Die Elbe als Grenzfluß - Historische Ereignisse von 1989/1990 - Teil 1

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      Die Elbe als Grenzfluß - Historische Ereignisse von 1989/1990 - Teil 1

      Zeitpunkt:

      Aus aktuellem Anlaß des heutigen 03. Oktober möchte ich heute ein paar Zeilen zur Elbe und der Staatsgrenze, die bis zum 02. Oktober 1990 am Neu Bleckeder Elbufer bestanden hat, schreiben.

      Nach dem Ende des II. Weltkrieges wurde die ehemalige Sowjetische Besatzungszone (SBZ) nach und nach mit einer festungsartig ausgebauten Demarkationslinie versehen. Das bedeutet auch, daß unsere Heimatstadt Bleckede in zwei Teile gerissen wurde. Die beiden Ortsteile Neu Bleckede und Neu Wendischthun am jenseitigen Ufer der Elbe gehörten plötzlich zur Sowjetzone und ein ungestraftes Überqueren des Flusses, das seit Jahrhunderten zum täglichen Leben der Menschen hüben und drüben gehörte, war plötzlich nicht mehr möglich. Die Bleckeder Elbfähre verkehrte mit Ausnahmegenehmigung letztmalig am 30 Juni 1945 gegen 17.00 Uhr.

      In den folgenden Jahren wurde ostdeutsche Staatsgrenze, der sogenannte "Antifaschistische Schutzwall" dann zunächst durch die sowjetische Besatzungsmacht, später durch die ostzonalen bzw. DDR-Grenzorgane selbst zu einem unüberwindbaren Hindernis ausgebaut. Nicht wenige Menschen mußten den Versuch, von Deutschland nach Deutschland zu gelangem mit dem leben bezahlen. Die Kontakte über die Elbe, die seit Jahrhunderten bestanden haben, waren plötzlich jäh unterbrochen. Die gegenüberliegenden Ortsteile Neu Bleckede und Neu Wendischthun waren unerreichbar geworden, da sie sich auf einmal im Sperrgebiet der ehemaligen DDR befunden haben.

      So war das bis 1989, als plötzlich Bewegung in die Sache kam. Alles begann fernab der Heimat in Ungarn, wo die dortigen Grenztruppen im Frühjahr 1989 damit begannen, die Grenzsicherungen nach Österreich abzubauen. Bürger der DDR hatten ein "Schlupfloch" gefunden und kamen über diesen Weg zuhauf in die Bundesrepublik, bis die Regierung der DDR dieses unterbunden hat. Später haben dann einige 100 Bürger der DDR die Botschaft in Prag besetzt, um ihre Ausreise zu erreichen. Die Regierung der DDR blieb lange hart. Dann kam aber doch noch Bewegung in die Sache und der damalige Bundesminister des Auswärtigen Hans-Dietrich Genscher hatte die schöne Aufgabe, den Menschen in Prag mitzuteilen, daß sie nunmehr in die Bundepublik ausreisen durften. Allerdings geschah dieses per Bahn über das Territorium der DDR - damit diese ihr Gesicht behalten und die Leute als ausgewiesen deklarieren konnte.

      So feierte die untergehende DDR dann am 07. Oktober 1989 auch noch den 40. Jahrestag ihrer Staatsgründung. Das geschah wie üblich mit einer Ehrenparade der Nationalen Volksarmee (NVA) und vielen Gästen. Es waren an diesem Tag die komplette Staatsführung der DDR sowie diverse Staats- und Parteichefs aus befreundeten sozialistischen Bruderländern zugegen.

