Gymnasium Bleckede in Planung

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      Ich kann Dir nur zustimmen. Zunächst einmal denke ich, wie zuvor bereits geschrieben, auch, daß eine Schule vor Ort in der Regel die beste aller Alternativen ist.

      Daß man "Busfährnafängern" gegenüber etwas mehr Nachsicht und Verständnis übt, finde ich einen notwendigen und guten Ansatz. Nur, woran soll ein Busfahrer erkennen, ob ein Schüler "Busfahranfänger" ist oder nicht? Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, die Schulen hier etwas in die Pflicht zu nehmen? Dahingehend, daß sie den Schülern am Anfang Hinweise und Hilfestellungen für die Fahrten mit dem Bus und zum Lesen der Fahrpläne geben.

      Leider ist es bei uns ja eigentlich (fast) immer so, daß die große unauffällige und friedliche Masse insgesamt für das Fehlverhalten einzelner, die sich nicht benehmen können herhalten muß. Das ist traurig - nur dürfte es in erster ein organisatorisches Problem sein, es so zu praktizieren, daß später nicht alle unter den Folgen zu leiden haben.
      Dahingehend, daß sie den Schülern am Anfang Hinweise und Hilfestellungen für die Fahrten mit dem Bus und zum Lesen der Fahrpläne geben.


      Es gab mal ein Projekt am BRG , ich weiß nicht wie es hieß , aber da haben sich ältere Schüler bereiterklärt für jüngere die Ansprechpartner zu sein .Sie haben als allgemeines Erkennungszeichen einen großen weißen? Punkt auf ihren Taschen getragen. war für meine Tochter eine echte Hilfe.

      Eine Schule am Ort hat viele Vorteile . meine Tochter zb hat viele neue Freunde kennengelernt , aber leider in alle Himmelsrichtungen verstreut. Es bedeutet für uns Eltern viel fahrerei, damt sie sich auch mal ausserhalb der Schule treffen können um zb mal Hausaufgaben zu besprechen oder sich einfach mal so zu treffen ..

      Und wie ich schon erwähnte ist es für viele Kinder ein Unding , die wirklich superschweren Ranzen ewig zu schleppen. meine Tochter war wegen sehr heftiger Schmerzen im Schulter und Rückenbereich mehrfach in ärztlicher Behandlung. Schließfächer gibt es zuwenig und meist brauchen sie die Bücher eh für die Schularbeiten. Sportzeug in der schule zu lassen halte ich für unhygienisch.
      Wenn man Pech hat und auch noch während der Busfahrt stehen muss , ist das recht heftig.Abstellen ist nicht da andere sich dann einen Spass machen und den Ranzen umherkicken .


      Es sind so viele Kleinigkeiten rundrum , die einem nach und nach auf den Magen schlagen .

      Meine Tochter war traurig als sie hörte das dass Gymnasium in Bleckede leider nicht ihren Jahrgang aufnimmt , sie wäre gern hier zu Schule gegangen.
      Tatsächlich ............Baro


      Wer andere in die Grube schubst , .... fällt selbst nicht rein.
      Das Projekt klingt sinnvoll und vernünftig. Schade, daß Du schreibst "es gab mal"...
      Daraus schließe ich, daß es bei einem Versuch geblieben ist.

      Klar, daß eine Schule an einem zentralen, relativ weit entfernten Ort in jeder Hinsicht mit mehr Fahrerei und Schlepperei verbunden ist. Darüber, daß die Schüler unter Umständen sehr viel schleppen dürfen und dann vielleicht auch noch das Glück haben, im Bus zu stehen, werden sich die einzelnen Lehrer wohl kaum Gedanken machen.

      Meine Anmerkung von vorhin, daß eine Schule vor Ort "in der Regel" die beste Lösung ist, bezog sich darauf, daß ich damals eigene Erfahrungen in der Bleckeder Realschule machen mußte. Sicher war ich nicht immer ein bequemer und vorbildlicher Schüler. Aber, das, was manche Lehrer sich uns Schülern gegenüber herausgenommen haben, war schlichtweg skandalös. Ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen, miuß ich sagen, daß mir ein Schulwechsel -und damit die Chance zu einem Neuanfang- damals sicher hätten helfen können. So blieb mir nur, mich mehr schlecht als Recht durchzumogeln. Deswegen erachte ich die Möglichkeit, daß die Eltern die Schule ihrer Kinder selbst bestimmen dürfen, auch als den wesentlichen Punkt. Unverständlich ist für mich, daß der Jahrgang Deiner Tochter nicht im neu gegründeten Bleckeder Gymnasium aufgenommen wird. Daß Deine Tochter darüber sehr enttäuscht ist, kann ich gut verstehen. Wobei dieses wohl dem Schulbezirk und der Tatsache, daß man vielleicht keinen kompletten Jahrgang zusammen bekommen würde, geschuldet sein dürfte.
      Original von THW Kiel
      Wobei dieses wohl dem Schulbezirk und der Tatsache, daß man vielleicht keinen kompletten Jahrgang zusammen bekommen würde, geschuldet sein dürfte.


