tatsache. Auch wenn man argumentieren könnte, es werden damit bleibende Werte geschaffen (wohingehen die Gelder zur 800-Jahr-Feier nur für den Bürger und im weitesten Sinne für Werbemaßnahmen verwendet werden), erachte ich es als unzureichend. Schließlich dürfte es alles andere als sicher oder gesichert erscheinen, daß es auch gelingt, diese neu geschaffenen Werte langfristig zu erhalten.

      Es kursieren hartnäckige Gerüchte, daß einige Entscheidungsträger und Befürworter dieser Sache höhere politische Ämter auf Kreis- und/oder Landesebene anstreben. Ausgelöst durch die leider immer noch alltägliche Planwirtschaft auf der Ebene der Verwaltungen scheint sich eine solche Sache dann parteipolitisch als gute Empfehlung zu machen. Die hier nach einem Weggang hinterlassene Asche, die verbrannte Erde, spielt da offensichtlich auch keine Rolle.

      Einige sind offenbar zudem der Meinung, daß es schlichtweg zu wenig sei, einfach nur gegen die Planungen zu sein und keine Alternativen parat zu haben. Es dürfte nun ja hinreichend bekannt sein, daß tatsächlich kein Geld da ist - welche Alternativen lassen sich zum Nulltarif aus dem Hut zaubern?

      Wünsche würde ich mir, daß hier etwas passiert, daß es eine Steigerung der Attraktivität gibt. Die weiter oben angesprochene Möglichkeit, Naturausflüge anzubieten, könnte da ein Weg sein. Schließlich gibt es in Mitteleuropa heute kaum eine Flußlandschaft, die so naturnah ist, wie unsere Elblandschaft. Ich fürchte nur, daß einigen potenziellen Besuchern hier die Geduld fehlen würde - wenn sie denn einen Ausflug machen und nicht das erleben, was sie sich erhofft haben.

      Eine Möglichkeit der Attraktivitätssteigerung sehe ich seit langer Zeit in der Einrichtung einer Jugendherberge in Bleckede. Dieses wurde hier in Bleckede aber leider verschlafen. Statt dessen hat man es sich jahrelang tatenlos angesehen, wie in Preten (weit ab vom Schuß) Planungen anliefen, die inzwischen auch wieder verworfen wurden. Bleckede liegt etwa auf halber Strecke zwischen Lauenburg und Hitzacker, würde sich meines Erachtens anbieten für eine Jugendherberge. Dann würden Fahrradtouristen auch hier verweilen und nicht immer nur durchfahren. Dieses aber nur am Rande.

      Gruß,
      THW Kiel
      Natürlich gibt bei Führungen keine Garantie die gewünschten Tiere
      auch zu sehen, die gibt es aber woanders, z.B. beim Whale-Watching,
      auch nicht. Vielleicht könnte man die Tiere mit Leckerlies, speziellen
      Wasserpflanzen an bestimmte Zeiten gewöhnen. Bleckede hat ja
      bereits einen Biberbeauftragten, der das vielleicht übernehmen
      würde. Andererseits so scheu sind die Tiere nun auch nicht, ich kenne
      viele Leute, die die Biber schon öfters gesehen haben.
      Ich denke auch , das sich die Anzahl der Biber in der Elbtalaue
      und an der ganzen Elbe in den
      nächsten Jahren vergrößern wird, bald werden wir wieder auf die
      Biber schimpfen, weil sie letztendlich auch Schaden anrichten.
      In Alt Garge gibt es Stellen an der Elbe, wo jeder Busch angenagt ist,
      und das wird sich ausbreiten.
      Dann werden wir gar nicht mehr so stolz sein auf unsere Biber,
      dann haben wir aber diese "tolle" Biberanlage am Schloß und wissen
      nicht was wir damit sollen.

      Borussia
      Ja wir schwören Stein und Bein auf die Elf vom Niederrhein
      Ich habe von Tieren sicher keine große Ahnung und interesse fehlt mir da sowieso.

