Flasche leer, Mineralwasserfabrik

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Nobbes schrieb:

      Bei mir kommt grade der Gedanke auf: Wenn es eine Marke Elbschloss gibt, darf dann unser Schloß die Firmen/Ortsbezeichnung "Elbschloss " tragen?


      Ich würde ganz klar mit einem "Nein" antworten. Darum hätte ich diesen Namen schon damals nicht für das Bleckeder Schloß verwendet.

      Im Falle "Elbschloss" könnte die Rettung die sein, daß es die ursprüngliche Elbschloss-Brauerei" in Hamburg-Nienstedten heute nicht mehr gibt. Das bekannteste Produkt dieser Brauerei, das es allerdings noch heute gibt, ist das "Ratsherrn Pils".
      Um ganz sicher zu gehen, müßte man prüfen, inwieweit die Markennamensrechte von der Holsten Brauerei heute noch beansprucht werden. Wobei Hamburg-Altona nicht soweit von Bleckede entfernt ist und der Umstand, daß sich in nun bald 10 Jahren keiner daran gestört zu haben scheint dafür sprechen würde, daß es nicht wirklich interessant für die Holsten Brauerei sein dürfte.

      Gruß,
      THW Kiel

      Flasche leer

      Zeitpunkt:

      Hallo,
      ich habe mich wegen der "Mineralwasserfabrik" mal umgehört. Stichwort war hier : es gab mal eine Brauerei in der Stadt. Name?
      Standort war in der Breiten Straße, heutiges Geschäftshaus Overin. Passt mit der Ouelle Hintergarten. Mit dem Namen Steinfeldt konnte aber keiner etwas mit anfangen.
      In den 50 gern war hier wohl die Klepnerei Finsel.
      Und tschüss
      Es ist richtig, daß es im Schäfer`schen Haus (Breite Straße 25) früher eine Brauerei gegeben hat. Von wem sie betrieben wurde, konnte ich bisher nicht herausfinden. Nicht richtig ist, daß es die einzige Brauerei in Bleckede gewesen ist. Es hat mindestens zwei Brauereien in Bleckede gegeben, denn auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite bei Tippe (später Burmester) wurde Bier gebraut.

      Zu der Mineralwasserfabrik könnte es so sein, daß sich auf dem Grundstück von Dr. Carlheinz Schneider ein Mineralwasserbrunnen befunden hat. Das Grundstück war früher durchgehend von der Bahnhofstraße bis zum Hintergarten. Das Haus Hintergarten 16 wurde ursprünglich von Dr. Schneider erbaut. Ich habe Hinweise bekommen, die in diese Richtung gehen.

      Gruß,
      THW Kiel

      Flasche leer

      Zeitpunkt:

      Hallo,
      eine ältere Bleckederin hat mit jetzt erzählt, daß es in der Breiten Straße im Haus am Fußgängerüberweg (neben Hagedorn Richtung Stadtkern) gleichzeitig eine Brauerei, sowie eine Glaserei gegeben hat. Ein, oder zwei Inhaber konnte sie nicht sagen. Der Name zur Glaserei war zumindest ein Steinfeld(t). Es muß so um 1930 gewesen sein.
      Das ist was total interessantes. Vielen Dank für diesen Thread, auch wenn ich nichts dazusteuern kann.

      Mir ist aber eben beim Lesen der Gedanke gekommen, daß die leeren Flaschen nach Bleckede geliefert worden um diese dann abzufüllen. Der Abfüller hat dann den Verschluß mit seinem Namen angebracht und dann die Ware verkauft. Fragt sich dann noch. woher das Wässerchen herkam.

      Viele Grüße,
      Nabila

      ***

      „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
      Konrad Adenauer
      @ Königstiger: Das besagte Haus Breite Straße Nr. 7 ist das, was ich weiter oben bereits mit dem Namen Theodor Steinfeld (siehe Adreßbücher 1932 ff) erwähnt hatte.

      Gestern nun habe ich ein älteres Photo dieses Hauses erhalten. Auf diesem Photo sind verschiedene Aufschriften und Firmenbezeichnungen erkennbar. Unter anderem ist dort gut lesbar folgende Bezeichnung an der Tür erkennbar:
      "Friedrich Steinfeldt - Glasermeister"
      Dieses Photo dürfte unzweifelhaft aus der Zeit von vor 1928 sein. Am Haus ist die Hausnummer 1 erkennbar. Bis zur Zusammenlegung des Flecken Bleckede mit den umliegenden Ortschaften zu "Groß-Bleckede" war das Haus Breite Straße 7 das Haus Vorbleckede Nr. 1. Die Zusammenlegung erfolgte im Jahre 1928.
      Aus dem Bild lese ich auch, daß man sich früher in der Schreibweise von Namen scheinbar alles andere als sicher war. Mal taucht der Name "Steinfeldt" auf, dann "Steinfeld" und später wieder "Steinfeldt"...