      Darüber fehlen mir leider die Informationen.


      Das Projekt klingt sinnvoll und vernünftig. Schade, daß Du schreibst "es gab mal"...

      Ob es das noch so gibt , weiß ich nicht , hab aber in den letzten beiden Jahren nichts mehr davon mitbekommen.

      Deswegen erachte ich die Möglichkeit, daß die Eltern die Schule ihrer Kinder selbst bestimmen dürfen, auch als den wesentlichen Punkt.

      Wie gesagt , dem stimme ich zu 100 % zu
      Tatsächlich ............Baro


      Wer andere in die Grube schubst , .... fällt selbst nicht rein.

      Vorstellung der aktuellen Planung

      Zeitpunkt:

      Gymnasium Bleckede im Modell

      Das Gymnasium Bleckede nimmt Formen an. Vergangenen Freitag stellte der Landkreis gemeinsam mit den zuständigen Hochbau- und Landschaftsarchitekten der Öffentlichkeit die Planung für das neue Gebäude vor. Dreistöckig wird es sein, von außen unten geziegelt, darüber weiß mit grünen Akzenten und von innen hell und farbig. Im April 2008 soll das Gymnasium im ersten Bauabschnitt fertig sein. Rund vierzig Interessierte folgten in der Mensa des Schulzentrums den Ausführungen der Architekten von den Büros henke + blatt und Schröder. Ihr gemeinsames Konzept unter Federführung der Züblin-AG/Bremen mit der Norddeutschen Landesbank hatte sich in einem Wettbewerb durch die Exaktheit der Planung sowie die moderne, stimmige und auf die Schülerschaft bezogene Konzeption durchgesetzt. Gebaut werden wird nach dem so genannten PPP-Modell (Erklärung siehe unten). Zentrum der neuen Schule wird die große Aula mit Bühne im Eingangsbereich sein. Der offene Raum ermöglicht den Zugang zu den Räumlichkeiten über zwei Etagen. Durch den nach hinten zum Fenster sich verbreiternden Schnitt sind auch die Flure übersichtlich und hell. Das Lüftungskonzept für die im Durchschnitt 72 Quadratmeter großen Klassen- und Fachräume sieht auch das Öffnen von Teilen der Wärmeschutzfenster vor. Im Außenbereich der in Nord-Süd-Ausrichtung gebauten Schule sind zwei Schulhöfe und eine Lehrerecke geplant. Ein ‚grünes Klassenzimmer’ lockt mit festen Sitzgelegenheiten nach draußen. Um Lehrer- und Schülerschaft Freiraum für die gemeinsame Gestaltung zu geben, ist bewusst nicht jeder Teil durchgeplant. Sickermulden bieten sich zur Gestaltung von Feuchtbiotopen an. Der Zugang zur Schule verläuft zum einen über den Parkplatz am Nindorfer Moorweg, zum anderen rückwärtig über eine kleine Brücke von der auch vom Schulzentrum genutzten Bushaltestelle her. Das geplante Hackschnitzelheizwerk hat einen vollständig
      getrennten Zuweg. Schulleiter Hultsch, der bereits im Vorfeld in die Planung einbezogen wurde, Mitglieder der Lehrerschaft sowie Eltern zeigten sich vergangene Woche übereinstimmend positiv beeindruckt von der Planung.

      -EP-Redaktion/lh----->elbmarschpost.de

      Gym

      Zeitpunkt:

      ich bin auf Gym Bleckede ich hab jetz leider den link vergessen aber auf der Homepage von Gym Bleckede sin viel infos Pläne und vieleicht endeckt ihr mich auf dem Prospeckt den Jeder Bekommt wenn er auf Gym Geht Tipp:ich bin Bei Pysik
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      Was ich absolut und sehr schade finde ist die Tatsache, dass die Gymnasiasten eine bevorzugte Rolle bekommen. Die Schüler bekommen einen eigenen Schulhof, sodass sie von den anderen Schülern der HS und RS im Wesentlichen abgeschirmt sind.

