Tabak- und Cigarrenfabrik C.G. Ammen, Breite Straße 36 / Hartmanns Twiete

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      Tabak- und Cigarrenfabrik C.G. Ammen, Breite Straße 36 / Hartmanns Twiete

      Zeitpunkt:

      Bei meiner Recherche zu dem Fenster mit Sternenlicht bin ich durch die Hartmanns Twiete gegangen. Dort ist eine Mauer, anscheinen durch die Fa. Kopatz, entfernt worden und selbige Firma war dabei, Mauerrreste im Innenhof zu beseitigen. Leider hatte ich keine Kamera dabei -muß wir wohl doch mal ein Fotohandy zulegen-, deshalb hier kein Bild. Interessant fand ich die gelbe Bemalung der Anbauten, die jetzt durch den Hinterhof zu sehen sind. Die paßt so gar nicht zu den neuen Dacheindeckungen.
      Interessant wäre ja auch zu wissen, was durch dieses Abriß bezweckt ist.
      bleckMan
      Es grüßt[IMG:wcf/images/smilies/ok.gif] bleckMan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von THW Kiel () aus folgendem Grund: Änderung der Überschrift, da der Thread mittlerweile von der Firma C.G. Ammen handelt

      @ Nobbes: Es handelt sich um das ehemalige Grundstück Ammen.

      @ bleckMan: Zu diesewr Geschichte ist anzumerken, daß zunächst die zur Twiete liegende Holzwand beseitigt wurde. Ob und inwieweit das Folgen haben könnte, vermag ich jetzt nicht zu beurteilen. Ich erinnere mich aber dunkel daran, daß es vor rund 20 Jahren deswegen mal einige Unstimmigkeiten mit dem Denkmalschutz gab. Damals war die alte Holzwand mehr als marode und die Familie Junker hat diese durch eine neue ersetzt. Dem Denkmalschutz gefiel dieses, soweit ich mich erinnere, nicht.

      Der jetzige Neubau der weißen Mauer am Rande des Grundstücks ist dem Umstand geschuldet, daß Nachbarn darauf gedrungen haben, endlich wieder eine feste Abgrenzung zu erhalten. Dem Vernehmen nach wurde die alte Abgrenzung vor einiger Zeit von Mitarbeitern von Herrn Wagner entfernt. Es war ja unter anderem mal eine "große" Lösung mit einem glasüberdachten Hof im Gespräch. Auch hier soll der Denkmalschutz irgendwann eingeschritten sein und es kam zur (vorläufigen) Beendigung der Arbeiten. Dabei blieb es dann lange Zeit. Ebenso wurde die Abgrenzung zur Nachbarschaft nicht wieder errichtet.

      Bei dem von Dir beschriebenen "gelben Haus" handelt es sich im übrigen um einen Teil des Nachbarhauses Breite Straße 38.

      Ob und wie es nun konkret am Grundstück Breite Straße 36 weiter geht, habe ich bis jetzt nicht herausfinden können. Ich vermute, daß es zunächst allein darum geht, die Löcher zu stopfen. Angehängt habe ich noch eine erst gut ein Jahr alte Titelseite der Bleckeder Zeitung. In dieser stand am 24. Juli 2009, daß in das Ammen-Haus "in Kürze" ein China-Restaurant und eine chinesische Teestube einziehen sollen. Es sieht aber nicht so aus, daß dieses der Grund für die jetzigen Bauarbeiten ist. Dann müßte man wohl auch etwas am Haupthaus tun. Hier konnte ich bis jetzt jedoch keine (Um-) Bautätigkeit feststellen.

      Quellenangabe für die angehängte Datei: Bleckeder Zeitung, Bleckede, Ausgabe Nr. 86 vom 24.07.2009, Seite 1

      Gruß,
      THW Kiel
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      Auch hier ist ein Fortschritt der Bau- bzw. Aufräumungsarbeiten zu beobachten. Dazu ein paar weitere Photos.

      Gruß,
      THW Kiel
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      Nein. Das würde perspektivisch auch nicht hinkommen, da man dann von der Breiten Straße aus um die Ecke gucken müßte.

      Des Rätsels Lösung dürfte der auf dem anhängenden Photo von 1983 oben sichtbare Schornstein sein. Er befand sich am hinteren Teil des Hauses. Heute ist er nicht mehr vorhanden.

