QIN - Leerstandsmanagement

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      Jein. Das bedeutet, daß damals das Verfahren eingeleitet wurde. Bekanntlich malen die Mühlen der Behörden ja etwas länger, außerdem wird vor einem möglichen Zwangsversteigerungstermin das ganze Verfahren überprüft und der Sachverhalt ermittelt. Im Laufe eines solchen Verfahrens kann es auch passieren, daß eine Terminansetzung gegenstandslos wird da der Schuldner zwischenzeitlich wieder an frisches Geld gekommen ist. Das hängt immer am Einzelfall denn es gibt viele mögliche Konstellationen innerhalb eines Zwangsverfahrens.

      Gruß,
      THW Kiel
      Sorry, aber eine Prüfung erfolgt vom Gericht nicht. Die Zwangsversteigerung kann jeder, der einen vollstreckbaren Titel gegen jemanden hat, einleiten.
      Private müssen aber einen Kostenvorschuss zahlen. Dieser kann einige tausen Euro betragen. Nach Eröffnung des Verfahrens können Gläubiger beitreten oder die Einstellung für Ihre Forderungen beantragen. Es ist ein offenes Verfahren, welches durch Aufhebung bzw.Zuschlagsbeschluß und anschließendem Verteilungstermin endet. Es kann also sein, daß sich das Verfahren aufgrund von Einstellungen (auch befristeten) und Anträgen und Gegenanträgen verzögert. Grundsätzlich : Antrag, Gutachten, Zwangsversteigerungstermin, Zuschlagsbeschluss und Verteilungstermin. Dazwischen ist wie THW schreibt vieles möglich. Kein Verfahren ist gleich.
      Ich kenne es aus Hamburg so, daß das Gericht eine Prüfung hinsichtlich der materiellen Voraussetzungen vorzunehmen hat. In der Regel geht das Betreiben eines Verfahrens von behördlichen Gläubigern (meistens Krankenkassen oder das Finanzamt) aus. Es kann aber wie Nobbes schreibt auch von privaten Gläubigern auf den Weg gebracht werden.

      Gruß,
      THW Kiel

      Nein,

      Zeitpunkt:

      slklein schrieb:

