Bleckede über die Elbbrücke

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      Meint ihr, dass die Mautpreller jetzt erst nach Lüneburg fahren, dann über die B 216 nach Dannenberg, Dömitz und weiter zur A 24? Oder etwa über die kurvenreiche Elbuferstraße? Ok. viele Wege führen nach Berlin, aber das ist doch ein ganz schöner Umweg und für die LKW-Fahrer ist Zeit doch auch Geld. Bin gespannt, ob der Landkreis Lüneburg und die Lauenburger hier eine Lösung finden.

      Was die Brücke angeht, bin ich Udels Meinung. Je länger es dauert, desto teurer wird es und keiner will diese Kosten tragen bzw. hat das Geld dafür. Ähnlich hat sich unser Landrat (laut Lünepost) ja auch wohl schon - vorausschauend -geäußert. Selbst die Neuhauser glauben nicht mehr richtig dran und fühlen sich verar...., was ich gut verstehen kann. Für Bleckede hat die Brücke m.E. auch mehr Nach- als Vorteile, da es nur Wenige geben wird, die zum Arbeiten täglich nach drüben müssen.
      Das Problem soll nach einem Pressebericht aus der LZ von vor einigen Tagen in Mecklenburg-Vorpommern liegen. So weigert sich der Landkreis Ludwigslust bis jetzt, im dortigen Kreisgebiet Schilder anzubringen, die die Sperrung weiträumig kenntlich machen würden. Lkw-Fahrer, die aus Unwissenheit die B5 nutzen, würden dann in Lauenburg vor einem Problem stehen und könnten nur noch über Hohnstorf und Lüneburg ausweichen, da die Weiterfahrt durch Lauenburg dann ja untersagt wäre.

      In diesem Zusammenhang wird auch mal wieder deutlich, daß die Kleinstaaterei letztlich keinem hilft und daß jeder nur an sich denkt. Im Landkreis Ludwigslust begründet man die Weigerung damit, daß man daduch noch mehr Lkw-Verkehr in die Ortsdurchfahrten verlagern würde und daß diese dafür nicht ausgelegt sind. Andererseits sollte es den Verantwortlichen in Ludwigslust aber auch klar sein, daß so eine Weigerung auch zu einem Bumerang werden kann. Auf Kooperationsbereitsschaft aus dem Herzogtum Lauenburg oder aus Lüneburg wird man in Ludwigslust vorerst sicher nicht mehr zählen müssen.

      Das Kernproblem sehe ich aber an einer ganz anderen Stelle. Die Bundesregierung hat die Lkw-Maut vor einigen Jahren mit gutem Grund eingeführt. Bis heute ist unklar, was welchem Grund diese einzig auf Autobahnen gültig ist. Deutschland als Transitland ist in Europa stärker als andere Länder von durchreisendem Lkw-Verkehr betroffen. Diese nutzen unsere Infrastruktur mit ab, weshalb es eine selbstverständlichkeit sein sollte, daß sie sich auch an den Kosten beteiligen. Von daher wäre unter Umständen sogar eine generelle Lkw-Maut zu rechtfertigen und man hätte diese Probleme nicht mehr.

      In anderen Ländern Europas funktioniert das System mit einer Autobahn-Maut auch. Warum in Deutschland nicht? Man könnte im Gegenzug die Kfz-Steuer für inländisce Fahrzeuge absenken und alles würde laufen. Was man in Brüssel gegen diese Lösung, die beispielsweise in Österreich oder Tschechien seit Jahren erfolgreich praktiziert wird hat, weiß ich nicht. Die Probleme würden dann geringer werden. Es würde pauschal bezahlt werden müssen und für Lkw-Fahrer bestünde so kein Anreiz mehr, die nutzungsabhängige Maut zu verkürzen. Offensichtlich ist die Bundesrgierung aber gerade an einer solchen Lösung nicht interessiert.

      Gruß,
      THW Kiel
      In den vergangen Jahren wurden Millionen in die Maut investiert. Brücke mit Sensoren für die Registrierung der Lkw, Terminals für die Bezahlung an Tankstellen, GPS und Abrechnungsgeräte in den Lkw. Die können das garnicht pauschalieren. Außerdem wird die Maut glaube ich von einer privaten Firma abgerechnet, die auch die Geräte bereitstellt und hierfür natürlich (mit Gewinn) Geld aus der Maut behalten darf.