      Friedrich Steinfeldt dürfte unzweifelhaft die Generation vor Theodor gewesen sein. Von daher geht meine jetzige Überlegung dahin, daß Friedrich Steinfeld vielleicht der Vater von Theodor und Carl war und daß Carl möglicherweise seinen Geschäftssitz bei seinem Bruder Theodor hatte.

      Das Photo dazu werde ich später einstellen, wenn ich es digitalisiert habe.

      Gruß,
      THW Kiel
      Anliegend kommt hier noch das zuvor erwähnte Photo.

      Die folgenden Aufschriften konnte ich darauf entziffern:

      1. weißes Schild oberhalb des Tores: "Carl Backhaus - Ofensetzer."

      2. kleines Schild oberhalb des Tores: (Hausnummer) "1"

      3. Aufschrift auf der rechten Tür: "Friedrich Steinfeldt - Glasermeister."

      4. Aufschrift neben dem Tor: "Agentur der BRANDENBURGER Spiegelglas-Versicherungs-Gesellschaft"

      Gruß,
      THW Kiel
      Bilder
      • steinfeldt vorbleckede1.jpg

        50,16 kB, 500×729, 58 mal angesehen
      Auf Anhieb kann ich diese Frage nicht beantworten. Zumindestens dürfte eine große Ähnlichkeit bestehen. Ich werde es mir in den nächsten Tagen einmal genauer ansehen. Klar sein dürfte, daß ein verwandtschaftliches Verhältnis zwischen den Steinfeldt`s in der Breiten Straße und denen in der Ernst-August-Straße bestanden hat.

      Gruß,
      THW Kiel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von THW Kiel ()

      Aus relativ sicherer Quelle habe ich gerade eben erfahren, daß Carl Steinfeldt ein Bruder von Willi Steinfeldt war. Damit sind die Wurzeln von Carl Steinfeldt eindeutig in der Ernst-August-Straße zu suchen. Carl Steinfeldt hatte eine verkrüppelte Hand. Vermutlich handelte es sich dabei um eine Kriegsverwundung, die ihn wahrscheinlich auch zum Frührentner gemacht hat. Das besondere Interesse Carl Steinfeldt`s galt der Musik. Er war der "Notenständer" des Bleckeder Gesangvereins Harmonie-Liedertafel.

      Zu der veremintlichen Quelle konnte ich leider nichts herausbekommen. Wenn diese Informationen so stimmen, würde sich der Umstand, daß Carl Steinfeldt in den Adreßbüchern bis 1939 nicht auftaucht, daraus erklären, daß er noch minderjährig gewesen ist.

      Gruß,
      THW Kiel
      Ich habe gestern Neuigkeiten zu Carl Steinfeldt erfahren.

      Zwei alte Bleckederinnen konnten sich übereinstimmend noch an Carl Steinfeldt erinnern. Die Familie Steinfeldt soll demzufolge aus Alt Garge stammen und erst nach dem II. Weltkrieg nach Bleckede gekommen sein. Carl Steinfeldt war der Vater von Willi Steinfeldt, dem Glasermeister aus der Ernst-August-Straße. Die Familie Steinfeldt hat zunächst in der Zollstraße 32 gelebt bevor dann das Haus in der Ernst-August-Straße angekauft wurde.

      Zu einer Mineralwasserfabrik bzw. der Produktion von Mineralwasser unter dem Namen Carl Steinfeldt konnte leider keiner der beiden etwas sagen.

      Ich werde den Hinweisen in Richtung Alt Garge in den nächsten Tagen nachgehen.

      Gruß,
      THW Kiel

      Neuigkeiten...

      Zeitpunkt:

      Manchmal dauert alles etwas länger aber gestern bin ich im Keisarchiv in Lüneburg durch Zufall auf eine Akte aus der NS-Zeit gestoßen. Hierin ging es um Zurückstellungen von der allgemeinen Wehrpflicht des Deutschen Reiches in den Jahren zwischen 1935 und 1938.