      Im Anhang mal zwei Skizzen von gym-bleckede.de die das spätere Gebäude zeigen:
      Dateien
      • Neubau3.jpg

        (64,49 kB, 18 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • Neubau2.jpg

        (56,72 kB, 17 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Zeitpunkt:

      Heute war Einweihung und "Tag der offenen Tür". Habe die Gelgenheit genutzt und mir grob die Räumlichkeiten angeschaut. Die Räume sind hell. Einige Räume waren noch nicht eingerichtet.

      So schön das Gebäude von aussen und innen auch war, bleibe ich der Meinung, dass die momentane Umsetzung des Gymnasiums bzw. die Zusammenarbeit mit der Realschule und der Hauptschule nicht richtig ist. Ich persönlich finde es nicht richtig, dass Schüler und Lehrer aus anderen Schulformen separat räumlich getrennt werden, sodass ein "Zusammenleben" mit den anderen Schulformen erst gar nicht gelernt wird.

      Wiederholt ist mir von Schülern berichtet, aber auch direkt ausgesprochen, dass das Gymnasium sich abspaltet und den Schülern eingetrichtert wird, dass sie etwas besonderes sind und sich auch so verhalten sollen.

      Besser wäre die Umsetzung gewesen, dass neue Schulgebäude speziell für die höheren Jahrgänge einzurichten. Zur Zeit sind Prüfungen an der Realschule und wer sich im alten Schulzentrum auskennt, weiß, dass es dort nicht unbedingt Räume gibt, wo die Umgebung ebenfalls ruhig ist.

      Vermutlich wird aber leider auch hier das Geld eine Rolle gespielt haben.

      Zeitpunkt:

      @ The White Wolf: Das, was Du berichtest, klingt leider nicht so gut. Für eine neue "Eliteschule" brauchen wir hier keine Räumlichkeiten, denn die gibt es schon seit vielen Jahren in Marienau bei Dahlenburg. Hoffentlich finden die beteiligten Schulen einen gemeinsamen Weg des Umgangs miteinander (und nicht gegeneinander). Ich teile die Einschätzung, daß dabei jeder vom anderen lernen könnte.

      Gruß,
      THW Kiel

      Zeitpunkt:

      Erst heute wurde mir gesagt, dass "der Faden" scheinbar reißt. Ich bin dort zur Zeit ja im Bereich Ganztagsangebote tätig. Und bisher war es so, dass wenige Schüler aus dem Gymnasium an den AG´s teilnehmen. Seit Anfang Februar gibt es jetzt aber doch Teilnehmer im Bereich Fussball - aber vermutlich auch nur, weil dies Angebot (noch) nicht im Gymnasium angeboten wird. So meine Vermutung.

      So schön ich es auch finde, dass es vor Ort nun ein Gymnasium gibt, umso trauriger macht mich die derzeitige Umsetzung. Und so wie es moment scheint, hakt es nicht bei der RS bzw. HS.

      Zeitpunkt:

      @ The White Wolf: Diese Nachrichten klingen bedenklich bis gefährlich. Wenn es in diesem ganzen Schulgefüge am Nindorfer Moorweg zu einem echten Riß kommt, dann wirkt sich das wahrscheinlich nachteilig für den gesamten Schulstandort Bleckede aus. Ganz abgesehn davon, daß es für eine im Aufbau befindliche Schule mehr als kontraproduktiv ist, wenn diese schon zur Eröffnung meint, sich abgrenzen oder abheben zu müssen.

      Gruß,
      THW Kiel

      Zeitpunkt:

      Eure Beiträge haben mich erstaunt. Die Abtrennung des Gym geradezu als "bedenklich bis gefährlich" einzustufen hat mich sehr verwundert...

      Ich bin in Hamburg auf zwei verschiedene Gymnasium gegangen, die für sich alleine standen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich darüber sehr froh war, weil es bei uns keine Gewalt auf der Schule gab. Klar, in den Mittel- und Unterstufen wurde auch mal harmlos "gerauft", aber es gab keine "richtige" Gewalt. Es galt als Konsens, sich verbal zu messen und Gewalt war sogar regelrecht verpönt.