      Hätte man das mit Mautaufklebern gemacht, wären diese Probleme nicht und das Verfahren hätte seinerzeit bestimmt 1 - 2 Jahre früher in Betrieb gehen können.
      Schön das wir soviel Technologie haben wollten und dafür immer mehr ärger im Leben haben.

      (Übrigens sieht man bei den Abrechnungssystemen der e.on Avacon oder Congstar, dass die Technologien am Ende sind. Die e.on kann keine richtigen Abrechnungen mehr erstellen und mein Mobilfunkanbieter hat mich im Juni auch über eine Änderung des Abrechnungssystems informiert und kann seit dem keine Rechnungen mehr erstellen. Gut das grosse Firmen soviel Geld haben um das zu verkraften!!!!!!!!!)

      Das Possenspiel geht weiter

      Zeitpunkt:

      Der heutigen Ausgabe der LZ ist ein Bericht vom gestrigen Festakt "20 Jahre Deutsche Einheit" aus Neuhaus zu entnehmen. Darin wird auch Herr Althusmann als Vertreter der Landesregierung zitiert. Ganz offensichtlich schiebt nun der eine das Versagen in der Brückenfrage auf den anderen. Der Ball soll nach der Aussage von Herrn Althusmann beim Landkreis liegen - durch die Herunterstufung der Straßen mag das formell sogar stimmen. Aber faktisch ist und bleibt es so, daß das bankrotte Land Niedersachsen die Sache nun auf den ebenfalls bankrotten Landkreis Lüneburg abzuschieben versucht. Diese "Taktik" läßt sich leicht durchschauen. Es kann uns nur lehren, daß unsere Politiker zum größten Teil doch Lügner sind und daß ihre Latrinenparolen nicht die Halbwertzeit des Papiers auf dem sie verzapt werden haben.

      Mir fällt dazu immer ein Erlebnis ein, das ich vor der Volkskammerwahl von 1990 in einer Turnhalle in Boizenburg hatte. Es kam Gregor Gysi als Gastredner als einige Herrschaften ein Plakat mit der Aufschrift "Lügen haben kurze Beine - Gysi zeig`mal Deine!" ausbreiteten. Herr Gysi fand das damals alles andere als komisch. Ich frage mich inzwischen, ob diese weise Aussage nicht für nahezu alle Politiker unseres Landes gelten muß.

      Quellenangabe für den angehängten Bericht: Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Lüneburg, Ausgabe Nr. 231 vom 04.10.2010, Seite 10

      Gruß,
      THW Kiel
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      Brücke in Dömitz bauen

      Zeitpunkt:

      In der LZ vom Montag, den 11.10.2010 stand auf Seite 11 stand ein weiterer Leserbrief zum Thema:

      „Brücke als Vollendung der Einheit“, LZ vom 4. Oktober Kultusminister Dr. Althusmann spielte am 3. Oktober wieder einmal Verkehrsminister, indem er zum wiederholten Male die Realisierung der Elbbrücke Neu Darchau forderte, obwohl der verkehrspolitische Nutzen mehr als fragwürdig ist, der Bau ein irreparabler Eingriff in die Elbtalaue wäre und die Kosten mittlerweile aus dem Ruder laufen, von den Folgekosten ganz abgesehen. Geradezu abwegig ist die Behauptung des Ministers, diese Brücke diene der „Vollendung der Einheit“.
      Da Herrn Dr. Althusmann offenbar keine verkehrspolitischen Argumente einfallen, muss eben die „Deutsche Einheit“ herhalten. Ganz nebenbeimuss erwähnt werden, dass Deutschland von 1871 bis 1945 vereint war, es aber eine Elbbrücke Neu Darchau nie gegeben hat. Von daher könnte hier eine neue Querung niemals als Symbol für die Wiedervereinigung stehen! Ganz anders bei der Dömitzer Eisenbahnbrücke: Diese Brücke diente von 1873 bis 1945 als Elbquerung für die Bahnstrecke Lüneburg – Dannenberg – Wittenberge.
      Obwohl Deutschland seit 20 Jahren vereinigt ist, stehen die Reste der imposanten Brücke am linken Elbufer und enden abrupt am Fluss wie zur Zeit des tiefsten „kalten Krieges“. Der Wiederaufbau dieser Elbquerung würde für die „Vollendung der Einheit“ stehen! Die nahezu schnurgerade Bahnverbindungvon Lüneburg über Wittenberge nach Berlin könnte so wiederbelebt werden und das Wendland verlöre seine Randlage im Eisenbahnverkehr. Anstatt beharrlich an teuren Straßenprojekten festzuhalten, sollten unsere Volksvertreter in Zeiten von Klimawandel und Ölverknappung die zunehmende Bedeutung des Bahnverkehrs berücksichtigen.
      (von Hans-Christian Friedrichs, Lüneburg)