      Schon gut einen Monat später begann das endgültige Ende der DDR. Als ich am 09. November 1989 (es war ein Donnerstag) um 19.30 Uhr die Abendsendung der "Aktuellen Kamera" im Fernsehen der DDR sah und die Pressekonferenz mit Günter Schabowski (den ich einige Jahre später persönlich kennenlernen durfte) gezeigt wurde, traute ich meinen Augen nicht. Schabowski verkündete plötzlich, die Grenzen in Richtung Westen seien "ab sofort" für alle Bürger der DDR geöffnet, Ich konnte es nicht glauben, was ich da gehört hatte. Es klang alles so unglaublich, war mir doch eigentlich schon klar, daß ich die Häuser auf der gegenüberliegenden Elbseite in Neu Bleckede wohl nie aus nächster Nähe werde sehen können. Doch es sollte anders kommen. Ganz spontan schnappte ich mir das Auto meiner Eltern, lud eine Kiste Bier ein und fuhr nach Lauenburg zum Grenzübergang, um mich selbst von der Wahrheit dieser Meldung zu überzeugen. Ja, es war so, es kamen tatsächlich Menschen aus der DDR mit ihren Trabbis nach Lauenburg. Sie erzählten, daß sie problemlos über die Grenze gekommen seien. Alles klang wie in einem Traum. Es war eine schöne, eine sehr freudige und gelöste Stimmung. Bis spät in die Nacht "klopften" wir Trabbis.

      Auch an den drauffolgenden Sonntag, den 12. November 1989 kann ich mich noch sehr gut erinnern. Wir feierten gerade Geburtstag, saßen nachmittags beim Kaffee, als kurz nach 15.00 Uhr ein Anruf der Werbegemeinschaft kam, wir müßten ausnahmsweise sofort öffnen. Die Bleckeder Innenstadt war voller Menschen aus der DDR, die die Gelegenheit genutzt hatten, um einfach mal rüber zu kommen. Das Knattern der Trabbis war überall zu hören und der Gestank der Zweitakter war überall zu riechen. Die Schlange der Leute, die sich in der Volksbank ihre 100 DM Begrüßungsgeld abholen wollten, reichte bis zur Kreuzung Elbstraße. Geduldig warteten die Mitbürgerinnen und Mitbürger aus dem anderen Teil Deutschlands, kannten sie es doch zur genüge, in Schlangen ("sozialistischen Wartegemeinschaften") auszuharren...
      Es war trotzdem eine ausgelassene, eine sehr freudige Stimmung in Bleckede auszumachen. Plötzlich waren wir von der Randlage der westlichen Welt ins Zentrum Europas gerückt.

      Die drauffolgenden Tage blieb es dann so, daß viele Menschen aus der DDR die Gelegenheit nutzten, um sich hier mal ein wenig umzusehen. Leider war das aber in die andere Richtung noch nicht ohne Visum und Zwangsumtausch möglich. Dieses sollte sich aber ab dem 24. Dezember 1989 auch ändern.

      Nachdem die Regierung der DDR dann am Sonnabend, den 18. November 1989 der Einrichtung einer Fährverbindung zwischen Hitzacker und Herrenhof/Bitter zugestimmt hatte, wurde auch in Bleckede der Wunsch nach der Wiederbelebung der Fähverbindung lauter. Man bemühte sich kurzfristig, eine Fähre nach Bleckede zu holen. Da die letzte verbliebene Fähre der Oberelbe zwischen Hoopte und Zollenspieker gerade Winterpause hatte, konnte der Fährmann Büchel einspringen. Er kam mit seinem Prahm und einer Barkasse nach Bleckede, um hier die Fährverbindung aufzunehmen. Am drauffolgenden Sonnabend, den 25. November 1989 sollte es dann losgehen. Ab ca. 10.00 Uhr fuhren wir mit dem Fährprahm von K.-H. Büchel auf der Elbe herum. Es war eine eisige Kälte, gegen die nur ein inneres Aufwärmen half. Auf dem Prahm waren mindestens 100 Menschen, ebenso viele standen am Neu Bleckeder Ufer mit weißen Bettlaken hinter dem Grenzzaun. Beide Seiten riefen unentwegt "Tor auf, Tor auf!" Das Tor am Wachturm sollte geöffnet werden, damit die Menschen zu uns an die Fähre kommen konnten. Gegen 13.00 Uhr wurde die Aktion dann abgebrochen. Ein DDR-Grenzer hatte kurz zuvor die offizielle Nachricht aus Ostberlin verkündet, daß die Regierung der DDR "derzeit" nicht daran denke, nach Hitzacker weitere Grenzübergänge im Bereich der Elbe zu öffnen.