      Ich hatte immer eine große Angst vor Haupt- und Realschülern und habe immer auf dem Nachhauseweg einen großen Bogen um die Hauptschule gemacht.

      Als mein Großer dann eine Empfehlung für das Gymnasium bekommen hatte, war ich ehrlich gesagt froh. Inzwischen ist er in der 11. Klasse und auch hier kann ich bestätigen: Es gab nie Probleme mit Gewalt an der Schule.

      In den Medien wurde dagegen in den letzten Jahren (sicher etwas übertrieben) von extremer Gewalt an den Schulen berichtet. Von extremen Mobbing, von richtigen Schlägereien und vom "Abziehen" schwächerer Kids. Für mache gilt es sogar als schick, Gewaltszenen selber mit dem Handy zu filmen und dann ins Netz zu stellen...An welchen Schulen passieren denn solche Dinge? Also an den Gymnasien, die ich kenne, ist das kein Problem.

      Natürlich passieren auch an Gyms mal schlimme Dinge, ich erinnere an diesen schlimmen Amoklauf vor ein paar Jahren. Ich will auch nicht sagen, dass an Gyms alles perfekt ist...Gerade im Bildungsbereich könnte vieles wesentlich besser sein und zB mit dem BRGS bin ich leider überhaupt nicht zufrieden. Aber das ist ein anderes Thema.

      Ich wollte euch nur aufzeigen, dass die Separierung nicht immer bedeutet, dass man sich als etwas "Besseres" fühlt. Für mich war immer der Angstfaktor dabei und als Mutter wäre es für mich schlicht der blanke Horror, mein Kind auf eine Schule schicken zu müssen, an der es derartiger Gewalt ausgesetzt wäre.

      Als ich damals gehört hatte, dass es hier in Bleckede ein Gym geben würde, war ich richtig froh darüber, zumal ich die Fahrbelastung für die Schüler als extrem empfinde. Mein Großer hat jetzt drei Mal die Woche 8 Stunden. An diesen Tagen steht er um 6 Uhr auf und kommt um 16.30 Uhr nach Hause. Dann hat er aber noch keine Hausaufgaben gemacht! Jetzt hatt er mal (freiwillig) für eine AG eine Zeitlang 10 Stunden, da war er erst um 19.30 Uhr zu Hause. Ich dachte, ich spinne!

      Marienau als Alternarive zu bezeichnen ist ja wohl ein Witz, das kommt doch nur für die Reichen in Frage. Das montaliche Schulgeld kostet dort gute 400 Euro (ex. Essen). Oder die Mutter muss auch voll arbeiten gehen, um das zu Bezahlen. Bei mehrern Kindern wird es dann schlicht unmöglich, das zu bezahlen!

      Zum Schluß noch eine Frage an euch: Eine Freundin erzählte mir, dass in den neuen Gebäuden so eine schlechte Luft herrscht. Irgendwelche Materialien dünsten giftig riechende Chemikalien aus. Sie und ihr Sohn bekamen nach wenigen Minuten Kopfschmerzen...

      Nun soll angeblich untersucht werden, was derart ausdünstet. Ist dort denn nicht darauf geachtet worden, ökologisches Baumaterial zu verwenden? Wer weiss etwas darüber?
      Viele Grüße von
      Beate

      Zeitpunkt:

      Ich hatte immer eine große Angst vor Haupt- und Realschülern und habe immer auf dem Nachhauseweg einen großen Bogen um die Hauptschule gemacht.

      Diese Aussage macht micht stutzig - klar ich hatte damals auch Angst vor den Hauptschülern. Aber solch Schüler tummeln sich nicht nur in der Hauptschule. Aus welcher Schulform stammten die Ammokläufer? Aus meiner Sicht hat es wenig bis keinen Sinn, wenn man sich seiner Angst nicht stellt.

      Mir geht es darum, dass die Schüler lernen MÜSSEN, mit allen Schichten zu leben - halt auch mit den "schwächeren" Schülern. Vielleicht wäre eine Einheitsschule doch die bessere Variante? Aber dies ist ein anderes Thema.

      Die zunehmende Armut trägt einen Teil zur Gewaltbereitschaft bei.

      Mir ging es in meinen Beiträgen mehr darum, dass die Zusammenarbeit zwischen den drei Schulen scheinbar nur sehr gering ist. Und um solch Angstsituationen von vornerein zu verhindern, müssen die Gesellschaftsschichten zusammenarbeiten und nicht jeder für sich.