      Gruß,
      THW Kiel

      Brücken-Fakten in Sichtweite

      Zeitpunkt:

      Am 10.11. um 15.00 Uhr tagen die Ausschüsse für Raumordnung und Straßenbau des Landkreises Lüneburg öffentlich im Bleckeder Haus. Dann soll auch eine konkrete Aussage zur Trasse und den Kosten unter Würdigung aller Umstände möglich sein.

      Am 11.11. um 19.00 Uhr werden die Pläne dann in Neu Darchau im Göpelhaus auch der Bevölkerung vorgestellt. Hier bekommen Bürger dann auch die Möglichkeit, sich zur Sache zu äoßern oder Fragen zu stellen.

      Anbei ein Bericht dazu. Als Quellenangabe gilt für diesen: Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Lüneburg, 28.10.2010.

      Gruß,
      THW Kiel
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      Heute hat die LZ einen Bericht über die Erörterungen anläßlich der kürzlich erfolgten Kreistagssitzung zur Brückenfrage veröffentlicht. Nachzulesen ist darin, daß der Naturschutz den Brückenbau doktiert und daß nicht mit einem Baubeginn vor 2015 gerechnet wird. Ferner geht man nach dem Bericht nur von einer prognostizierten Kostensteigerung von etwa 5.000.000 EUR auf dann etwa 45.000.000 EUR aus.

      Vor dem Hintergrund, daß die zu bachtenden Belange des Naturschutzes heute garnicht genau prognostiziert werden können und darüber hinaus viele Fragen offen bleiben halte ich diese Art der Schönrechnerei für mehr als unrealistisch. Wir sollten abwarten, wie die Zahlen aussehen, wenn es eines Tages tatsächlich soweit sein sollte. Schon jetzt halte ich persönlich Zahlen in der Größenordnung um 70.000.000 EUR für die unterste Grenze dessen, was sich am Ende als realistisch erweisen könnte.

      Quellenangabe für den angehängten Bericht: Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Lüneburg, Ausgabe vom 11.11.2010.

      Gruß,
      THW Kiel
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      Krummböther: daß nicht mit einem Baubeginn vor 2015 gerechnet wird


      Wieso diese Aussage. Die Bürger wollen wissen wann die Brücke fertig ist. Erfolgt der Baubeginn evtl. nicht vor 2020, 2025 usw. ? oder kommt sie nie? Es gibt ja immer wieder Kommunal- und Landtagswahlen. Dann kann man ja immer neue Jahre in diese Aussage einsetzen und die Leute vertrösten.
      Ich schätze das "Ergebnis" so ein, daß die Brücke wohl überhaupt nicht kommen wird. Abzuwarten sein wird, ob in den nächsten Jahren tatsächlich noch Planfeststellungsverfahren etc. auf den Weg gebracht werden. Und wenn diese eines Tages stehen sollten, muß sich die Frage nach der Seriosität der darin befindlichen Daten stellen. Ein ähnliches Planungsdesaster wie bei den Kosten für den Deichbau in Alt Wendischthun würde wohl das sofortige Ende aller Planungen nach sich ziehen. Auch sonst wird genauestens zu beobachten sein, wie die allgemeine Verteuerung und umweltverträgliche Einzelfallösungen sich auf ein solches Projekt auswirken würden. Da die Lage der öffentlichen Kassen sich auf absehbare Zeit auch nicht bessern wird könnte ich mir vorstellen, daß man jetzt nach einer Chance sucht, das Projekt irgendwann auf die elegante Art für ganz gestorben zu erklären. Vor dem Hintergrund der im nächsten Jahr anstehenden Kommunalwahlen würde sich das heute sicher nicht gut machen. Wenn man später aber von leeren Kassen berichtet und um Verständnis wirbt, könnte ich mir ein solches, wirtschaftlich im übrigen sinnvolles, Ende des Projektes vorstellen.