      Unter anderem befindet sich dort ein Schriftverkehr, in dem es um die Familie Steinfeldt geht. Darin heißt es unter anderem:
      "Der schwerkriegsbeschädigte Wilhelm Steinfeldt, Bleckede, Ernst-August-Straße 11, ... stellt ein Gesuch zwecks Freistellung seines Sohnes Willi Steinfeldt, geb. 25.06.16 ..."
      Bei Wilhelm Steinfeldt handelte es sich also um einen kriegsbeschädigten des I. Weltkrieges. Im weiteren Schriftverkehr mit der National-Sozialistischen Kriegsopfervereinigung wird unter anderem darauf Bezug genommen, daß WIlhelm Steinfeldt zwingend auf die Hilfe seines ältesten Sohnes Willi angewiesen ist. Neben einer Glaserei hatte Wilhelm Steinfeldt auch noch eine kleine Landwirtschaft. Im weiteren Schriftverkehr wird vom damaligen Bleckeder Bürgermeister Heinrich Oberg (als Stadtverwaltung und Ortspolizeibehörde von Bleckede) ausgeführt, daß sich das Kriegsleiden von Wilhelm Steinfeld derart verschlimmert hat, daß er selbst die geringsten Arbeiten nicht mehr verrichten kann. Demnach hat ihm sein jüngerer Sohn Carl in der Zeit zwischen Ostern 1934 und Ostern 1935 unter die Arme gegriffen. Dieses ist aktuell (1936) nicht mehr möglich, weil Carl Steinfeldt Ostern 1935 in die Tischlerlehre gekommen ist.

      (Quellenangabe für die vorstehenden Texte: Landkreis Lüneburg, Kreisarchiv, Akte 700,16)

      Danach dürfte sich der Sachverhalt wohl tatsächlich so darstellen, daß die Flasche kaum aus der Zeit von vor 1935 stammen dürfte. Die obige Angabe, nach der Carl Steinfeld nach dem II. Weltkrieg in Bleckede mit Mineralwasser gehandelt haben soll, erfährt eine zusätzliche, altersmäßige Untermauerung. Leider können wir aber auch jetzt nur nach den Indizien gehen - einen Beweis, nach dem es diese Mineralwasserfabrik tatsächlich in Bleckede gegeben hat, haben wir damit noch immer nicht.

      Gruß,
      THW Kiel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von THW Kiel () aus folgendem Grund: Korrektur eines Namensfehlers

      Das nächste Brauereirätsel

      Zeitpunkt:

      Hallo Leute,
      wie ich bereits vor einiger Zeit geschrieben hatte, gab es auch noch eine Brauerei in Bleckede. Nun habe ich heute die Originalflasche wieder besichtigen können. Sie wurde bei Bauarbeiten vor über 20 Jahren in Bleckede gefunden und ist noch fast vollständig gefüllt. Aufschrift auf der Flasche und auf dem Verschluß: E.F.W. Müller, Bleckede a/d Elbe. Es handelt sich um denselben Flaschentyp wie die von der Firma Steinfeld. Bilder reiche ich noch nach. Bin mal gespannt ob wir auch dazu noch etwas herausbekommen.
      Gruß
      Rainer
      So eine Flasche von E.F.W. Müller habe ich auch noch hier - allerdings unbefüllt und leider auch ohne Deckel. Ich habe diese Flasche auch schon mindestens 20 Jahre. Trotz diverser Nachfragen und Bemühungen habe ich bis heute aber nichts zum Alter und zur Geschichte dieser Flasche bzw. zum Namen E.F.W. Müller herausbekommen können. Bekannt ist mir nur, daß diese Flasche vor etwa 20 Jahren in der Kleinen Straße in einem damals stark baufälligen Haus aufgetaucht ist.

      Anbei sind noch ein paar Photos der besagten Flasche.

      Gruß,
      THW Kiel
      Bilder
      • efw mueller 01.jpg

        71,41 kB, 800×533, 31 mal angesehen
      • efw mueller 02.jpg

        57,24 kB, 800×533, 36 mal angesehen
      • efw mueller 03.jpg

        57,92 kB, 800×533, 40 mal angesehen
      • efw mueller 04.jpg

        57,6 kB, 800×533, 37 mal angesehen
      Hi,

      sach mal THW, Deine Alten Herrschaften können zu diesem Thema auch garüberhauptnix sagen?
      Ich würde zumindest meine mal Fragen. Mein Vater hat ja mit dem verstorbenen Steinfeldt jun. (Postzusteller) aus der E-A-Str. zusammen gearbeitet. Sein Vorname ist mir gerade entfallen.

      Von Dem Berge

      cooooooool i'll be back