      Über evtl. gesundheitliche Beeinträchtigungen durch evtl. Baufehler ist mir (noch) nichts bekannt. Klar ist, dass bei neuen Gebäuden es eine zeitlang "richt".

      Zeitpunkt:

      @ Bea: Diese Ausführungen überraschen mich. Es ist klar, daß man bestehende Ängste ernst nehmen muß. Ich denke aber, daß das am eigentlichen Thema vorbei geht. Zu meiner Zeit als Schüler waren Orientierungsstufe, Hauptschule und Realschule unter dem Dach des Schulzentrums Bleckede vereint. Einen guten Steinwurf entfernt befand sich noch die Sonderschule (heute Kurt-Löwenstein-Schule). Wir an der Realschule hatten ein eher friedliches Leben, während es an der Hauptschule und verursacht durch Sonderschüler desöfteren mal mehr oder weniger heftige Auseinadersetzungen gab. Diese haben damals auch dazu geführt, daß einige Schüler vor anderen Angst hatten. Nur damals war es so, daß es letztlich keinen wirklich interressiert hat und daß wir sehen mußten, wie wir damit klarkommen. Sicher ist das auch keine Lösung - aber, so war es damals.

      Obwohl ich selbst ein paar Mal schlechte Erfahrungen (u.a. mit Hauptschülern) gemacht habe und obwohl ich selbst ungern auf dem Nachhauseweg die Sonderschule wegen drohender Aggressionen passiert habe, würde ich in keinem Fall soweit gehen und sagen, daß alle Haupt- und/oder Sonderschüler Krawallmacher sind, vor denen man sich besser in Acht zu nehmen hat. Genau das ist aber der Tenor Deiner Aussage - nur mit dem Unterschied, daß Du auch die Realschüler noch mit einschließt und das Gymnasium als eine Art "Quarantänestation" forderst oder hier gern die letzte "Insel der Glückseligkeit" sehen möchtest.

      Letztlich denke ich, daß es nicht darum gehen kann, einer bestimmten Gruppe von Personen oder Schülern einen schwarzen Peter zuzuschieben. In erster Linie sollte der Gedanke der Integration -The White Wolf hat es angemerkt- zählen. Nicht vergessen sollte man zudem, daß Schüler von anderen lernen können - ganz gleich, ob der eine nun Gymnasiast ist und der andere Sonderschüler. Bei der Begleitung und der Unterstützung dieses Prozesses sind insbesondere auch die Lehrer gefragt, die es sich nach meiner Erfahrung leider sehr oft viel zu einfach machen.

      Eine andere Frage ist in disem Zusammenhang die offensichtlich beabsichtigte räumliche Nähe der Schulen. Vorrangig vor diesem Hintergrund macht es für mich keinen Sinn, wenn man nun Trennungspunkte schafft, die eigentlich nicht vorhanden sein müßten. Ganz abgesehen davon, daß es immer etwas unklug und arrogant wirkt, wenn einer meint, sich absondern zu müssen - getreu dem Motto, man sei schließlich etwas Besseres und hat es nicht nötig, sich mit dem "Fußvolk" der anderen Schulen herumzuärgern.

      Wenn wir in einem für uns überschaubaren Rahmen schon dort künstlich Mauern bauen wo sie eigentlich nicht hingehören, dürfen wir uns auch nicht wundern, daß es an anderen Stellen unseres Lebens und auf der Welt soviele Machtkämpfe und Kriege gibt. Es scheint nicht möglich zu sein, daß alle mehr oder weniger friedlich und unter Achtung der anderen Persönlichkeiten miteinander klarkommen. Eben dieses kann aber man sehr gut lernen im Umgang mit anderen Schülern aus möglichst vielen verschiedenen Schulen und Schulformen.

      Von der vermuteten Schadstoffbelastung höre ich das erste Mal. Vielleicht waren es ja auch ein paar böse Hauptschüler, die sich einen üblen Streich erlaubt haben - um abschließend nochmal etwas klischeehaft auf das Ausgangsthema zurückzukommen?

      Gruß,
      THW Kiel

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von THW Kiel ()

      Zeitpunkt:

      Ich glaube, unsere Ausführungen unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt:

      Ihr schreibt aus der Sicht eines "Idealisten", wie die Zuständen SEIN MÜSSTEN. Ich schreibe aus der Sicht des Realisten, der nur die aktuellen Zustände sieht und als Mutter, die in erster Linie egoistischerweise ihr Augenmerk hauptsächlich darauf richtet, ihre eigenen Kinder möglichst gut und sicher untergebracht zu wissen.