      Gruß,
      THW Kiel
      So weit so gut - ich gehe sogar davon aus, dass die jetzt vorgelegten Zahlen auch wieder "geschönt", also bewußt niedrig gehalten worden sind, um damit Argumente für die Kommunalwahl zu haben. Im Übrigen vermute auch ich, dass danach ziemlich schnell das Projekt sterben wird, denn bald folgen dann ja schon wieder Landeswahlen und bis dahin muß der Bürger das vergessen haben.
      Es gibt aber einen zweiten Aspekt, von dem ich meine, dass er bei der Kommunalwahl eine wichtige Rolle spielen sollte: Die Kosten für die Fährquerung. Ich plädiere schon seit langem dafür, Bleckeder Bürgern, bzw. solchen aus dem Nahbereich (25 KM im Umkreis) die Fährkosten zu erlassen. Ob man darin auch gewerbliche Fahrten einschließen will, ist eine politische Frage - die Bauern würden sicher meckern, wenn sie für jede Überfahrt zahlen müßten. Aber im Prinzip müßten für die Elbanlieger die Nutzung der Fähre kostenlos sein. Es ließe sich bestimmt in etwa errechnen, wie hoch der Anteil dieser Nutzer ist und das dann in EURO umrechnen. Dieser Betrag würde dann den Betreibern zum Beispiel vom Landkreis ausgezahlt werden. Und alle anderen sollen natürlich bezahlen, schließlich haben sie dafür eine schöne Elbquerung.
      Das notwendige Geld könnte aus den "Ersparnissen" der nicht zu bauenden Brücke aufgewendet werden. Das gilt genau so für das Land, aber auch für die Landkreise, die ja dann keine Folgekosten für die Brücke zu tragen hätten. Sicher müßte auch der Landkreis Lüchow-Dannenberg eingebunden werden, da ja die Neu Darchauer Bürger auf seinem Gebiet wohnen
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      "wie schön zu leben und leben zu lassen" [IMG:wcf/images/smilies/yes5.gif]

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      Das notwendige Geld könnte aus den "Ersparnissen" der nicht zu bauenden Brücke aufgewendet werden. Das gilt genau so für das Land, aber auch für die Landkreise, die ja dann keine Folgekosten für die Brücke zu tragen hätten. Sicher müßte auch der Landkreis Lüchow-Dannenberg eingebunden werden, da ja die Neu Darchauer Bürger auf seinem Gebiet wohnen
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      Abgesehen davon, daß es konkrete rechtliche Rahmenbedingungen hinsichtlich der Querung von Flüssen gibt, halte ich den Vorschlag für wünschenswert aber leider wenig realistisch. Anders als bei einer künstlichen Wasserstraße wie etwa dem heutigen Nord-Ostsee-Kanal (erbaut as Kaiser-Wilhelm-Kanal) handelt es sich bei der Elbe um eine natürliche Wasserstraße. Zum NOK gibt es ein kaiserliches Dossier, in dem festgelegt wurde, daß eine Querung für die Menschen zu jeder Zeit kostenfrei möglich sein muß. Daher sind die dort verkehrenden Fähren kostenfrei nutzbar. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Nutzung der Hochbrücke bei Rendsburg im Zuge der "Marschbahn" zwischen Hamburg-Altona und Westerland (Sylt). Die Deutsche Bundesbahn darf die für die Querung inklusive der Auslaufschleife bis Büdelsdorf nötige Strecke von etwa 5 km den Fahrgästen bis heute nicht in Rechnung stellen.