      Kann man irgendwo eigentlich nachschauen ob und falls ja, für wieviel Geld Wagners "Alte Sparkasse" (Wellnesshotel/Fachärztezentrum) versteigert worden ist ?
      das kann man nicht. Aber man kann zu solchen Terminen gehen, da sie ja öffentlich sind. Dabei macht man dann interessante Entdeckungen - die ich aber nicht selbst erlebt habe, sondern aus einer vertrauenswürdigen Quelle erfuhr.
      So eine Gebäudezwangsversteigerung dauert üblicherweise ca. 30 Minuten. Innerhalb dieser Frist können Gebote abgegeben werden. Im konkreten Fall ist fünf Minuten vor Ablauf ein Anwalt aufgestanden, hat sich als Beauftragter einer Firma ausgewiesen und den Mindestbetrag geboten. Das waren, glaube ich mich zu erinnern 67.000 EUR. Die erforderlichen Gerichtskosten waren bereits hinterlegt worden - man war sich wohl sicher, dass niemand anderes mitsteigern würde.
      Nachdem der Anwalt dann den Zuschlag bekam, stellte sich heraus, das diese von ihm vertretene Firma letztendlich einem in Bleckede ansässigen mehrfachen Grundstücksbesitzer zuzuordnen ist. Da das Objekt vorher in seinem Besitz war und jetzt wieder, hat sich nicht viel geändert - oder?
      Doch, sogar gewaltiges, denn bei der vorherigen Auktion ging es um ca. 200.000 EUR, jetzt nur noch um knapp 70.000 EUR. Macht einen "Gewinn" von rund 130.000 EUR, die er für das selbe Objekt jetzt weniger zahlen muß. Nun wissen wir auch, warum der Gutachter nicht in das Gebäude gelassen wurde - der "neue Besitzer" kannte es ja zur Genüge und da der Gutachter nicht hinein konnte, hat er den Preis relativ niedrig angesetzt. Und wer ist nun der "Angeschmierte? Das kann ich euch auch nicht sagen, aber ich vermute mal eine Bank und die kann den Verlust abschreiben.
      Ach ja, die erneute Zwangsversteigerung wurde notwendig, weil der "alte Besitzer" den Auktionspreis nicht bezahlt hatte - kapiert?
      Die Kosten für die Gerichtskasse? Na, die werden doch aus der Portokasse bezahlt und dann wieder von der Steuer abgesetzt! So macht man Geschäfte.
      Mein Motto war schon immer - wer mehr besitzt, als er zum Leben braucht, betrügt andere - oder habe ich da was falsch verstanden?
      Es grüßt[IMG:wcf/images/smilies/ok.gif] bleckMan
      Letztlich war es doch klar, daß es in der von bleckMan beschriebenen Form ablaufen würde. Man könnte diese Art von Geschäften auch eine ausgeklügelte und offenbar legalisierte Form einer (Teil-) Entschuldung nennen. Auch wenn ich derartige Geschäftspraktiken nicht für gut halte möchte ich zu bedenken geben, daß immer mehrere dazu gehören. Ein vermeintlicher Investor, der mit mehreren Firmen und Immobilien nach freiem Belieben jonglieren kann. Anwälte und Notare, die diese Spiele für ein gutes Honorar mitspielen. Banken, die in der Vergangenheit oft zu leichtfertig und in der Regel zu Lasten der Kleinanleger oder de Steuerzahlers Geld herausgegeben haben und nicht zuletzt Behörden die offensichtlich keinen Weg finden, um einem solchen Treiben ein Ende zu setzen.

      Damit dürfte dann ja auch gesagt sein, daß die Alte Sparkasse auch die nächsten Jahre vor sich hingammeln wird. Vielleicht solange, bis ein Teil einstürzt. Am Bahnhof ist mir übrigens kürzlich aufgefallen, daß das gelbe Werbeschild, das die Eröffnung für "Frühjahr 2009" angekündigt hat, seit einigen Tagen nicht mehr da ist.

      Gruß,
      THW Kiel
      Sorry, leider muss ich etwas klugsch...! Bei der Zwangsversteigerung einer Immobilie handelt es sich nur, wenn die Forderungen auf dem Grundstücklasten (Grundschuld/Hypothek/öffentliche Lasten/ um die Verwertung einer Sicherheit. Grundsätzlich werden Schulden, die durch eine Zwangsversteigerung nicht bezahlt werden, als persönliche Forderungen gegen den Kreditnehmer weiter verfolgt. Sollte der Versteigerungserlös die Forderungen übersteigen, so würde der Eigentümer den Überschuss vom Gericht ausbezahlt bekommen.

      Also wenn meine Frau mein Grundstück ersteigert, habe ich immer noch Schulden bei der Bank. Meine Frau natürlich, weil sie nicht in dem Kreditvertrag eingebunden war( Kreditnehmerin/Bürge) nicht. Sie hätte ein schuldenfreies Grundstück.
      So bleibt die "Alte Sparkasse" also weiterhin leer, verfällt weiter und uns grinst das Schild über eine geplante Wellnesslandschaft weiter an.
      Es tut sich auch nichts am "Ammen Haus". Ich erinnere mich noch an die Versprechungen am Ende der QUIN - Maßnahme, dort hieß es noch groß, dass das Projekt "indische Teestube - China Restaurant" nun Priorität habe. Naja, was daraus geworden ist kann man jeden Tag aufs neue sehen :(

      Offtopic: Mich wundert es eigentlich, dass das Haus neben der Volksbank, gegenüber Raumstudio Overin, noch kein "Blau-Gelbes-Planungs-Verprechungs-Schild" schmückt. Es würde jedenfalls in das Schema der leerstehenden Gebäude bestens passen.
      Bin in Djibouti Taxi gefahren, nun fürchte ich nichts mehr.