      Gruß,
      THW Kiel
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      • ammen 7 1983.jpg

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      no problem

      Zeitpunkt:

      THW Kiel schrieb:

      habe die Überschrift dieses Threads geändert
      Allerdings hatte ich auch Anmerkungen zum Grundstück daneben - Breite Straße 38 - gemacht. Ich hatte im Winter mal Gelegenheit, in einem Teil des Hauses zu sein und im Innenhof. Eigentlich sollten solche Häuser geöffnet sein - was natürlich nicht geht, solange sie privat genutzt werden. Aber dieses Haus mit seinem alten Steinfußboden wäre der ideale Ort für ein Heimatmuseum oder etwas Ähnliches. Die große Toreinfahrt läßt darauf schließen, dass dort früher Pferdefuhrwerke eingefahren sind. War es eher ein bäuerliches Anwesen oder ein Gewerbebetrieb, z.B. Kohlenhandel oder allgemein Fuhrbetrieb? Weiß das jemand?
      bleckMan
      Es grüßt[IMG:wcf/images/smilies/ok.gif] bleckMan
      Mir ging es im Kern darum, eine bessere Zuordnung vorzunehmen. Erfahrungsgemäß läßt es sich nie ganz vermeiden, daß in Threads auch andere Dinge mit angesprochen werden.

      Heute befindet sich in der Landeszeitung ein Bericht zu den Bauarbeiten auf dem ehemaligen Ammen-Grundstück. Diesen habe ich mal angehängt. In mir wirft der Bericht diverse neue Fragen auf. Wenn es nun wirklich zügig losgehen soll, dann mag das auf den ersten Blick zu begrüßen sein. Es wird in dem Bericht aber auch etwas von "ungeklärten Fragen" geschrieben. Offensichtlich (siehe den von mir eingestellten Bericht aus der Bleckeder Zeitung vom 24.07.2009) sind die Pläne ja schon seit mindestens einem Jahr klar. Da muß sich die Frage stellen, warum es denn noch immer "ungeklärte Fragen" gibt. Wurde die Zeit des abgelaufenen Jahres nicht genutzt oder bestehen größere Unstimmigkeiten? Hoffentlich wird das Ammen-Haus nicht irgendwann zu einer Art Rohbau-Ruine oder es endet ähnlich wie der Bahnhof als museales aber bis heute nicht nutzbares Projekt.

      Quellenangabe für den angehängten Zeitungsbericht: Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Lüneburg. Ausgabe Nr. 181 vom 06.08.2010, Seite 9.

      Gruß,
      THW Kiel
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      Heute wurden die Bauarbeiten fortgesetzt und der Hofbereich weiter aufgerissen. Wie es aktuel aussieht, könnt Ihr auf den Bildern sehen.

      Gruß,
      THW Kiel
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      Hallo!

      Mir sehen diese zwei Herren in dem LZ-Bericht mehr als unseriös aus. Da geht es um Moneten und nicht um Nostalgie mit Subtanzerhaltung.

      Mal eine Frage nebenbei: Gibt es bereits einen Thread zu dem Ammen-Haus?

      Habe nichts gefunden und würde gern mehr dazu erfahren. Ich kann mich halt nur daran erinnern, was in meiner Kindheit war. Zeitungen, Lotto, Zigarren, in meiner Erinnerung kleiner ordentlich vollgestopftes Lädchen, mit Türbimmel ... und ein Geruch den ich heute noch wahrnehmen kann.

      Viele Grüße,
      Nabila

      ***

      „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“
      Konrad Adenauer
      Guten Morgen,

      -----Unter seinen zahlreichen Immobilienprojekten habe das alte Ammenhaus Priorität! "Wir wollen so bald wie möglich eröffnen"----

      Vielleicht sollte man eins der so gut wie fertigen Projekte erstmal abschließen und zum laufen bringen, bevor man in einer anderen Ecke schon wieder buddelt. Mal ganz abgesehen davon, dass ja dann auch Geld in die Kassen des Projektverantwortlichen sowie dem einen und anderen Bleckeder Geschäftsmann/frau fließt.

      Ein nettes Wochenende wünscht

      stiftl
      Das Ammen-Haus (Flecken Bleckede, Bürgerstelle 68) wurde 1821 von Karl-Wilhelm Koch erbaut. Zum Bau des Hauses wurden 296 Taler an Holzkassen-Vergütung gezahlt. Ab 1832 gehörte das Grundstück Wilhelm Mederer, ab 1843 Johann-Heinrich Stolze und ab 1851 Karl Buhlert.