      Die Menschen ließen aber nicht locker und so wurde das Spiel mit der Fähre auf der Elbe und den Menschen am Neu Bleckeder Ufer am Sonntag, den 26. November 1989 wiederholt. Wiederum ging es gegen 10.00 Uhr los. Bis ca. 12.20 Uhr passierte nicht viel und nicht wenige wollten schon aufgeben. Dann kam aber plötzlich Bewegung in die Sache. Gut beobachtet von einigen weiteren DDR-Grenztruppenbooten machte gegen 12.30 Uhr eines der Boote längsseits an der Barkasse fest. Ein DDR-Grenzer stieg von Bord und kam auf die Barkasse. Kurze Zeit später kam dann für uns alle die überraschende Nachricht, daß die Regierung der DDR dem Druck der Menschen stattgegeben und der Öffnung des Grenzüberganges zugestimmt hatte. Die Begesiterung war grenzenlos. Es hieß dann, daß wir uns aber noch etwas gedulden müßten, weil der Weg vom Grenzzaun zur Elbe noch hergerichtet werden müßte. Jetzt hieß es auch, daß wir alle die Fähre verlassen müßten, bevor sie dann das erste Mal am DDR-Ufer festmachen durfte. Dann überschlugen sich aber die Ereignisse und die Menschen stürmten durch das geöffnete Tor im Zaun zur Elbe, wo sie auf die Fähre warteten. Auf der Fähre hieß es dann, daß wir doch auf dem Prahm bleiben durften. Der Fährmann sagte dann aber nochmal durch, daß wir zwar mit anlegen durften, daß aber niemand von uns die Fähre verlassen durfte. Um 13.12 Uhr war es dann endlich soweit, die Fähre konnte am Neu Bleckeder Elbufer anlegen und die Menschen konnten zu uns auf die Fähre kommen. Es waren einige Grenzer da, um abzusichern und zu überwachen. Die Situation war nicht mehr kontrollierbar. Die Menschen fielen sich scharenweise freudig in die Arme und feierten diesen ganz besonderen Tag für Bleckede. Kein Grenzer hinderte uns daran, das rechte Elbufer doch zu betreten. Die erste Fähre seit 1945 hatte in Neu Bleckede festgemacht und Menschen über die Elbe nach Bleckede gebracht. Es war Volksfeststimmung. Zunächst war die Querung nur für Fußgänger und Radfahrer möglich, weil die Wege auf der DDR-Seite eine Nutzung für andere Fahrzeuge nicht zuließen.

      Die "neue" Fährverbindung wurde danach von vielen Menschen aus der DDR genutzt. Zunächst war es nur für sie möglich, sie zu nutzen. Am 24. Dezember 1989 sollte man dann auch erstmalig die Möglichkeit haben, als Bürger der alten Bundesrepublik Deutschland von Bleckede nach Neu Bleckede zu fahren, um auf diesem Weg visafrei in die DDR einzureisen. Auch das waren sehr bewegende Momente, wobei ich erstmalig schon am Sonnabend, den 23. Dezember 1989 gegen 22.00 Uhr über den Grenzübergang Launeburg-Horst auf diese Weise eingereist bin. Es war gigantisch, die ca. 6 km zwischen Horst und Boizenburg war die Straße beidseitig voller Menschen. Wir brauchten für dieses kurze Stück mehr als 3 Stunden, kamen nur im Schritt-Tempo voran. Es war einfach überwältigend. In Boizenburg und auch in Neuhaus waren große Begrüßungspartys, die Menschen aus Ost und West feierten miteinander.