      Aber was Borussia angesprochen hat, wird sicher richtig sein. Aber mal ehrlich, mit oder ohne Biberanlage am Schloß werden die Tiere sich vermehren in der freien Natur.

      Und wenn heute und gestern schon nicht genug Geld in der Stadtkasse ist, dann wird es morgen auch nicht anders sein.

      Viele Grüße,
      Nabila

      ***

      „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
      Konrad Adenauer

      Braucht Bleckede eine Biberanlage

      Zeitpunkt:

      Braucht Bleckede eine Biberanlage ?? Haben Herr Bürgermeister Böther und Elb-Experte Schlemann nicht aus der Finanzkrise gelernt?Wer heutzutage wie die beiden von 900 % Rendite spricht, dem sollte man von vornherein skeptisch gegenüber stehen. Ein Eigenanteil von 150000 Euro bei Kosten von 1,4 Mio. Euro hört sich erstmal nicht schlecht an. Von Folgekosten für Instandhaltung und Personal wird aber nicht gesprochen. Natürlich ist es richtig, dass die Stadt etwas tun muss, um mehr Besucher zu holen und deren Aufenthaltsdauer zu verlängern. Sehr zweifelhaft ist aber, ob der Bau einer Biberanlage hierfür geeignet ist, auch wenn eine wissenschaftliche Machbarkeitsstudie dies ergeben hat – eine andere würde dies sicher auch widerlegen. 37000 Touristen jährlich anstatt derzeit zwischen 15000 und 20000, also rund doppelt soviel Besucher allein durch den Bau der Biberanlage erscheint doch sehr fragwürdig. Um mehr Besucher für unsere Stadt zu gewinnen sollten Herr Böther und Herr Schlemann vielleicht erstmal einen ausgedehnten Spaziergang durch diese machen.Klar gibt es viele schöne Dinge zu entdecken, aber was ist mit den Drecktümpeln hinter Aldi und dem Werkmarkt, halbwegs zugewachsene Deichwege, kaputte Bürgersteige , die Fährhaus-Ruine und noch weiteres? Bleckede muss attraktiver werden. Die Kosten und Folgekosten für ein unsinniges Bibergefängnis in einem Biosphärenreservat als weitere teure Sehenswürdigkeit neben dem Elbschloss, welches auch schon mal als Allheilmittel für Bleckedes Tourismus angesehen wurde ist, sollten sich Herr Bürgermeister Böther und Herr Tourismusexperte Herr Schlemann lieber zum Wohle der Stadt sparen. Aus dem Bleckeder Haus mit seinen Folgekosten für die Stadt hat man anscheinend auch noch nichts gelernt. Menschen, die sich gegen den Bau der Biberanlage einsetzen gefährden mit ihrem Verhalten ganz sicher nicht die Chance für eine touristische Entwicklung. Sie haben vielleicht sogar bessere Ideen, um die Stadt Bleckede für den Tourismus interessanter zu machen.Wie wäre es mit mehr Attraktivität am Hafen: Hatten wir nicht mal einen Tretbootverleih, eine Minigolfanlage etc.? Lassen Sie den Tieren die Freiheit und sperren Sie lieber ihre Ideen zum Bau einer unsicheren und deshalb vermutlich unsinnigen Anlage ein! Mit diesem Brief rufe ich alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt auf, sich zu äußern.
      Heinrich Hagenmeyer

      Bleckede
      [quote='Nobbes',index.php?page=Thread&postID=11431#post11431]Hatten wir nicht auch mal ein sanierungsbedrüftiges Waldbad in Alt Garge?[/quote]Hatten wir, ist ja aufgrund der knappen Kassen leider bankrott gegangen.....