      Das ist zwar prinzipiell richtig

      Zeitpunkt:

      Nobbes schrieb:

      Grundsätzlich werden Schulden, die durch eine Zwangsversteigerung nicht bezahlt werden, als persönliche Forderungen gegen den Kreditnehmer weiter verfolgt.
      mit den weiterlaufenden Schulden, gilt aber vorwiegend nur für Privatpersonen. Nicht umsonst werden Firmen oder Gesellschaften gegründet, die man dann in Insolvenz gehen lässt und schwups, schon ist man die Schulden zu Lasten Dritter los.
      Leider ist auch hier wieder festzustellen, dass das eigene "Gewinnstreben" höher bewertet wird, als die sozialen, gesellschaftlichen oder auch menschlichen Folgen, die sich daraus ergeben können. Siehe auch Leiharbeitssystem, Lagerhaltung "auf der Strasse, und es wäre noch Vieles zu nennen.
      Nun könnte man sich fragen, warum macht das jemand; kauft Grundstücke und verwertet sie nicht - nun eine Möglichkeit ist die Nutzung der Kreditschöpfung - davon haben wir schon gehört, die andere ist eher spekulativ, aber nicht unwahrscheinlich: Fast alle Grundstücke liegen zentral in Bleckede. Irgendwann in nächster Zeit wird auch hier Platzbedarf sein und dann lassen sich die Grundstücke mit Sicherheit gewinnbringend wieder abstoßen. Allerdings wird die Bausubstanz dann so sein, dass nur noch Abriss und Neubau in Frage kommen. Mal sehen, wie sich das Stadtbild dann entwickelt.


      Ach ja, der ehemalige Bauhof gehört inzwischen dem selben Herrn.
      Es grüßt[IMG:wcf/images/smilies/ok.gif] bleckMan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von bleckMan ()

      Um noch einmal auf die Anmerkungen von Nobbes zurückzukommen spielt das hier zusammengebastelte Konglomerat von Gesellschaften, die dem vermeintlichen Investor zuzurechnen sind, sicher eine nicht unerhebliche Rolle. Die alles entscheidende Frage dürfte die der Haftung sein. Die die Gessellschaften des besagten Investors zumeist in Form der AG bestehen, handelt es sich bei diesen jeweils um reinrassige Kapitalgesellschaften. Für diese wird keine Privatperson haften weshalb der zuvor beschriebene Weg der offensichtlich legalisierten (Teil-) Entschuldung tatsächlich greifen dürfte.

      Es gibt in Bleckede aber auch andere Investoren, die mehrere Immobilien, auch in der Innenstadt, besitzen. Allerdings gibt es bei diesen keine signifikanten und längere Zeit anhaltende Leerstände und erworbene Immobilien werden zeitnah saniert bzw. einer anderen Nutzung zugeführt. Und das geschieht auch noch ohne viel Getöse und ohne, daß an jedem Objekt ein häßliches Schild oder eine Metallplatte als Denkmal angenagelt werden muß.

      Gruß,
      THW Kiel

      Ende?

      Zeitpunkt:

      Gerade war im Radio zu hören das Herr
      W.'s Firma Insolvent ist und die Gebäude zur Zwangsversteigerung kommen.
      Bleibt nur zu hoffen das nicht alles von einer anderen dubiosen Scheinfirma gekauft wird.
      Geben ist seliger denn nehmen.
      (Max Schmeling)

      Zeitpunkt:

      Auf Seite neun in der heutigen Ausgabe der Landeszeitung ist auch ein ausführlicher Bericht über die Zahlungsschwierigkeiten der Firma.

      @ Hein: Auf welchem Radiosender kam die Meldung ?
      Bin in Djibouti Taxi gefahren, nun fürchte ich nichts mehr.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von slklein ()