      Im Jahre 1857 kam Gotthilf Ammen aus Celle nach Bleckede. Dieser kaufte das Grundstück im Jahre 1891. Ein Teil kam damals von der St. Crucis Gilde. Die Familie Ammen hat das Geschäft bzw. die Cigarrenfabrik zwischen 1857 und 1988 in insgesamt drei Generationen betrieben.

      1832 wurde Carl Gotthilf Ammen geboren.
      1857 erfolgte am 29.09. die Firmengründung durch Carl Gotthilf Ammen. Daher der Firmenname "C. G. Ammen".
      1878 wurde der Sohn Ernst Friedrich Gotthilf Ammen geboren.
      1920 wurde der Enkel Ernst Johannes Gotthilf geboren.
      1928 verstarb der Firmengründer Carl Gotthilf Ammen.
      1942 verstarb Ernst Friedrich Ammen.
      1988 verstarb Ernst Johannes Gotthilf Ammen.

      Der letzte Inhaber Ernst Johannes Gotthilf Ammen hatte zwei Schwestern (Anneliese und Therese, genannt Resi). Alle drei Geschwister blieben kinderlos. Nach dem Tod von Gotthilf Ammen fiel die Firma an seine noch lebende Schwester Therese Ammen. Diese ließ die Geschäfte weiterführen durch Rosemarie Junker. Therese Ammen verstarb vor rund 10 Jahren. Abschließend gehörte die Firma einige Jahre den Eheleuten Rosemarie und Klaus Junker. Zuletzt gehörte die Firma Carmen Wiermann bevor Richard Wagner das Grundstück Anfang 2009 übernommen hat.

      An den alten (und letzten) Gotthilf Ammen kann ich mich auch noch gut erinnern. Er wirkte etwas knorrig aber war ganz sicher ein lieber Kerl. Ich kann dazu nur sagen, daß ich in meiner Kindheit oft bei den Ammens war und daß ich sowohl Gotthilf als auch seine beiden Schwestern Anneliese und Resi nur gut in Erinnerung habe.

      Anbei ist noch ein Photo, das anläßlich des 1. Bleckeder Stadfestes am 05. Mai 1984 entstanden ist. Es stehen Gotthilf und seine Schwester Resi vor der Eingangstüre.

      Gruß,
      THW Kiel
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      • Stadtfest - 05.05.1984 32a.jpg

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      Heute vormittag hatte ich

      Zeitpunkt:

      bleckMan schrieb:

      War es eher ein bäuerliches Anwesen oder ein Gewerbebetrieb, z.B. Kohlenhandel oder allgemein Fuhrbetrieb?
      Gelegenheit, mit jemandem zu sprechen, der die Familie Oberg noch persönlich kannte. Außerdem habe ich dabei mir das Haus und die von mir erwähnte Toreinfahrt noch mal genauer betrachtet. Nr. 38 hat gar keine Toreinfahrt - jedenfalls nicht unmittelbar im Haus, sondern das Gebäude daneben (jetzt Dit&Dat) hat das Tor. Ursprünglich war letzteres eine Ergänzung zur Nr. 38. Dies war ein landwirtschaftliches Anwesen mit Ackerbau und Viehzucht. Aber hauptsächlich wohl nur für den "Eigenbedarf", wobei das früher ja bedeutete mindestens 10 Mäuler zu stopfen.
      Das jetzige Dit&Dat wurde später angebaut - deshalb auch die Tordurchfahrt, die höhenmäßig übrigens bis zu dem Querbalken geht, der oberhalb des Vordaches zu sehen ist. Der jetzige Durchgang ist nicht der ursprüngliche..
      Soviel erst mal dazu.
      Zum Thema Umbau des Ammenhauses habe ich heute sehr viele skeptische Stimmen gehört - sogar von Leuten, die den betreffenden Herrn weniger kritisch sahen - hier aber deutliche Vorbehalte hinsichtlich der baldigen Fertigstellung hatten. Auch ich habe mir das Ammengebäude einmal etwas genauer angesehen und denke, wenn darin ein, von unserer Gewerbeausicht genehmigungsfähiges, Restaurant entstehen soll, dann muß der Eigner eine Menge Geld in die Hand nehmen und ausgeben.
      Ach ja und noch was: Das Zollhaus hat ab Oktober einen neuen Pächter. Dieser hat eine Menge vor (wie alle Neuen), will aber auch an (Best) Bewährtem festhalten. Na, mal sehen, was das wird!
      bleckMan
      Es grüßt[IMG:wcf/images/smilies/ok.gif] bleckMan