      Vielleicht sollte jemand den hohen Herren im Rathaus mal nen Link zu diesem Thread schicken, damit sie mal die öffentlichen Meinungen durchlesen, sprich die Umfrage anschauen, die klare Worte spricht.
      Die sogenannten "hohen Herren" sollten eigentlich im Bilde sein über des Volkes Meinung in dieser Sache. Die Zeitungen sind tagtäglich voll von Leserbriefen und Meinungsbekundungen, die sich allesamt gegen die geplante Biberanlage richten. Der NDR war letzten Freitag in Bleckede vor Ort, um einige Leute zu ihrer Meinung zu befragen. Hinterher hieß es, daß man trotz intensivster Bemühungen keinen gefunden hat, der sich für die Umsetzung der Planungen ausgesprochen hat.

      Ich selbst bin vorgestern auf der Jahreshauptversammlung des Kultur- und Heimatkreises gewesen. Der Bürgermeister war ebenfalls anwesend. Er hat eine Begrüßungsrede gehalten, in der er massiv Werbung für beide Projekte (also Biberanlage und Gemeindefusionierung) gemacht hat. Gleichzeitig hat er ziemlich heftige Kritik in Richtung der Gegner geäußert und eingeladen zur Veranstaltung am kommenden Dienstag, den 17. Februar im Bleckeder Haus. Leider ist der Bürgermeister auch vorgestern eine sachlich fundierte Begründung schuldig geblieben. Er äußerte lediglich, daß die Umsetzung beider Projekte "immens wichtig" für Bleckede sei - was immer dieses auch bedeuten mag.

      Außer dem Herrn Bürgermeister, dem Herrn Sohst und einigen Leuten aus dem Rat der Stadt sowie vom ElbSchloß scheint fast niemand die geplante Biberanlage zu befürworten. Über dies finde ich das beispielsweise von Herrn Sohst kundgetane Demokratieverständnis sehr grenzwertig. Dieser hatte vor einiger Zeit einen Leserbrief in der Elbmarschpost, in dem er die Umsetzung der Planungen begrüßt hatte. Gleichzeitig hatte er dem Bürger mehr oder weniger das Recht auf eine Meinungsäußerung abgesprochen und versucht, es dadurch zu "legalisieren", daß wir eine repräsentative Demokratie haben und es so auf die Meinung des einzelnen nicht wirklich ankommen würde.

      Fragen und Kommentare waren vorgestern leider nicht erwünscht. Somit bleibt nur, daß wir alle im Interesse unserer Heimatstadt Bleckede den Termin am kommenden Dienstag nutzen und unseren geballten Unmut dort zum Ausdruck bringen. Vielleicht wachen die Entscheidungsträger dann ja endlich auf...

      Gruß,
      THW Kiel

      Der Biber wartet nicht auf die Bleckeder, bis diese ihn einsperren...

      Zeitpunkt:

      Gestern habe ich an der Uferpromenade zwischen Pegelhäuschen und Fährhaus einige Entdeckungen gemacht, die ganz klar belegen, daß der Biber, dieses niedliche, zierliche Tierchen, bereits sein Unwesen in Bleckede treibt. Er ist also keinesfalls so blöd und wartet darauf, daß die naiven Bleckeder ihn einsperren und zur Schau stellen...

      Wer etwas Geduld mitbringt und halbwegs aufmerksam durch die Gegend marschiert, der wird ihn auch ohne Gefängnis an der Elbe entdecken können. Falls dieses nicht gelingt oder die Geduld dafür nicht ausreicht, bleiben zumindestens seine Spuren sichtbar. An der Uferpromenade sind zwei Bäume in Mitleidenschaft gezogen, ein dritter ist gänzlich umgelegt worden.

      Gruß,
      THW KIel
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      Anbei ist nun noch ein pdf-Dokument der Lünepost verlinkt. Dort ist der Bericht, der am 04. Februar 2009 in der Lünepost stand, nachzulesen. Neben einer Stellungnahme zu den Gegnern der geplanten Anlage kommen darin auch Bürgermeister Böther und Tourismus-Vertreter Schlemann zu Wort.

      Quellenangabe für das anhängende pdf-Dokument: Lünepost, Lüneburg, Ausgabe vom 04. Februar 2009 (luenepost.de)

      Gruß,
      THW Kiel
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