Neue Breetzer Straße

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      Neue Breetzer Straße

      Zeitpunkt:

      Ich habe vor einiger Zeit im Kreisarchiv in Lüneburg eine interessante Erläuterung zur Entstehung der Neuen Breetzer Straße gefunden. Diese steht in einem direkten Zusammenhang zum Ausbau des Ölhofes. Quellenangabe für den nachfolgenden Text ist die nicht veröffentlichte Ortchronik von Breetze (Verfasser Friedrich Müller, Seite 222/223) bzw. das Kreisarchiv des Landkreises Lüneburg.

      Gruß,
      THW Kiel


      Eine ganz neue Frage erwuchs im Jahre 1937 mit dem Bau der staatlichen Öltanks vor Bleckede. Weihnachten 1937 tauchte zuerst das Gerücht auf, daß die Straße Breetze - Bleckede ganz gesperrt werden solle weil der Fiskus nicht zulassen könne, daß die Straße mitten durch die wehrpolitisch wichtigen Anlagen gehe. Als neue Straße von Breetze nach Bleckede solle die Straße nach dem Bokel (Anm.: Das ist die Straße, die von Breetze in den Wald zur Straße Neetze - Bleckede führt.) ausgebaut werden. In der Gemeinde Breetze herrschte über diesen Plan begreifliche Erregung denn er bedeutete eine Verlängerung der bisherigen Wegstrecke um die Hälfte.

      Nach längeren Verhandlungen ist dann ein neuer Plan aufgetaucht, der eine Lösung auf der mittleren Linie bedeutet. Danach soll die künftige Straße etwa folgenden Verlauf nehmen: Sie folgt von Breetze aus der alten Straße bis zu dem 2. Knick hinter dem Berge. Hier biegt sie nun nicht wie bisher rechts ab sondern geht geradeaus weiter durch die Forst Sandbergen bis an die Lüneburger Landstraße, die sie bei den letzten Häusern von Bleckede erreicht. Da diese Linienführung nur eine unwesentliche Verlängerung des Weges bedeutet, ist die Gemeinde Breetze damit zufrieden.

      Die alte Straße ist seit August 1938 offiziell gesperrt. Den Einwohnern von Breetze wird aber von den Wachtposten des Öllagers die Benutzung weiter stillschweigend gestattet. Anfang Februar 1939 wurde dann mit dem Bau der neuen Straße begonnen. Leider stellte sich dabei heraus, daß die Straße nicht schnurgeradeaus geht sondern viele Wndungen macht. Im Juni 1939 ist die neue Straße in Betrieb genommen, die alte endgültig gesperrt.
      Moin,
      vielen Dank für diesen Bericht. Interessant scheint mir besonders die Erwähnung, dass:
      Den Einwohnern von Breetze wird aber von den Wachtposten des Öllagers die Benutzung weiter stillschweigend gestattet.


      Was verbirgt sich wohl dahinter? Haben die Wachtposten den alle Breetzer Bürger gekannt?
      Waren die Wachtposten Männer aus Bleckede oder der Umgebung?
      Oder gab es Ausweispflicht (mir aber bisher nicht bekannt)?

      Gruß
      Grubert
      Augen auf und durch!