      Den neuen Grenzübergang Bleckede - Neu Bleckede habe ich dann das erste Mal am drauffolgenden Dienstag, den 26. Dezember 1989 nachmittags genutzt. Das gefühl, das erste Mal in meinem Leben auf dem Elbdeich in Neu Bleckede zu stehen und hinüber nach Bleckede zu sehen, werde ich nicht vergessen. Es war sehr beeindruckend, hätte ich doch einige Wochen vorher nicht gedacht, daß das überhaupt mal möglich sein würde. Im Anschluß sind wir dann weiter nach Neuhaus gefahren, wo es einen ausgiebigen Aufenthalt im "Hotel zur Börse" gab.

      Die Elbe als Grenzfluß - Historische Ereignisse von 1989/1990 - Teil 2

      Zeitpunkt:

      In den folgenden Monaten war die Fährverbindung dann nochmal unterbrochen, da auf der Elbe zeitweilig Eisgang war. Parallel wurde aus Holland die heutige Fähre beschafft. Leider gab es bei der Überführung nach Bleckede (die Fähre wurde damals im Paket mit der für Kaltenhof-Dömitz vorgesehenen Fähre nach Deutschland gebracht) über die Nordsee ein Unglück, als diese in der Elbmündung kurz vor SScharhörn sank, weil Wasser durch ein gebrochenes Scharnier eindrang. Die Fähre mußte jedoch geborgen werden, weil sie an der Stelle, wo sie gesunken war, ein Hindernis für die Seeschiffahrt bedeutet hätte. So wurde sie dann doch auf der Lauenburger Hitzler-Werft modernisiert und nach Bleckede gebracht. Nachdem kurz zuvor am Sonntag, den 18. März 1990 die ersten demokratischen Wahlen zur Volkskammer der DDR stattgefunden hatten, war es dann am Sonnabend, den 07. April 1990 endlich soweit und die offizielle (Wieder-) Eröffnung der Fährverbindung zwischen Bleckede und Neu Bleckede konnte gefeiert werden. Die Elbfähre "Amt Neuhaus" fuhr das erste Mal über die Elbe. Zu diesem Anlaß war damals auch der niedersächsische Ministerpräsident Dr. Ernst Albrecht in Bleckede zu Gast.

      In der dann folgenden Zeit wurde dann in einem atemberaubenden Tempo am Beitritt der fünf neuen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen Thüringen und dem Ostteil Berlins zur Bundesrepublik gearbeitet. Wichtige Zwischenstationen waren die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik deutschland und der DDR vom Sonntag, den 01. Juli 1990 (Einführung der DM in der DDR), sowie der Abschluß des Zwei plus Vier-Vertrages zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier Siegermächten des II. Weltkrieges vom Mittwoch, den 12. September 1990. Infolge dessen wurde dem neuen Gesamtdeutschland von den vier Siegermächten USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich die volle Souveränität zugesichert und der II. Weltkrieg offiziell beendet (bis dahin lebten wir rechtlich in einem Waffenstillstand).

      Seine Vollendung fand dieser Prozeß dann am Mittwoch, den 03. Oktober 1990, als die fünf Bundesländer der ehemaligen DDR der Bundesreblik beigetreten waren. Die Präambel unseres Grundgesetzes verlor damit ihre Bestimmung. Das deutsche Volk hatte die Einheit Deutschlands in Frieden und Freiheit geschafft.

      Wir hier in Bleckede hatten das Glück, diese historischen Ereignisse hautnah miterleben zu dürfen. Heute wissen wir, wie alles bagann und wie es bis heute weitergegangen ist. Bis in die Gegenwart sind diese Erlebnisse für mich sehr bewegend und ich bin dankbar, daß ich damals hautnah dabei sein durfte. Insofern hat der 03. Oktober für nich auch alljährlich eine besondere Bedeutung.

