Aufhebung Schulbezirk Gymnasium Bleckede

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      Aufhebung Schulbezirk Gymnasium Bleckede

      Zeitpunkt:


      (lk) Der Schulbezirk des Gymnasiums Bleckede wird aufgehoben.
      Das ist die einstimmige Empfehlung der Mitglieder des Schulausschusses für
      allgemein- und berufsbildende Schulen des Landkreises Lüneburg. Dieser
      Beschlussempfehlung muss der Kreistag in seiner Sitzung im Mai noch folgen.

      Vor zwei Jahren hatte der Landkreis Lüneburg den Schulbezirk in
      Bleckede eingerichtet, da die Landesschulbehörde die Errichtung des Gymnasiums
      Bleckede davon abhängig gemacht hatte. Um die Gründung der Schule nicht zu
      gefährden, beschloss der Landkreis die befristete Einrichtung des Schulbezirks
      bis zum Schuljahr 2011/2012. Die positive Entwicklung der Schülerzahlen erlaube
      jetzt eine frühzeitige Aufhebung, wie der Schulausschuss in seiner Sitzung am
      Dienstag, den 26.02.2008, feststellte. Folgt der Kreistag dieser Empfehlung,
      haben die in dem jetzigen Schulbezirk lebenden Eltern und Schüler zukünftig
      wieder die Möglichkeit der freien Schulwahl.

      Einstimmig war auch die Entscheidung, Familien mit geringem
      Einkommen bei der Mahlzeit ihrer Kinder finanziell zu unterstützen. Zukünftig
      sollen die Kinder beim Besuch einer Ganztagsschule im Landkreis Lüneburg einen
      Zuschuss von bis zu 0,62 Cent für die Mittagsverpflegung erhalten. Die
      Landesregierung wird einen Betrag in gleicher Höhe zahlen. Das Land
      Niedersachsen hat für diese unterstützende Maßnahme im laufenden Jahr landesweit
      bereits rund 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

      Ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Ausschusssitzung in den
      Räumen des Gymnasiums Oedeme war die Vorstellung des Schulgutachtens. Der
      Gutachter Hubertus Schober von der Projektgruppe Bildung und Region stellte
      seine Ergebnisse den Mitgliedern des Schulausschusses und der interessierten
      Öffentlichkeit vor. Fragen zu den Zahlen seines Gutachtens erklärte er
      ausführlich und stellte vermeintliche Fehler in seinem Gutachten als nicht
      zutreffend dar.

      Die Aussage des Gutachters, dass die Hauptschulen auf Grund
      rückläufiger Schülerzahlen im Landkreis längerfristig geschwächt würden (in der
      Regel nur noch eine Klasse pro Jahrgang), war für einige anwesende
      Hauptschulleiter von besonderem Interesse. Landrat Manfred Nahrstedt brachte zum
      Ausdruck, dass er die Sorgen nachvollziehen kann und nach einer Lösung sucht.
      „Wir wollen die Hauptschulstandorte erhalten. Dies können wir, wie im Gutachten
      vorgeschlagen, durch die Angliederung an die Realschulen erreichen. In
      Dahlenburg, Bardowick und Adendorf ist dies bereits Standard. Auch die
      Einführung des Ganztagsschulangebotes stärkt unsere Schulen", so Manfred
      Nahrstedt.
      Quellenangabe: Pressedienst unter lueneburg.de, 03.03.2008