      Von solchen Zuständen können wir hier an der Elbe aber nur träumen. Und auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, daß die Kosten für die Fähren aus der sich aus dem Nichtbau der Brücke ergebenden Einsparungen bestritten werden könnten, müßten diese Gelder von irgendwo her aufgebracht werden. Der Landkreis Lüneburg hat kein Geld, der Landkreis Lüchow_Dannenberg hat nich weniger als kein Geld. Schon daran dürften derartige Überlegungen leider scheitern. Ich persönlich würde es ungeachtet dessen auch sinnvoll finden, wenn man Berufspendlern und Schülern eine kostenfreie Überfahrt ermöglichen würde. Eine konkrete Idee zur Refinanzíerung kann ich aber leider nicht bieten.

      Gruß,
      THW Kiel
      Im Zusammenhang mit der geplanten Elbbrücke wurde in der LZ am 12.11. von einer sich durch eine Brücke ergebende Zeitersparnis von lediglich 10 Minuten berichtet. Auch wenn dieser Wert am unteren Ende der Skala anzusiedeln ist dürfte damit klar werden, daß die mögliche Zeitersparnis sich im Normalfall eher relativiert.

      Am 13.11. wurde von der Informationsveranstaltung in Neu Darchau berichtet bei der Befürworter und Gegner aufeinandergetroffen sind. Nützlich finde ich den Hinweis auf einen nächtlichen Fährbetrieb. Sicher wird dieser aus Kostengründen schwer realisierbar sein. Vielleicht wäre das aber dennoch ein möglicher Kompromißweg um letztlich vom Bau einer von Jahr zu Jahr teurer werdenden Brücke abzusehen? In einem Rundfunkbeitrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) habe ich kürzlich gehört, daß die veranschlagte Bausumme vor etwa zehn Jahren bei rund 25.000.000 DM gelegen haben soll. Das würde heute etwa 12.500.000 EUR entsprechen. Gemessen daran muß man selbst bei der heutigen, in meinen Augen zu niedrig angesetzen Planungssumme von rund 45.000.000 EUR nüchtern feststellen, daß die Kosten bereits davongelaufen sind.

      Quellenangabe für die beiden Anlagen: Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Lüneburg, 12. und 13.11.2010

      Gruß,
      THW Kiel
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      Diese Meldung habe ich gerade beim NDR gelesen: schon wieder ein Grund, an dem der Brückenbau scheitern könnte.
      Was mich wundert ist, warum erneut über die Biogas-Anlage entschieden werden muss, da sie meines Wissens bereits abgelehnt worden war.


      Geplante Biogas-Großanlage gefährdet Elbbrücke

      Die geplante Biogas-Großanlage im Elbdorf Darchau kann unter Umständen den Bau der Elbbrücke gefährden. Wie ein Sprecher mitteilte, könne nicht ausgeschlossen werden, dass im Biosphärenreservat zwei Großprojekte nebeneinander nicht genehmigt werden. Ein Investor aus Vechta will in Darchau eine Biogas-Anlage mit einer Leistung von 2,6 Megawatt bauen. Am Donnerstagabend soll der Gemeinderat über die Pläne erneut entscheiden.| 16.12.2010 14:49


      Gruß
      Kira

      Na, dann wollen wir mal wieder

      Zeitpunkt:

      So einiges hat sich seit dem letzten Beitrag zu diesem Thema ja ereignet:
      Ein Verein[font='&quot']„Brücken bauen“ [/font] hat sich gebildet;
      es wurde massiv um Mitglieder geworben - nicht nur Einzelpersonen, sondern Vereine und andere Gruppierungen wurden "bedrängt", dem Verein beizutreten;
      eine "wohlwollende" Landeszeitung berichtet über jeden Wind, den ein führendes Vereinsmitglied abläßt;
      eine Bürgerinitiative [font='&quot']„JA zur Fähre – NEIN zur Brücke“ [/font] sammelt auch - allerdings Argumente gegen die Brücke;
      ein Brückenfest fand statt;
      und eine Informationsveranstaltung in Dahlenburg.

      Und seit neuestem sind wir alle (wir Bleckeder Bürger) dank eines Ratsbeschlusses von CDU und SPD ebenfalls Mitglieder im Brückenbauverein.

      Vielleicht erst mal soviel dazu - mal sehen, ob das Thema - noch - interessiert!?