      Ein paar Bilder von 1989

      Zeitpunkt:

      Ich habe gerade mal etwas in meinen Archiven herumgekramt und noch ein paar Bilder aus dem Jahre 1989 gefunden.

      Als erstes wären da zwei DDR-Einreisestempel. Einer vom 24.12.1989 aus Horst und einer vom 26.12.1989 aus Neu Bleckede.
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      Noch ein paar Bilder von 1989

      Zeitpunkt:

      Dann habe ich noch ein paar Bilder von der Elbe und von Neu Bleckede gefunden. Diese habe ich damals, als wir am 25.11.1989 auf der Elbe für die Öffnung des Tores in Neu Bleckede demonstriert haben, selbst gemacht.
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      Und noch mehr Bilder von 1989

      Zeitpunkt:

      Am Nachmittag des 25.11.1989 halten der damalige Bleckeder Bürgermeister Karlheinz Hoppe und der damalige Lüneburger Landrat Dr. Wilhelm Martens eine Ansprache vor dem Fährhaus, nachdem es mit der Grenzöffnung noch nichts geworden ist.
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      Und noch mehr Bilder von 1989

      Zeitpunkt:

      Am 26.11.1989 war es dann endlich soweit. Die Menschen aus Neu Bleckede und dem rest der DDR konnten zu uns auf die Fähre kommen und wir durften mit der Fähre bis ans Neu Bleckeder Ufer mitfahren. Die Grenztruppen der DDR haben aber immer genauestens aufgepaßt.
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      Quelle: fjordfaehren.de/d/d_rhein.htm

      Unsere Fähre begann „ihr Leben“ 1939 als Rheinhilde. Sie fuhr zwischen Bad Honnef und Rolandseck, zunächst als Querseilfähre. 1959 wurde ein Dieselmotor eingebaut und VS Propeller, so dass sie „frei“ fahren konnte.
      1970 wurde sie dann in die Niederlande verkauft und kam, wie hier im Treffpunkt schon berichtet, 1990 nach Bleckede.
      Über die Übeführung konnte ich im Moment nichts weiter finden. Eventuell gibt es aber beim Landkreis dazu weitere Informationen
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      "wie schön zu leben und leben zu lassen" [IMG:wcf/images/smilies/yes5.gif]
      Die dort nachlesbaren Informationen und Photos zur Bleckeder Elbfähre wurden dem Betreiber der Seiten, Herrn Langes, im wesentlichen von einem Mitglied dieses Forums zur Verfügung gestellt.

      Informationen hinsichtlich der Überführung werden sich später sicher beim Landkreis Lüneburg finden lassen. Allerdings beträgt die Archivierungsgrenze 30 Jahre. Das bedeutet, daß diese Unterlagen frühestens ab dem Jahr 2020 freigegeben werden. Erfahrungsgemäß ist das aber noch später, denn die Archivierungsgrenze von 30 Jahren bezieht sich auf den letzten Vorgang in einer Akte.

      Beisteuern kann ich, daß die Fähren für Bleckede und Neu Darchau damals zusammen aus den Niederlanden überführt worden sind. Die Klappen wurden fixiert und verschweißt, da ein Teil des Transports über die offene Nordsee ging. Bei starkem Seegang in der Elbmpndung geschah dann Anfang 1990 das Unglück. An der für Neu Darchau vorgesehenen Fähre brach nur eine Klappe während die Bleckeder Fähre komplett gesunken ist. Erst gab es Überlegungen, sie in der Elbmündung liegen zu lassen. Da es sich aber um einen viel befahrenen Abschnitt handelt war früh klar, daß die Fähre zur Abwehr von Gefahren gehoben werden mußte. Im Anschluß wurde sie dann instandgesetzt und später nach Bleckede gebracht wo im Beisein des damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht am 28.04.1990 die Einweihung war.

      Dieser "Umweg" brachte der Bleckeder Fähre damals den Beinamen "U-Boot" ein. So jedenfalls titelten verschiedene Presseorgane.

      Gruß,
      THW Kiel