      Natürlich wäre es toll, wenn es "Miteinander" möglich wäre, wenn die einen von den anderen lernen könnten usw usw
      Ich wäre eine der ersten, die das von euch gezeichntete Idealbild unterschreiben würde.

      Aber im Moment herrscht eben leider gerade auf den "unteren" Schulformen mehr Gewalt als beispielsweise auf dem Gymnasium und daher würde ich zusehen, meine Kinder möglichst dort unterzubringen, wo sie möglichst wenig Gewalt ausgesetzt sind!

      @THW Kiel
      Ich habe NICHT behauptet, dass ALLE Haupt- und Realschüler gewaltbereit sind und ich habe auch NICHT behauptet, dass ALLE Gymasiasten brave Schafe sind.

      Es ist nun mal meine Erfahrung, dass ich selber auf den Gymnasien keine Gewalt erlebt habe, dagegen auf dem Haupt-Real-Schulzentrum, an dem ich vorbei musste, zum Teil ganz finstere Gestalten herumliefen. Einmal hatte ich sogar die traumatische Begegnung mit einer Gruppe Sonderschüler, die versucht hatten, mir die Haare anzuzünden. Dabei hatte ich nichts getan, ich hatte sie nur dadurch provoziert, weil ich an denen vorbeiging und eine Barbie-Puppe im Arm hatte....

      @Wolf

      Du schreibst, man soll sich seiner Angst stellen. Ja, aber das hat auch seine Grenzen. Was soll ich denn mit jemandem anfangen, der nur die Sprache der Gewalt spricht? Meinst du, der setzt sich mit mir gemütlich zu einer Tasse Kaffee zusammen und spricht mit mir in Ruhe darüber, wie man das Problem auch gewaltlos lösen könnte?

      Das Schlimme ist ja vor allem, das man mit seiner Angst alleine gelassen wirst. Als Mutter hast du eben nicht die Sicherheit, dass die Schule und die Lehrer schützend eingreifen, wenn du selber nicht zur Stelle bist!!!!!!!

      Das fängt ja schon im KiGa an:

      Ich erziehe meine Kinder zum Gewaltverzicht, präge denen immer wieder ein, sich verbal zu wehren. Wer trotzdem hat, wird sanktioniert...

      Andere Eltern sagen ihren Kindern "Wenn dich jemand haut, dann verteidige dich, dann drafst du auch zurückhauen" und verteigen ihre Sicht noch wie folgt "Das Kind muss ja lernen, sich zu wehren, sonst geht es ja unter".

      Die Frage ist nun, welche Sicht der Dinge den Kindern in den Lehranstalten vermittelt wird? Wird konsequent Gewaltverzicht gepredigt und wird Gewalt streng sanktioniert? Eben nicht! Und solange das so ist, werde ich immer veruchen, meine Kinder möglichst "separiert" unterzubringen.

      Heutzutage kommen meine Kinder aus dem KiGa und beschweren sich, dass der X oder Y schon wieder "gehauen" hat. Da es immer so weitergeht, gehe ich davon aus, dass es im KiGa toleriert wird, dass die Kinder andere hauen....

      Tja, sich der Angst stellen .... ich habe keine Ahnung wie. Bist du wirklich der Meinung, dass die "Chaoten" mit sich reden lassen?
      Viele Grüße von
      Beate

      Zeitpunkt:

      Ich denke das Thema Gewalt benötigt ein separates Thema, über dies es sich reichlich diskutieren lässt. Ich werde mal ein Paar Punkte deiner Aussagen kopieren und als neues Thema einfügen.

      Du schreibst, dass

      Ich schreibe aus der Sicht des Realisten, der nur die aktuellen Zustände sieht und als Mutter, die in erster Linie egoistischerweise ihr Augenmerk hauptsächlich darauf richtet, ihre eigenen Kinder möglichst gut und sicher untergebracht zu wissen.


      Warum nicht etwas dagegen tun? Die Situation muss geändert werden und da darf sich das Gymnasium nicht rausziehen, nur weil dort vielleicht keine oder weniger Schüler mit agressiven Verhalten sind. Da müssen dann aber auch mal die Schulen miteinander und nicht gegeneinander bzw. nebenher arbeiten.