      PS Die obige Aufzählung ist garantiert nicht vollständig - wer sie ergänzen kann, ist herzlich darum gebeten.

      "wie schön zu leben und leben zu lassen" [IMG:wcf/images/smilies/yes5.gif]
      Es fehlt bis heute eine verläßliche Aussage zum unbedingt notwendigen Erhalt der Bleckeder Fähre. Leider ist die gesamte Brückendiskussion insofern einseitig und unausgegoren. Denn unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten dürfte die Bleckeder Fähre nach dem Bau einer Brücke kaum mehr zu halten sein. Oder wer soll für eine spätere Deckung der Kosten aufkommen? Der Landkreis Lüneburg? Wohl kaum, denn man denke hier nur an den Zukunftsvertrag. Die Stadt Bleckede? Woher das Geld nehmen und nicht stehlen?

      Was würde ein Wegfall der Fähre für uns in Bleckede bedeuten? Zum einen würde eine Touristenattraktion wegfallen. Man denke nur an die vielen Radfahrer, die im Sommerhalbjahr die Fähre im Rahmen des Elberadweges nutzen. Oder man denke an die Bedeutung der Fähre für den Bleckeder Hafen. Ein Verlust der Fähre hätte schwerwiegende Folgen. Noch schwerwiegender sind die Folgen im Hinblick auf die innerstädtische Verbindung zwischen Bleckede und Neu Bleckede. Einer Wegstrecke von heute etwa 1 - 2 km steht eine spätere Wegstrecke von etwa 35 km (über die neue Brücke bei Neu Darchau) bzw. von etwa 45 km (über die bestehende Brücke bei Lauenburg) gegenüber. Beide Wegstreckenangaben beziehen sich jeweils auf die einfache Strecke, bei Hin und Rückfahrt würde es sich also verdoppeln...

      Das ist völlig indiskutabel! Insofern kann ich die einseitigen Forderungen nach einer Brücke nicht nachvollziehen. Weitere Nachteile einer Brücke wären zunehmender LKW-Transitverkehr in Walmsburg, Barskamp und Alt Garge. Und das vor dem Hintergrund, selbst das für teures Geld erstellte Wirtschaftlichkeitsgutachten zur Brücke keinerlei wirtschaftliche Vorteile für Bleckede prognostiziert. Ich meine, es muß statthaft sein, als Bleckeder zunächst an die eigene Gemeinde und nicht an Neuhaus, Neu Darchau oder Dahlenburg zu denken. Die logische Konsequenz kann vor diesem Hintergrund nur die sein, daß eine Brücke uns, abgesehen von einigen wenigen Profiteuren, nicht wirklich weiterbringen würde.

      Gruß,
      THW Kiel
      Noch zwei Berichte aus der Dahlenburg aktuell, die man hier als Nichtdahlenburger in Bleckede auch erhält.
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      Was haltet ihr eigentlich davon, dass bei der Landtagswahl über die Brücke abgestimmt werden soll? Meiner Meinung nach steht das Ergebnis doch schon von vorneherein fest, denn viele Lüneburger wissen doch bestimmt gar nicht, wo Neu-Darchau überhaupt liegt und wenn sie dann noch lesen, das woanders dafür Geld eingespart werden muss, können sie doch nur dagegen sein.

      Mir ist bisher noch nicht klar, welche Bindungswirkung das Ergebnis haben soll. Der Brückenbau wird damit kaum vom Tisch sein, auch wenn eine Mehrheit dagegen ist. Außerdem ist doch das Raumordnungsverfahren jetzt eröffnet worden, und viele Unterlagen sind online eingestellt. Sehr interessant, aber auch mühsam, sich durch die Gutachten durchzulesen. Viel Wiederholungen für viel Geld und ungewöhnliche Schlussfolgerungen. So wird z.B. der Pendlerstrom vom Amt Neuhaus in die Landkreise Lüneburg und Ludwigslust untersucht, so pendeln ca. 8 % nach Lüneburg und 35 % nach Ludwigslust, für mich heißt das, das eine Brücke nicht nötig ist, da die meisten sich mit der Situation arrangiert haben. Das Gutachten kommt natürlich zum umgekehrten Schluss, also dass die Leute alle viel lieber in LG arbeiten würden, wenn es die Brücke gäbe.

      Ein weites Feld und viele offene Fragen..

      Gruß
      Kira
      Hallo Kira,
      das wäre mein Wunschergebnis!

      Ich habe mal darüber nachgedacht, wessen Interessen die Brücke eigentlich dienen soll.
      Da stelle ich mir zuerst die Frage - wem nützt eine Brücke bei Neu Darchau über die Elbe?

      - den Bleckeder Bürgern - vielleicht bis auf die in Walmsburg - eher nicht. Denn angesichts (steigen)der Benzinpreise ist die Fahrt über Neu Darchau, Darchau, Neuhaus, Neubleckede ein teures Vergnügen. Zudem bedeutet es auch ja auch einen erheblichen Zeitverlust für Bleckeder, wenn Sie denn die Brücke nutzen wollten oder müssen (aber dazu später).

      - Gut, es könnte sein, dass der eine oder andere Neuhauser lieber über eine "feste" Querung führe, als über eine Fähre. Denn auch für diese gilt, dass eine Fahrt nach Bleckede über die Fähre wesentlich kürzer ist.

      Nun komme ich zu einem kniffligen Punkt, aber es muss wohl mal deutlich gesagt werden (zumal ja auch einer der ProBrückeAkteure selber bereits in diese Richtung argumentierte):
      - es geht ganz offensichtlich um Grundstückswertverbesserung. Nun ließe sich sagen, dass ist ja nichts Verwerfliches. Stimmt, wenn denn der Grundstückseigentümer aus eigenen Mitteln sein Grundstück wertvoller macht. Aber wie ist es zu beurteilen, wenn dazu Steuergelder und zwar in zweistelliger Millionenhöhe verbraucht werden sollen. Ist das dann auch in Ordnung?

      Ich finde es auch erstaunlich, wie viel Geld eingesetzt wird, um die Bevölkerung des Lüneburger Landkreises von dem Nutzen einer Brücke zu überzeugen! Busreklame, Kinospots, Brückenfeste - um nur mal drei "Highlights" zu benennen. Das alles gibt es doch nicht für lau und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die ProBrücke Vereinsmitglieder so hohe Mitgliedsbeiträge erbringen. Also, woher kommt dann das Geld?

      Und dann muss jedem klar sein, dass mit der Brücke nicht nur die Fähre Tanja stillgelegt wird, auch die Amt Neuhaus wird dann nicht mehr zu halten sein. Spätestens bei der nächsten größeren Reparatur wird der Landkreis die Arme heben und feststellen, dass kein Geld mehr für eine Instandsetzung da ist. Und ob sich dann jemand findet, der mit einem kleineren Schiff die Attraktivität Bleckedes auf eigene Kosten erhält, steht im Moment noch in den Sternen.

      Zum anderen kommt dann auch das Thema FUSION wieder auf die Tagesordnung. Das Land, der Bund und selbst der Landkreis wird dann sagen: Also Bleckeder, wenn ihr die Brücke wollt, dann nur, wenn ihr eine Gemeinde werdet. Und siehe da, ein führendes Mitglied der Bleckeder Stadtverwaltung, zugleich politisch in einer anderen Gemeinde aktiv, hat die Fusion wieder auf den öffentlichen ThemenSchild gehoben.

      Damit komme ich auf meine Eingangsfrage zurück: Wem nützt die Brücke und da gibt es eigentlich nur eine Antwort – nein, nein, keine moralische, oder ethische oder solidarische – nur eine pekuniäre.
      Aber die scheint für manche „überlebenswichtig“ zu sein und da sie die Brücke nicht allein bezahlen wollen, soll das Wahlvolk die Brücke zu seinem Lieblingsobjekt erklären.

      Bürger von Bleckede und vom Landkreis Lüneburg: Aufgepasst, ihr sollt über den Tisch gezogen werden und auch den Menschen auf der anderen Seite der „Barriere Elbe“ sei gesagt, dass mit ihnen „Schlitten gefahren“ werden soll – zum Vorteil einiger weniger – aber zu ihren Lasten
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